
Ich helfe dir beim Helfen. Multiperspektivisches videobasiertes Feedback zu adaptiven Hilfestellungen während der Aufgabenbearbeitung
Qualitätsvoller Unterricht zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Lehrkräfte ihren Schüler:innen während der Aufgabenbearbeitung adäquates Feedback sowie Hilfestellungen geben, um individuell herausfordernde Arbeitsschritte zu begleiten. Diese Kompetenzen sollen bereits bei Lehramtsstudierenden durch das im Projekt Help² geplanten Lehrkonzept ausgebaut werden. Im Projekt lernen Studierende des Grundschullehramts, wie sie den Schüler:innen bei der Aufgabenbearbeitung helfen und ihnen gleichzeitig genügend Raum für kognitive Selbstständigkeit geben. Das Lehrkonzept sieht vor, dass die Studierenden im Sinne des Microteachings einzelne Schüler:innen in anspruchsvollen Lernsettings unterstützen. Die Studierenden-Schüler:innen-Interaktionen werden videografiert und die Aufgabenbearbeitung durch Screencasts an Tablets aufgezeichnet, um anschließend ein videobasiertes Feedback an die Studierenden zu generieren. Das multiperspektivische Feedback erteilen sowohl die Dozent:innen als auch die studentische Peer-Group in Form von Videokommentaren. Auch die Schüler:innen der jeweiligen Lerngruppe geben in einem Kurzinterview Rückmeldung zu den studentischen Hilfestellungen. Neben der Evaluation des Lehrangebots werden Effekte unterschiedlichen Feedbacks auf die Qualität der adaptiven Lernunterstützung der Studierenden untersucht. Für einen nachhaltigen Einsatz videobasierten Feedbacks werden hierzu Workshops für Dozierende angeboten.
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Praxisnahe elektronische Prüfungen
Mit dem Projekt PEP sollen neue praxisnahe, elektronische Prüfungsformen an der HSPV NRW entwickelt und pilotiert werden. Dieses Projekt dient der HSPV NRW als zentrales Instrument, um sich in den Diskurs zur Digitalisierung des Hochschulwesens einzubringen. PEP knüpft bewusst an den durch die Zentralverwaltung der Hochschule gesteuerten Modulabschlussklausuren an. Mit einer Neugestaltung dieser Klausuren als materialgestützte Open-Book-Klausuren können alle Studierenden und Lehrenden an allen Standorten der HSPV NRW erreicht werden. Somit kann es durch PEP gelingen, den Diskurs zur Digitalisierung des Hochschulwesens denkbar breit in die Hochschule hinein zu tragen und darüber hinaus auch die hochschulweit über 1.000 aus der Praxis kommenden Lehrbeauftragten und deren Behörden zu erreichen. Aber auch über den Tellerrand der Hochschule hinaus hat PEP Innovationspotential: Prüfungen, die von Studierenden im Rahmen vom Open-Book, ohne kontrollierende Aufsicht abgeleistet werden, dienen nicht allein der Leistungskontrolle. Vielmehr wird den Studierenden ein Vertrauen entgegengebracht, das sie in ihr Berufsleben mitnehmen werden und welches sich sich in ihrem Verhältnis zum Bürger positiv niederschlagen kann.
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Studie „Haltung gegenüber (digitalen) Prüfungen"
Im Rahmen der Maßnahme werden die Haltungen von Studierenden und Lehrenden gegenüber digitalen Prüfungen erfasst, um authentische Leistungen zu fördern und Täuschung zu reduzieren. Das digitale Prüfen während der Corona-Pandemie hat sowohl bei Lehrenden als auch bei Studierenden zunehmend zu Unsicherheiten und gegenseitigen Vorurteilen und bisweilen Ressentiments geführt. Daher war es besonders wichtig, sich dem Thema mit einer Methode zu nähern, die Austausch, Reflexion und Vertrauen ermöglicht. Daher wurde die Thematik mit einer qualitativen Studie bearbeitet. Aufbauend auf Thesen, die aus bestehender Literatur abgeleitet wurden, wurden insgesamt 42 leitfadengestützte Interviews, 20 mit Lehrpersonen und 22 mit Studierenden durchgeführt, die wiederum relevante Perspektiven beider Zielgruppen erfasst haben. Daraus wurden praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine faire, transparente und motivierende Prüfungskultur abgeleitet.
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Künstliche Intelligenz für Lehrkräfte : eine fachliche Einführung mit didaktischen Hinweisen
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