
Medienpraxiswissen
Die Transformationen digitaler Öffentlichkeiten und Infrastrukturen fordern medienwissenschaftliche Studiengänge heraus. War bislang primär Praxiskompetenz in Schnitt, Kamera- oder Redaktionsarbeit gefragt, so stellen sich heute breitere Anforderungen. Diese spiegeln sich in neuen Berufsbildern, die Kompetenzen in data literacy sowie der Visualisierung, Verarbeitung oder Programmierung von Daten verlangen. Die Reformbedürftigkeit betrifft aber nicht nur eine Erneuerung praktischer Skills, sondern auch die Verzahnung von Theorie und Praxis. Um die soziokulturelle Bedeutung digitaler Medien zu verstehen, benötigen Studierende sowohl geisteswissenschaftliche Kompetenzen als auch ein grundlegendes medienpraktisches Wissen, das digitale Methoden und basale technische Fähigkeiten umfasst. Das Projekt entwickelt entsprechend ein neues Transferverständnis zwischen Forschung, Lehre und Praxis, das neue Berufsbilder und Technologien genauso integriert wie geisteswissenschaftliche Medienforschung. Erforderlich ist eine Weiterentwicklung der Medienpraxis zur Medienforschungspraxis. Dazu werden mit der Plattform Medienpraxiswissen Module und Lernziele neu definiert, offene Lehrmaterialien entwickelt und experimentelle, hybride Seminarformen ausprobiert und evaluiert. Mit einer Gastprofessur, innovativen Seminarformen und Lehrmaterialien sollen Theorie und Praxis in den medienwissenschaftlichen Studiengängen der Ruhr-Universität Bochum verzahnt werden.
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Fachdidaktische Unterrichtsplanung Fachspezifisch UND Fachübergreifend
Ziel des Projekts "Fachdidaktische Unterrichtsplanung Fachspezifisch und fachübergreifend FaPlan" ist die Konzeption und Erprobung fachübergreifender, multimedialer, flexibel einsetzbarer Lernmodule, die Lehramtsstudierende verschiedener Unterrichtsfächer beim Erwerb und Ausbau einer fachübergreifenden professionellen Handlungskompetenz unterstützen sollen. Im Rahmen des Projekts vertiefen sie fachspezifische didaktische Kompetenzen und bauen zugleich eine fachübergreifende didaktische Perspektive auf. Sie entwickeln so ein Konzept unterrichtlicher Praxis, auf dessen Grundlage Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fächer deutlich und Kooperationen in der Praxis erleichtert werden. Die Studierenden sind nicht nur die primäre Zielgruppe des Projekts, sondern gestalten die Lernmodule auch von Anfang an mit, indem sie ihre Bedürfnisse reflektieren und formulieren und darauf aufbauend Inhalte erarbeiten. Im Projekt arbeiten die Deutschdidaktik (Prof. Dr. Anja Müller), die Geographiedidaktik (Dr. Marion Plien) und die Didaktik der politischen Bildung (Prof. Dr. Kerstin Pohl) zusammen. Die multimedial gestalteten Lernmodule werden Erklärvideos, Podcasts, Interviews mit Lehrkräften, Fachtexte, Literaturtipps, Übungs- und Reflexionsaufgaben enthalten. Sie werden open access publiziert, sodass sie von nachfolgenden Studierendengenerationen genutzt und von weiteren Fachdidaktiken übernommen und um die eigene Fachperspektive erweitert werden können.
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Studierendenzentrierte aktivierende Lernräume
Beim SCALE-UP Raum- und Lehrkonzept (Student-Centered Active Learning Environment for Upside Down Pedagogies) unterstützt die Raumgestaltung aktivierende und studierendenzentrierte Lehre (Beichner et al. 2007. DOI: 10.1119/RevPERv1.1.4). An der TH Rosenheim wurden zwei SCALE-UP Räume aufgebaut, in denen sich runde Tische für jeweils sechs bis max. acht Studierende befinden. Die Studierenden arbeiten in Teams von meist drei Studierenden. Die Lehrperson wird durch die räumliche Anordnung (es gibt kein vorne und hinten) fast „von selbst“ zum Lernbegleiter. Raumausstattung: Vier Beamerprojektionen in mehrere Raumrichtungen, Dokumentenkamera, Mini-Whiteboards, Click-Share, Abstimmungssysteme, Steckdosen über Bodentanks an den Tischen, physikalische „hands-on“-Experimente für die einzelnen Gruppentische. Passende Lernaktivitäten wurden entwickelt (Whiteboardaufgaben im Team, Peer Instruction, kollaborative Arbeitsblätter, …) und die Wirkung der Maßnahme untersucht.
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„Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ umsetzen: Competencies Connected“ : Einblick in den Schwerpunkt „Didaktik in (teil-)digitalisierten Werkstätten und Laboren“.
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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