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Mediale Transformationen von Musikwissen

An Musikwissenschaftler:innen werden heute veränderte Anforderungen gestellt. Mit der Zunahme medialer Einflüsse auf musikalische Prozesse werden z.B. digital vernetzte Produktionsräume, Online-Musiknutzung und musikalische KI-Anwendungen fachlich grundlegend relevant. In musikwissenschaftlichen Hochschulausbildungen sind die dafür erforderlichen medialen Kompetenzen aber nicht als curriculare Grundlagen etabliert. Im Rahmen der Professur Musik und Medien soll diese Lücke durch die Entwicklung eines medienmusikalischen Grundlagen-Curriculums gefüllt werden. Kenntnisse und Fertigkeiten zu elektroakustischen und digitalen Instrumenten und Produktionsumgebungen, studiotechnische Erweiterungen der klassischen Gehörbildung sowie qualitative und quantitative methodische Zugänge zu medialen Musizier- und Hörpraktiken sollen als ›Lernbaukasten‹ in die musikwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge der Uni Halle integriert und polyvalent angrenzenden Fächern angeboten werden. Zwei Arten von Lernräumen sollen sich dabei komplementär ergänzen: studiotechnische Experimentierumgebungen ermöglichen erfahrungspraktische Zugänge zu Fragen an konkrete medienmusikalische Settings. Digitale Lernressourcen erlauben, die Lernszenarien nach dem Prinzip des Flipped Classroom aufzubauen. Studierende eignen sich in diesem Lernumfeld theoretische und methodische Grundlagen weitgehend eigenständig an und wenden sie im Seminarraum, in Laboren und Feldforschungen an.

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