
Podcast - Studcast Leuphana
Der „StudCast Leuphana“ ist ein studentischer Podcast, der die Ergebnisse und Inhalte der einzelnen Teilpro-jekte (TPs) des Forschungsprojekts Digital aufgreift. Jede Folge widmet sich einem spezifischen TP und be-leuchtet dessen Themen aus studentischer Perspektive. Ziel war es, die Forschungsinhalte in einer lockeren, leicht verständlichen Form aufzubereiten und so insbesondere Studierende der Leuphana Universität anzu-sprechen. Neben den regulären Folgen wurden außerdem zwei Specials zum Tag der Lehre produziert. Der Stil des Podcasts ist bewusst umgangssprachlich gehalten und daher nahbar, authentisch und informativ zugleich.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Der Podcast ist im Rahmen des Forschungsprojekts Digital entstanden, das sich mit der Digitalisierung von Lern-, Lehr- und Forschungsprozessen an der Leuphana befasst. Ziel des „StudCast Leuphana“ war es, die einzelnen TPs auf ansprechende und öffentlichkeitswirksame Weise darzustellen und gleichzeitig den Zugang für Studierende zu den Forschungsthemen zu erleichtern.
Herangehensweise
Der Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Podcast-Folge war ein kreativer und zugleich strukturierter Pro-zess. Am Anfang stand eine Ideensammlung auf einem Whiteboard, gefolgt von der Konkretisierung des Kon-zepts und der Auswahl der verfügbaren Teilprojektes. Anschließend wurde die erste Folge geplant, inklusive Redaktionsablauf, Recherche zu den Themen, Suche nach Interviewpartner:in und Entwicklung erster Skriptideen. Nach der Erstellung des Fragenkatalogs und der Terminabsprache fanden die Interviews statt, die anschließend transkribiert und zu einem finalen Skript verarbeitet wurden. Danach folgte der Aufbau des Studios, die Aufnahme selbst, der Schnitt und im Abschluss der Produktion das Mastering. Zuletzt wurde die ferti-ge Folge den Interviewpartner:*innen zur Rückmeldung geschickt, bevor sie schließlich hochgeladen und veröffentlicht wurde.
Zusammenhang
Die Massnahme wurde im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit an der Universität und der Wissenschaftskommunikation genutzt.
Voraussetzung
Für die Produktion eines Podcasts braucht es erstens ein klares inhaltliches Konzept (Ziel, Zielgruppe, Format, Struktur der Folgen) und eine einfache, aber belastbare Organisation (Rollenverteilung, Redaktions- und Zeitplan). Zweitens sind grundlegende technische Voraussetzungen nötig: brauchbare Mikrofone, ruhiger Raum, Aufnahme-/Schnittsoftware und Basiswissen zu Aufnahme, Schnitt und Export. Drittens müssen rechtliche Fragen geklärt sein, insbesondere Einwilligungen der Beteiligten, Urheberrechte an Musik/O-Tönen sowie ggf. Datenschutz- und Institutionsvorgaben. Viertens braucht es eine Veröffentlichungs- und Distributionsinfrastruktur (Podcast-Hosting, RSS-Feed, Cover, Beschreibung) plus einfache Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, damit der Podcast sein Publikum tatsächlich erreicht.
Eignung
Podcasts eignen sich gut, um Teilprojekte eines Forschungprojekts sichtbar zu machen und Studierenden den Zugang zu erleichtern, weil sie komplexe Inhalte niedrigschwellig und erzählerisch aufbereiten. In Gesprächs- oder Interviewformaten können Forschende ihre Themen in Alltagssprache erklären, Methoden und Ergebnis-se kontextualisieren und an Beispielen illustrieren. Die Stimmen der Beteiligten erzeugen Nähe und Authenti-zität, Forschung wird als lebendiger Prozess erfahrbar und Projekte erhalten ein „Profil“ für die Öffentlichkeit. Für Studierende sind Podcasts leicht in den Alltag integrierbar (z. B. beim Pendeln) und lassen sich zugleich gezielt in Lehrveranstaltungen. So verbinden Podcasts Forschungskommunikation, Imagebildung der Projekte und studierendenorientierte Vermittlung in einem Format.
