
Lehre mit dem Materialarchiv der Zukunft
Zentraler Bestandteile der Architekturlehre ist die Vermittlung von Wissen über Konstruktion und Material. Gerade vor dem Hintergrund knapp werdender Ressourcen kommt der Auseinandersetzung mit den zur Verfügung stehenden Baustoffen und Materialien grundlegende Bedeutung zu. Durch die den Alltag immer stärker bestimmende Digitalisierung wird das Bewusstsein für das Stoffliche jedoch zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Doch gerade für die Ausbildung der Architekten ist die physische Auseinandersetzung mit Materialien und Werkstoffen weiterhin zentral und muss, dieser Tendenz begegnend, in der Lehre gefördert werden. Ziel der «Lehre mit dem Materialarchiv der Zukunft» ist es, die Vermittlung des Physischen nachhaltig in der Lehre zu stärken und gleichzeitig den Studierenden den digitalen Zugang zu ganzheitlichem Materialwissen zu ermöglichen. Im Rahmen des Projektes werden spezielle Lehrmodule entwickelt, in denen die Studierenden in verschiedenen Formen die konstruktiven und architektonischen Potentiale der Materialien erkunden und dokumentieren. Dabei stimulieren sich Materialarchiv und Lehre im gegenseitigen Austausch. Das Materialarchiv der Zukunft wird durch seine inhaltliche Erweiterung und die Übertragung in die Digitalität zu einem festen Bestandteil in der Lehre. Es verknüpft die für die Ausbildung essenzielle sinnliche Erfahrbarkeit von Materialien mit den Möglichkeiten digitaler Informationsvermittlung.
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Souver@nes Digitales Lehren und Lernen in Niedersachsen
Ziel des vorliegenden Antrags ist es, souveränes digitales Lehren und Lernen zu fördern. Dies umfasst 1) die souveräne, d.h. kompetente und lernzielorientierte Nutzung digitaler Werkzeuge auf Seiten der Lehrenden und Studierenden (Digital Literacy) ebenso wie 2) die professionelle Entwicklung hochwertiger digital angereicherter Lehr-/Lernkonzepte bzw. -inhalte und 3) die durch den Verbund gestärkte digitale Souveränität der Hochschulen als Institutionen. Mit der intensiven Nutzung digitaler Lerntechnologien in den vergangenen Semestern sind Erfahrungswissen und digitale Kompetenzen, aber auch didaktische, rechtliche sowie technische Bedarfe und Anforderungen massiv gestiegen. Orientiert am Zielbild der digitalen Souveränität haben sich die Verbundpartner zusammengeschlossen, um durch Bündelung ihrer Kompetenzen und Leistungen in den Bereichen IT-Basis, Services und Content (vgl. Abb. 1) den gestiegenen Anforderungen dauerhaft gerecht werden zu können. Das SOUVER@N-Projekt versteht sich dabei als Nukleus für den Aufbau eines landesweiten Netzwerks, dessen Services und Angebote Zug-um-Zug auf alle niedersächsischen Hochschulen ausgedehnt und in bestimmten spezialisierten Bereichen später auch deutschlandweit ausgerollt werden soll.
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Experimenteller Lehr- und Arbeitsraum
Ein Seminarraum, der sich in unmittelbarer Nähe zur Didaktischen Werkstatt Gesundheit (DWG) befindet, wurde mit zusätzlichen finanziellen Mitteln des Fachbereichs zu einem experimentellen Lehr- und Arbeitsraum umgestaltet. Er repräsentiert die Idee der DWG von innovativer Lehre durch Verhältnisänderung. Durch flexibles und ergonomisches Mobiliar können einerseits lange schädliche Sitzzeiten unterbrochen und ein Bewusstsein für körperliche Bedürfnisse beim Lernen geschaffen werden. Andererseits lädt er dazu ein, die Möglichkeiten im Raum bei didaktischen Überlegungen einzubeziehen und die Anordnung von Mobiliar für das Setting lernförderlich zu nutzen.
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