Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Kompetenzorientierung durch Wissensmanagement

Die Maßnahme zielt darauf ab, Wissen im Projekt und darüber hinaus verfügbar zu machen, um digitale Prüfungen systematisch im Sinne des Constructive Alignment kompetenzorientiert zu gestalten. Neben Workshops und Austauschformaten sind die Erstellung von Materialien wie Leitfäden, Fact-Sheets, Checklisten, Glossaren und eines interaktiven Online-Selbstlernkurses zentrale Maßnahmen des Wissenstransfers und der Ergebnissicherung.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Kompetenzorientierung
Constructive-Alignment
Wissensmanagement
Leitfaden
Online-Kurs
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Die Maßnahme zielte darauf ab, Kompetenzorientierung im Verbundprojekt hochschulübergreifend zu verankern, obwohl die Strukturen, Strategien und Prozesse der beteiligten Hochschulen sehr unterschiedlich waren. Projektbedingte Fluktuationen sowie konkurrierende Prioritäten zwischen Hochschul- und Projektarbeit erschwerten zusätzlich die gemeinsame Umsetzung von Ergebnissen.

Herangehensweise

• Um den Herausforderungen hochschulübergreifender Strukturen, projektbedingter Fluktuation und unterschiedlicher Prioritäten zu begegnen, setzte die Maßnahme auf eine systematische Aufbereitung von Wissen zu digitalen, kompetenzorientierten Prüfungen.

• Um Fluktuation im Projektpersonal über verschiedene Hochschulen hinweg managen zu können, ist eine durchgehende Dokumentation und Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen hilfreich

• Das zur Verfügung stellen von Materialien mit Anpassungsmöglichkeiten an die Strukturen der einzelnen Hochschulen erhöht die Wahrscheinlichkeit der Adaption stark.

• Durch die Erstellung eines Glossars, die Typologisierung von Prüfungsformen und die Sammlung von Best Practices wurde ein gemeinsames Verständnis geschaffen, das über Hochschulen hinweg anschlussfähig ist.

Zusammenhang

Die Maßnahme wurde im Rahmen des Verbundprojekts ii.oo umgesetzt und erprobt. Der Fokus lag auf der systematischen Aufarbeitung und Konsolidierung von Wissen zu digitalen, kompetenzorientierten Prüfungen. Die Ergebnisse flossen in die Curriculumentwicklung sowie die Gestaltung von Lehr- und Prüfungskonzepten ein und wurden in Abstimmung mit Lehrenden und Studierenden getestet. So konnte die Maßnahme sowohl praxisnah als auch hochschulübergreifend erprobt und der Onlinekurs evaluiert werden.

Voraussetzung

• Fachliche Expertise: Wissen zu kompetenzorientiertem Prüfen, digitalen Prüfungsformaten und rechtlichen Rahmenbedingungen.

• Zeit und Kapazitäten: Es steht ein ausreichendes Zeitkontingent der Projektbeteiligten zur Verfügung.

• Kooperation und Kommunikation: Abstimmung zwischen Hochschulen, Lehrenden und Studierenden zur Konsensbildung.

• Technische Infrastruktur: Zugriff auf digitale Tools und Plattformen für die Prüfungsgestaltung, Dokumentation und den Austausch.

• Verbindlicher Rahmen: Unterstützung durch die Hochschulen bzw. die Projektleitung, um die Ergebnisse nutzen und implementieren zu können.

Eignung

• Leitfaden und Glossar zeigen, dass ein gemeinsames Verständnis von Begriffen und Vorgehensweisen geschaffen wurde.

• Typologisierung und Best-Practice-Beispiele: Die Sammlung praxisnaher Beispiele zeigt, dass die Maßnahme auf unterschiedliche Hochschulstrukturen übertragbar ist.

• Feedback aus Austauschprozesse: Konsultationen mit Lehrenden und Studierenden sowie Befragungen oder Workshops zeigen, dass die Konzepte verständlich, anwendbar und akzeptiert sind.

• Evaluation des Onlinekurses

• Eine nachhaltige Verankerung zeigt sich, da Hochschulen die Vorgehensmodelle übernehmen oder in eigenen Prüfungskonzepten anwenden. Dies belegt die Übertragbarkeit und Wirksamkeit.

• Good Practice Lehrende als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Lehrende, die die entwickelten Leitlinien und Prüfungsmodelle erfolgreich umsetzen, dienen an ihrer eigenen Hochschule als Ansprechpersonen und erleichtern die Nachnutzung sowie die Verbreitung bewährter Konzepte.

Vorgehen/Schritte

Konzeptionsphase

• Er- und Aufbereitung des aktuellen Forschungsstands

Multiplikation der Ergebnisse

• Erarbeitung von Materialien (Glossar, Checklisten, Handreichungen)

• Workshops und Austauschformate

• Beratung von Mitarbeitenden und Lehrenden

Verstetigung der Materialien

• Good Practice Lehrende als Multiplikatoren: Lehrende, die Konzepte erfolgreich erproben, können an ihrer Hochschule die Anwendung verbreiten und als Vorbilder dienen.

• Der OPEN vhb Kurs "Kompetenzorientiert (digital) Prüfen" bündelt die erarbeiteten Ergebnisse

• Ergebnisse und Materialien werden auf der Website zur Verfügung gestellt

Hinweise

Effekte

Analysen des erstellten Onlinekurses zeigen, dass Projektergebnisse auch über Deutschland hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum auf Interesse stoßen.