Vorgehen/Schritte
Um einen Podcast gut adaptierbar zu machen, empfehlen wir ein standartisiertes Vorgehen, welches flexibel skalierbar ist. Legen Sie ein kompaktes „Podcast-Kit“ an: Konzeptpapier (Zielgruppe, Ziel, Stil, Folgenlogik), Rollenmatrix (Leitung/Redaktion/Moderation/Technik), Zeitplan sowie Vorlagen wie Redaktionsplan, Inter-view-Leitfaden, Einwilligungs- und Datenschutzhinweise, Skript-Template und Checklisten für Aufnahme, Schnitt und Mastering. Zusätzlich ist es hilfreich die Produktion zu Modularisieren d.h. strukturieren Sie den Prozess in klare Module (Themenfindung – Recherche – Interview – Transkription – Skript – Aufnahme – Postproduktion – Feedback – Veröffentlichung). Hinterlegen Sie pro Modul Mindeststandards (z. B. Audiope-gel, Ziel-Länge, Freigabeschleifen) und optionale Erweiterungen, sodass Teams je nach Ressourcen eine ver-schiedene Varianten wählen können. Stellen Sie 1–2 Beispiel-Folgen mit kurzer Produktionsdokumentation bereit (Entscheidungen zu Kürzung, Dramaturgie, Übersetzung wissenschaftlicher Inhalte). Ergänzen Sie einen Einsteiger-Lernpfad (ca. 60 Minuten) zu Mikrofon- und Sprechtraining, Interviewführung sowie Daten- und Urheberrecht. Etablieren Sie ein Peer-Format (Kickoff, Austauschkanal, gegenseitige Reviews). So entsteht kontinuierliche Qualitätssicherung bei hoher Anpassungsfreiheit.
Hinweise
Effekte
Erwartet zeigte der StudCast vor allem Transferwirkungen: Die Teilprojekte von DigiTaL wurden in einer nied-rigschwelligen, studentischen Sprache sichtbar, wodurch Interesse und Verständnis bei Studierenden stiegen und die Öffentlichkeitsarbeit gestärkt wurde. Unerwartet traten deutliche Kompetenz- und Prozessgewinne im Team auf: bessere Interviewführung, mehr Sprechsicherheit, solides Projekt- und Zeitmanagement sowie ein praxisnahes Verständnis von Datenschutz und Audiotechnik. Zudem entstanden Wechselwirkungen mit den Teilprojekten selbst: Die Interviewvorbereitung schärfte Forschungsziele, rahmte Ergebnisse narrativ und stieß neue Vernetzungen zwischen Lehrenden, Forschenden und Studierenden an.
Learnings
Im Verlauf des Projekts konnten vielfältige Erfahrungen gesammelt werden, die weit über die reine Produktion eines Podcasts hinausgingen. Besonders prägend war das Zeitmanagement, da die Abstimmung mit Inter-viewpartner:innen, das Einhalten von Deadlines und die Planung der einzelnen Produktionsschritte eine gute Organisation und vorausschauendes Arbeiten erforderten. Zudem wurde ein Gespür für die angemessene Aufnahmelänge im Verhältnis zum fertigen, gemasterten Endprodukt entwickelt
Ein weiterer wichtiger Lernbereich war das Sprechen vor dem Mikrofon. Dabei wurde Sicherheit im deutlichen, publikumsbezogenen Sprechen gewonnen und erkannt, wie stark Authentizität und Natürlichkeit die Wirkung eines Podcasts beeinflussen.
Tipps
Kleine Versprecher oder Unebenheiten erwiesen sich häufig nicht als störend, sondern als sympathisch und lebendig. Dadurch verschob sich der Fokus von perfektionistischem Anspruch hin zu einer glaubwürdigen und interessanten Darstellung.
Methoden
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