
PERsonalentwicklung in Zeiten der digitalen TransFORMation (PERFORM): Reflexive Lernprozesse mittels eines studienfachübergreifenden Ansatzes fördern
Die Digitalisierung und damit einhergehende Transformationsprozesse verändern Kompetenzanforderungen für verschiedene Berufsfelder. Das Berufsbild für Weiterbilder*innen, welches für Studierende der Arbeits- und Organisationspsychologie attraktiv ist, ist besonders betroffen: Unternehmen setzen zunehmend auf Tools und selbstgesteuertes Lernen. Dadurch werden Weiterbildner*innen zu Lernbegleiter*innen, die E-Learning, virtuelle und Präsenzformate flexibel kombinieren und auf individuelle Bedürfnisse der Teilnehmenden abstimmen müssen. Ziel des Projekts PERFORM ist es daher Studierende der Psychologie auf dieses neue Berufsfeld vorzubereiten. Die Studierenden gestalten die Konzeption, Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation von überfachlichen berufsbefähigenden Lerneinheiten zusammen mit erfahrenen Trainer*innen zu Themen wie Personalführung, Design Thinking, Stressprävention und Teamarbeit. Es entstehen neue Formate, die Future Skills mit selbstgesteuerten und kooperativen Lernansätzen vermitteln und somit den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht werden. Psychologie-Studierende werden so optimal auf die Rolle als Lern- und Prozessbegleiter*innen vorbereitet. Zudem profitieren Studierende aller Fachrichtungen von der Auswahl aktueller Themen und innovativer Methoden (bspw. VR, AR). Die so entstehenden innovativen Konzepte können die Transferlücke zwischen Lernen an der Universität und Anwendung in der beruflichen Praxis schließen.
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E-Portfolios in die Praxis bringen ein Dreiklang aus Theorie, Kommunikation und Anwendung
Lehrende stehen regelmäßig vor der Herausforderung, Prüfungsformen zu finden, die alle vermittelten Kompetenzen abprüfen. Für Hochschulen ist dabei der Qualifikationsrahmen HQR maßgebend. Die Eignung klassischer Formate, wie eine mündliche Prüfung oder Klausur, zur Prüfung der vier Kompetenzdimensionen des HQR wird immer wieder kritisch diskutiert. Inzwischen halten zunehmend digitale Formate Einzug in die Hochschullehre. E-Portfolios beispielsweise haben das Potenzial, verschiedene Kompetenzen umfassender abzubilden als klassische Prüfungsformen. Dennoch sind E-Portfolios an deutschen Hochschulen wenig verbreitet. Die Innovationsidee besteht daher darin, die TOP10 der Hürden für die Nutzung von E-Portfolios durch Studierende, Lehrende und Stakeholder zu identifizieren, diese Hürden durch zielgruppenspezifische Kommunikation und Angebote zu adressieren, in einem Starterkit für kompetenzorientierte Lehre mit E-Portfolios zu verdichten und durch diesen an unseren Hochschulen und darüber hinaus zu einer Verbreitung von E-Portfolios beizutragen. Ziel des Verbundprojektes ist es, mit einem Dreiklang aus Theorie & Dokumentation, Kommunikation und der konkreten Anwendung die Potenziale von E-Portfolios fass- und nutzbarer zu machen.
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Studierende als Impulsgeber für Lehre in XReality
XRreality bezeichnet einen Sammelbegriff für immersive Technologien, die die physische Realität ergänzen oder ersetzen. Dabei wird zwischen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) unterschieden. XR-Anwendungen werden verstärkt in der Hochschullehre eingesetzt. Im Projekt MINT-VR-Labs wurden zum Beispiel gemeinsam mit Lehrkräften immersive Lernumgebungen entwickelt und durch die Einbeziehung von Studierenden praxisnah gestaltet. Als Zielgruppe bringen Studierende technisches Know-how und Nutzerperspektive ein und fördern so die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Lehre. Sie unterstützen zudem Wissenstransfer und nachhaltige Digitalisierung in der Hochschule.
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KI-unterstützte Programmierung mittels ergebniszentrierter Fehlerklassifikation. Potenziale zur Schaffung neuer Lernräume
Programmierkenntnisse gewinnen in technischen Studiengängen zunehmend an Bedeutung. Jedoch stehen in Programmierübungen häufig zu wenige Tutor:innen zur Verfügung, die die Studierenden beim Lösen der Programmieraufgaben unterstützen. Deshalb wird ein KI-System entwickelt, das die Studierenden jederzeit und individuell beim Lösen der Programmierübungen unterstützt. Im Gegensatz zu klassischen Ansätzen analysiert das KI-System nicht den programmierten Code, sondern fokussiert sich auf die Zwischen- und Endergebnisse (z. B. erzeugte Daten, Plots). Anhand dieser gibt das KI-System Hinweise und Erklärungen, um das selbstständige Arbeiten und kritische Denken ohne Musterlösung zu fördern. Ein erster Prototyp wurde im Rahmen einer Programmierübung eingesetzt und mit positiver Resonanz evaluiert.
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