Learnings

Neue Herausforderungen bieten wertvolle Lernchancen: Die Abläufe, Aufgaben und Rollen werden durch die Arbeit im internen Team schnell verstanden und durch den Austausch im Verbundprojekt lassen sich zusätzliche Perspektiven, Erfahrungen und Erkenntnisse zu an anderen Hochschulen bereits bewährten Prozessen und Lösungsansätzen gewinnen. So entsteht ein dynamischer Lernprozess, der die eigene Kompetenz stärkt und die Projektarbeit insgesamt verbessert.

Empfehlung

Maßnahmen, die hochschulübergreifend dazu führen sollen, Strukturen, Prozesse und Definitionen zu vereinheitlichen, müssen von allen Beteiligten getragen werden. Dieser Beteiligtenkreis geht je nach Vorhaben weit über Projektleitungen und Hochschulleitungen hinaus und betrifft auch Fakultäten, Gremien und Verwaltung. Es ist durchaus möglich, dass selbst innerhalb der einzelnen Hochschulen unterschiedliche Prozesse und Strukturen zum Themenbereich "kompetenzorientiert, digital Prüfen" bestehen. Vorhaben, die eine hochschulübergreifende Vereinheitlichung anstreben, müssen auch die hochschulinterne Kommunikation dazu im Blick behal-ten, unterstützen und ggf. lenken. Die bestehenden Positionen und Strukturen können schnell sehr komplex werden, sodass einerseits frühestmöglich mit diesen Prozessen begonnen werden muss, andererseits auch fortlaufend eingeschätzt werden sollte, wie realistisch eine Vereinheitlichung ist und ob Ressourcen- und Zeitaufwand dem angemessen sind.

Sonstiges

Gerade für Kernbereiche eines Projekts ist die Einplanung ausreichender Personalressourcen essenziell und sollte von Beginn an berücksichtigt werden. Ebenso sollte eine Nachbesetzungsstrategie bestehen, um der Herausforderung der Fluktuation in befristeten Projekt zu begegnen.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Design Thinking hilft, Materialien nutzerzentriert, praxisnah und mit neuen Ideen zu gestalten. Verschiedene Perspektiven und Wissensgrundlagen werden aktiv einbezogen, sodass die zu erstellenden Materialien von ihren Zielgruppen dann auch wirklich genutzt werden.
Formate
Alle Formate wie Leitfäden, Fact-Sheets, Checklisten, Glossare und der Onlinekurs haben sich entsprechend ihrer beabsichtigten Funktionen bewährt. Für eine Nutzung durch die Zielgruppen sind ein ansprechendes und übersichtliches Design und häufige Verweise auf die Materialien wichtig.
Technische Tools
H5P für interaktive Lernelemente. Benötigt Einarbeitung und ist nicht immer intuitiv, dennoch können die Ergebnisse sehr gut sein, sie erzeugen keine Folgekosten durch Lizenzen, sind dauerhaft editierbar und wiederverwendbar. H5P ist mit den meisten bestehenden Lernmanagementsystemen kompatibel.

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
GlossarLink aufrufen/Link/
Online-Selbstlernkurs Kompetenzorientiertes (digitales) PrüfenLink aufrufen/Link/
Website KompetenzorientierungLink aufrufen/Link/

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 100991
Projekt

Neu gedacht! – „Puzzle“-Lehre in der Restaurierung

Die Technische Hochschule Köln bietet den Studiengang Konservierung und Restaurierung von Schriftgut, Grafik, Fotografie und Buchmalerei als Bachelor und konsekutiv als Master an. Das Studium und die Lehre orientieren sich nur an Original- Objekten, was eine hohe Verantwortung, Aufmerksamkeit und ein enges Betreuungsverhältnis verlangt. Um der Lehre ein neues Gesicht zu geben, ziehen wir das Bild des Puzzelns heran: Stellen Sie sich ein Puzzle bestehend aus mehreren hundert Teilen vor. Manchmal fängt man ein Puzzle bei den Rändern an, manchmal fügen sich passende Teile zusammen. Eines gilt immer: nur was passt, gehört zusammen. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge die einzelnen Puzzleteile zusammengesetzt werden. Das „Puzzeln“ repräsentiert den Prozess des Studierens als ein frei wählbares Sammeln von Lehreinheiten, die den Neigungen und intrinsischen Kompetenzen der Studierenden entspricht. Im Zuge des BA-Studiums können sich Studierende ein individualisiertes Lehrportfolio zusammenstellen. Die Vermittlung anhand der „Puzzle“-Lehreinheiten entlastet die Dozierenden, bietet größtmögliche Wahlmöglichkeit für die Studierenden und steigert damit die Motivation und die Freude am Lernen und Studieren. Das Projektvorhaben besteht darin, die einzelnen „Puzzle“-Lehreinheiten zu produzieren, dabei wird es sich im Lehrvideos und bebilderte Anleitungen handeln, die Abläufe von Restaurierungsmethoden darstellen werden.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100745
Maßnahme

Feedback zur Lernzeit und ablenkungsfreie Lernumgebung

In unserer Studie zielten wir darauf ab, mithilfe von verschiedenen Interventionen, Ablenkungen zu minimieren und das Zeitmanagement und die Zielplanung zu verbessern. Wir wollten eine optimale Lernumgebung schaffen, die an das Persönlichkeitsprofil des Nutzers angepasst ist. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]

Maßnahme anzeigen
Publikation 100244

Enhancing Student-Centered Learning Environments: A Data-Driven Approach to Hybrid Lecture Room Classification and Resource Allocation

[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]

Publikation anzeigen