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PerspekTIERwechsel

„Perspektivwechsel“ und transformatives Lernen sollen als Schlüsselkompetenzen in den raumplanerischen Studiengängen (Architektur Stadtplanung, Landschaftsplanung) der Universität Kassel etabliert werden. Planung ist anthropozentrisch; orientiert an Idealtypen bildet sie die Vielfalt der von ihr Betroffenen ungenügend ab und reflektiert die Bedürfnisse von freilebenden Tieren in der Stadt kaum. Wir werden innovative, auch spielerische Methoden erproben und selbst entwickeln, die es ermöglichen, Tierbedürfnisse und -perspektiven sowie die diversen Relationen von Menschen zu Tieren zu erforschen, Visionen für veränderte Mensch-Tier-Beziehungen, Kohabitationen und Beteiligungsansätze zu entwickeln, zu reflektieren und in experimentelle Transformationsprojekte zu überführen. Auf Basis der Erkenntnisse integrieren wir gemeinsam sowohl transformativ wirksame Methoden als auch das Thema „urbane Tiere in der Planung“ dauerhaft in ASL. Der Fokus auf Stadttiere ist zugleich Methode und Inhalt: Die Diskrepanz, die beim notwendigerweise unvollkommenen Einfühlen in andere Lebensformen und (Sinnes-)Wahrnehmungen entsteht, eröffnet Momente für Reflexion. Das konsequenzverminderte Spiel ermöglicht experimentellen und freien Perspektivwechsel und Verhandlungen von Positionen anhand von Rollen. Inhaltlich ist der Diskurs über den Platz der Tiere zentral für die sozialökologische Transformation der Stadt: Für wen wird Stadt geplant und transformiert? Wer ist an Zielsetzungen beteiligt?

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