
Projekt Fach.Deutsch.Digital für Studium und Beruf
Profis D fördert exzellentes Lehren und Lernen an der Hochschule durch die kooperative Entwicklung einer handlungs- und bedarfsorientierten Deutschausbildung für internationale Studierende. Es entstehen zunächst exemplarisch an der BTU Cottbus-Senftenberg Lehr- und Lernkonzepte sowie Lernmaterialien für den flexiblen Einsatz in der digital-gestützten Sprachvermittlung. Diese werden im Kontext des regionalen Strukturwandels und hinsichtlich der Übertragbarkeit auf weitere Hochschulen erprobt. Neben sprachlicher Handlungskompetenz in Studienalltag, Fach und Beruf erwerben Studierende Sprachlern- und Studierstrategien, Schlüsselkompetenzen und digitale Grundfertigkeiten. Lehrende werden methodisch qualifiziert. Ein Webportal vernetzt Sprach- und Fachlehrende, schafft Synergien für die konsequente Ausrichtung am Bedarf und legt den Grundstein für nachhaltige Zusammenarbeit in der Begleitung individueller Lernprozesse. Alle Agierenden entscheiden selbst über die Datenweitergabe. Die Bereitstellung der Projektergebnisse für Hochschulen weltweit gewährleistet g.a.s.t. auch über die Projektlaufzeit hinaus. Das Projekt trägt so zur Senkung der Studienabbruchquoten internationaler Studierender sowie zur Fachkräftesicherung bei.
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Eine gamifizierte Lern-App für die Höhere Mathematik
Die Lernanwendung Mathe-Buddy ist eine interaktive und gamifizierte App für die höhere Mathematik im ersten Studienjahr. Studierende werden durch interaktives Training und Elemente des spielerischen Lernens motiviert, begleitet und individuell gefördert. Jedes Themengebiet wird durch prägnante, gut verständliche Texte eingeführt und enthält Beispiele, Abbildungen und Verweisen zum Praxisbezug. Ein automatisiertes Lernmanagement stellt abhängig vom Lernstand randomisierte Trainingsaufgaben unterschiedlicher Taxonomiestufen. Die Lernphase wird abgerundet durch kurze Spiele, wie zum Beispiel Schnellabfragen, Mathe-Rätsel und Formelfehlersuche. Das Erreichen von Meilensteinen wird durch Awards und Highscores belohnt. Studierende werden motiviert kontinuierlich auf die Lernziele hinzuarbeiten. Ein integrierter Chatbot beantwortet einfache Fragen und stellt kurze Trainingsaufgaben. Alle Kursbestandteile sind modular aufgebaut und können nichtlinear bearbeitet werden. Das niederschwellige Angebot ermöglicht den Studierenden fachliche Lücken eigenständig zu schließen. Mittels eines digitalen Zertifikats kann der erreichte Lernstand nachgewiesen werden. Die App ist Open-Source, kostenfrei und kann ohne zentrale Datenerhebung genutzt werden. Lehrende können selbst einfache Anpassungen und Erweiterung von Kursbestandteilen vornehmen.
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Materialienreihe „Russisch: Text & Kontext“
Im Rahmen der Maßnahmen haben wir neue digitale Lehr- und Lernmaterialien für das Fach Russisch entwickelt und erprobt, die auf die aktuellen Herausforderungen im universitären Russischunterricht reagieren. Neben der Heterogenität der Studierenden gehört zu den Herausforderungen Mangel an geeigneten authentischen und didaktisch aufbereiteten Quellen, die über aktuelle Ereignisse im russischsprachigen Raum Aufschluss bieten sowie die Notwendigkeit einer didaktischen Fokusverschiebung von Russisch als Staatssprache Russlands hin zu Russisch als Lingua franca.
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Digitalisierung in der Hochschullehre – Perspektiven und Gestaltungsoptionen
Die Digitalisierung übt tiefgreifenden Einfluss auf verschiedenste Bereiche menschlichen Lebens aus, unter anderem auf Bildung und damit einhergehend auch auf die Hochschullehre. Eine Kultur der Digitalität (Felix Stalder) verändert nicht nur die für Hochschulen grundlegenden Formen der Produktion von Wissen, sondern ebenso die Umgangsformen und Lehr-Lern-Strategien, die in Lehrveranstaltungen zum Einsatz kommen. Sie wirkt sich auf die Art und Weise aus, wie Wissensinhalte und Kompetenzen vermittelt, erworben und angewendet werden, aber auch auf die Integration digitaler Lerninhalte, die Schaffung neuer Lehr- und Lernmethoden sowie neuer Prüfungsformate. Eine Kultur der Digitalität eröffnet Chancen, um die Qualität der Lehre zu verbessern – beispielsweise durch die Erhöhung von Flexibilität, durch Anpassungsmöglichkeiten an die individuellen Bedürfnisse der Studierenden oderdurch die Vorbereitung sowie Ermöglichung lebenslangen Lernens. Damit verbunden sind jedoch auch Herausforderungen, die beispielsweise im Verhältnis und der Orchestrierung von Präsenz- und Online-Phasen, in der technischen Ausstattung oder in der nötigen Professionalität der Dozierenden gründen. Letztlich kommt es darauf an, die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Hochschullehre gezielt und sinnvoll zu nutzen, um zu einer Erhöhung der Qualität beizutragen. Der Sammelband hat das Ziel zu einer zukunftsweisenden interdisziplinären Entwicklung und Gestaltung einer digitalen Kultur der Lehre beizutragen.
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