
Multisensory in Dialogue and Artistic Practice
Künstlerische Praxen zeigen, dass körperlich-sensorische Interaktionen für multisensorische Reflexivität entscheidend sind. Kunsthochschulen verfügen über eine umfassende Expertise in der Vermittlung solcher Prozesse und können durch experimentelle Erprobungen in digitalen Räumen die Lehrkommunikation verbessern. Die Virtual Community of Practice (vCoP) der Universität der Künste Berlin und der Folkwang Universität der Künste kollaboriert in Peripatetic Spaces, die sich in einem gemeinsamen Extended Educational Environment (EEE) verbinden, räumlich schwebend, weder rein virtuell noch rein physisch, zeitlich unbegrenzt. Dies ermöglicht komplexe Formen des Zusammenarbeitens. In hybriden, KI-gestützten und immersiven Umgebungen wird untersucht, wie künstlerische Prozesse digital so gestaltet werden, dass innovatives und empathisches Denken sowie reflexives Handeln gefördert werden. Der Ansatz verbessert die Lehr- und Lernlandschaft, die Lehrkommunikation und entwickelt digitale Tools weiter. Die Wirkungen betreffen auch komplexe Fragestellungen außerhalb der Lehre und bieten Transferpotenzial: Neue digitale Kommunikations- und Innovationsmethoden bereichern Kulturen der empathischen Begegnung; Arbeitsweisen in der Hochschullehre wissenschaftlicher und künstlerischer Fächer sowie in nicht-künstlerischen Berufen können nachhaltig innoviert werden.
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Veterinary Medical Detectives
Die veterinärmedizinische Lehre soll durch interaktive, praxisnahe Fälle ergänzt werden, welche die Studierenden in einer App bearbeiten (zB in Pausen, in der U-Bahn ). Die Fälle sollen eine Patientengeschichte enthalten, mit audiovisuellem Material angereichert werden und kleine Knobelaufgaben enthalten, die detektivisch gelöst werden sollen. Innerhalb eines Falles werden mehrere Lösungswege angeboten, von denen einige richtig und andere falsch sind. Die Fälle fokussieren jeweils ein oder mehrere veterinärmedizinische Disziplinen. Sie können ergänzend zur curricularen Lehre eingesetzt werden (z.B. Üben von Vorlesungsinhalten) oder eigenständig und interessegeleitet durch die Studierenden bearbeitet werden. Die Konzeptionierung der Fälle soll durch Studierende erfolgen. Sie sollen Fälle und Themen auswählen, die sie selbst interessieren und als relevant erachten. Als Gamefication Faktor sollen die Nutzenden einen Account anlegen und eine eigene virtuelle Praxis gründen. Durch die erfolgreiche Bearbeitung von Fällen können Credits verdient werden, durch welche virtuell Praxisausstattung (z.B. Ultraschallgerät) gekauft werden kann. Dadurch werden neue Fälle freigeschaltet. Die Fälle sollen jeweils ca. 6 bis 10 Seiten umfassen und eine Bearbeitungszeit von 3 bis 7 Minuten erfordern, gelerntes Wissen aufgreifen, einen Praxisbezug aufweisen, zum Nachdenken anregen und Spaß machen.
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Virtuelle Labore für ortsungebundenes Lernen
Virtuelle Laborrundgänge, in Kombination mit Branching Scenarios und virtuellen Experimenten werden genutzt, um Studierenden einen Einblick in eine neue Laborumgebung zu geben. Branching Scenarios beschreiben dabei eine Lernumgebung, in der entlang von Entscheidungspfaden Versuchsabläufe im Dialog und mit Unterstützung von Videos, Fotos und Multiple-Choice-Fragen erprobt werden können. Eingebettet sind die virtuellen Labore in einen digitalen 360° Rundgang der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik an der Hochschule München. Die Studierenden können orts- und zeitungebunden neue Laborlandschaften erkunden und selbständig Prozesse durchführen, die ihnen ansonsten nicht zugänglich wären. Ein vertieftes Verständnis von Anlagen und Prozessen insbesondere im Bereich der Nanotechnik wird so erlangt.
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Virtuelle Lernräume und Künstliche Intelligenz: Didaktische Innovationen und Studierendenperspektiven. Digitales Peer-Mentoring und KI-gestützte Ansätze im Lehrforschungsprojekt „digi.peer“ an der Technischen Hochschule Rosenheim.
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Einsatz virtueller Lernräume und Künstlicher Intelligenz im Rahmen des digi.peer-Projekts, das durch innovative Ansätze Studierende bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeit unterstützt. Die Gruppendiskussionen mit Studierenden beleuchten Chancen und Risiken von KI, Fragen zur ethischen Nutzung, Datensicherheit sowie zum Einfluss von KI auf individuelle und kollaborative Lernprozesse. Erste Erkenntnisse zeigen, dass Studierende KI zur Unterstützung nutzen, gleichzeitig bestehen Unsicherheiten hinsichtlich Datenschutz und ethischer Dimensionen. Das Projekt betont die Notwendigkeit ergänzender Workshops und Hochschulrichtlinien, um einen verantwortungsbewussten Umgang mit KI zu fördern und digitale Zukunftskompetenzen weiterentwickeln zu können.
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