
Erlebbare Anatomie für Hebammen
Im Aufbau des bundesweit neu etablierten Hebammenstudiums soll an der Universität Leipzig gemeinsam mit dem Institut für Anatomie ein neuartiges Modell des weiblichen Beckens entwickelt werden. Angeleitet durch Lehrende der Anatomie und Hebammenkunde werden die Studierenden die Grundlagen für ein Modell erarbeiten, welches die geburtsspezifischen Veränderungen des Beckens in ihrer Komplexität darstellt. Die Studierenden recherchieren die anatomischen Strukturen und setzten diese plastisch und zeichnerisch um. Die ganzheitliche Erarbeitung schafft die haptischen Voraussetzungen zum Ertasten menschlicher Strukturen, welche für den Hebammenberuf essentiell sind, unterstützen den Lernprozess nachhaltig und fördern die interdisziplinäre Expertise. Die Erkenntnisse der Studierenden fließen, neben Expertenwissen der Abteilungen, in die Umsetzung des endgültigen Modells ein. Im weiteren Projektverlauf sollen mithilfe des Modells MRT-Aufnahmen entstehen, welche Daten zur Entwicklung eines virtuellen Formates liefern. Damit werden Perspektiven für neue Beurteilungen über den Geburtsprozess eröffnet und Grundlagen für weitere Forschungen gelegt. Nach Evaluation sollen die Lehrmethoden curricular verankert werden und können als konzeptionelle Vorlagen für Studienrichtungen mit engem Theorie-Praxisverbund dienen. Mit dem Projekt entstehen Forschungsthemen für Bachelor- und Masterarbeiten, welche die wissenschaftliche Entwicklung des Studiengangs fördern.
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Mathematik vernetzen: Unterstützung von Studierenden in der bewussten Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik
Mathematik vernetzen: Unterstützung von Studierenden in der bewussten Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik ist das Ziel des gleichnamigen Projekts, das an der Universität Vechta von Martina Döhrmann, Meike Grüßing, Antonia Hintze und Björn Schwarz im Rahmen von Freiraum 2022 durchgeführt wird. Das Projekt nimmt das Phänomen in den Blick, dass Lehramtsstudierende häufig den Übergang von der Schulmathematik in die Hochschulmathematik und zurück jeweils als Bruch empfinden und es ihnen dadurch schwerfällt, auf ihr im Studium erworbenes fachwissenschaftliches Wissen zurückzugreifen sowie theoretische Bezüge bei der Planung und Reflexion von Unterricht herzustellen. Modulübergreifend wird der Lernprozess von Studierenden in den Blick genommen und ein Unterstützungskonzept entwickelt und erprobt. Das Konzept umfasst Reflexionsanlässe, durch die Studierende in Übungsveranstaltungen der bestehenden Module angeregt werden, Bezüge zu erkennen. Durch ein studienbegleitendes Instrument werden diese Bezüge aufgegriffen und die Studierenden unterstützt, eigene Lernpfade sowie Vernetzungen wahrzunehmen und zu dokumentieren. Methodisch werden dabei Mind-Maps, Lernlandkarten sowie Portfolios eingesetzt. Die Wirksamkeit der Reflexionsanlässe wird in einzelnen Modulen während der Projektlaufzeit begleitend evaluiert.
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Dissemination der Projektergebnisse
Massnahme 1 ist die Dissemination der Projektergebnisse. Dabei sollen Studierende, Lehrende und Forschende aus den Erziehungswissenschaften und anderen Fachdisziplinen über die Ergebnisse informiert werden.
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