
Kompetenzorientierung durch Wissensmanagement
Die Maßnahme zielt darauf ab, Wissen im Projekt und darüber hinaus verfügbar zu machen, um digitale Prüfungen systematisch im Sinne des Constructive Alignment kompetenzorientiert zu gestalten. Neben Workshops und Austauschformaten sind die Erstellung von Materialien wie Leitfäden, Fact-Sheets, Checklisten, Glossaren und eines interaktiven Online-Selbstlernkurses zentrale Maßnahmen des Wissenstransfers und der Ergebnissicherung.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Die Maßnahme zielte darauf ab, Kompetenzorientierung im Verbundprojekt hochschulübergreifend zu verankern, obwohl die Strukturen, Strategien und Prozesse der beteiligten Hochschulen sehr unterschiedlich waren. Projektbedingte Fluktuationen sowie konkurrierende Prioritäten zwischen Hochschul- und Projektarbeit erschwerten zusätzlich die gemeinsame Umsetzung von Ergebnissen.
Herangehensweise
• Um den Herausforderungen hochschulübergreifender Strukturen, projektbedingter Fluktuation und unterschiedlicher Prioritäten zu begegnen, setzte die Maßnahme auf eine systematische Aufbereitung von Wissen zu digitalen, kompetenzorientierten Prüfungen.
• Um Fluktuation im Projektpersonal über verschiedene Hochschulen hinweg managen zu können, ist eine durchgehende Dokumentation und Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen hilfreich
• Das zur Verfügung stellen von Materialien mit Anpassungsmöglichkeiten an die Strukturen der einzelnen Hochschulen erhöht die Wahrscheinlichkeit der Adaption stark.
• Durch die Erstellung eines Glossars, die Typologisierung von Prüfungsformen und die Sammlung von Best Practices wurde ein gemeinsames Verständnis geschaffen, das über Hochschulen hinweg anschlussfähig ist.
Zusammenhang
Die Maßnahme wurde im Rahmen des Verbundprojekts ii.oo umgesetzt und erprobt. Der Fokus lag auf der systematischen Aufarbeitung und Konsolidierung von Wissen zu digitalen, kompetenzorientierten Prüfungen. Die Ergebnisse flossen in die Curriculumentwicklung sowie die Gestaltung von Lehr- und Prüfungskonzepten ein und wurden in Abstimmung mit Lehrenden und Studierenden getestet. So konnte die Maßnahme sowohl praxisnah als auch hochschulübergreifend erprobt und der Onlinekurs evaluiert werden.
Voraussetzung
• Fachliche Expertise: Wissen zu kompetenzorientiertem Prüfen, digitalen Prüfungsformaten und rechtlichen Rahmenbedingungen.
• Zeit und Kapazitäten: Es steht ein ausreichendes Zeitkontingent der Projektbeteiligten zur Verfügung.
• Kooperation und Kommunikation: Abstimmung zwischen Hochschulen, Lehrenden und Studierenden zur Konsensbildung.
• Technische Infrastruktur: Zugriff auf digitale Tools und Plattformen für die Prüfungsgestaltung, Dokumentation und den Austausch.
• Verbindlicher Rahmen: Unterstützung durch die Hochschulen bzw. die Projektleitung, um die Ergebnisse nutzen und implementieren zu können.
Eignung
• Leitfaden und Glossar zeigen, dass ein gemeinsames Verständnis von Begriffen und Vorgehensweisen geschaffen wurde.
• Typologisierung und Best-Practice-Beispiele: Die Sammlung praxisnaher Beispiele zeigt, dass die Maßnahme auf unterschiedliche Hochschulstrukturen übertragbar ist.
• Feedback aus Austauschprozesse: Konsultationen mit Lehrenden und Studierenden sowie Befragungen oder Workshops zeigen, dass die Konzepte verständlich, anwendbar und akzeptiert sind.
• Evaluation des Onlinekurses
• Eine nachhaltige Verankerung zeigt sich, da Hochschulen die Vorgehensmodelle übernehmen oder in eigenen Prüfungskonzepten anwenden. Dies belegt die Übertragbarkeit und Wirksamkeit.
• Good Practice Lehrende als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Lehrende, die die entwickelten Leitlinien und Prüfungsmodelle erfolgreich umsetzen, dienen an ihrer eigenen Hochschule als Ansprechpersonen und erleichtern die Nachnutzung sowie die Verbreitung bewährter Konzepte.
Vorgehen/Schritte
Konzeptionsphase
• Er- und Aufbereitung des aktuellen Forschungsstands
Multiplikation der Ergebnisse
• Erarbeitung von Materialien (Glossar, Checklisten, Handreichungen)
• Workshops und Austauschformate
• Beratung von Mitarbeitenden und Lehrenden
Verstetigung der Materialien
• Good Practice Lehrende als Multiplikatoren: Lehrende, die Konzepte erfolgreich erproben, können an ihrer Hochschule die Anwendung verbreiten und als Vorbilder dienen.
• Der OPEN vhb Kurs "Kompetenzorientiert (digital) Prüfen" bündelt die erarbeiteten Ergebnisse
• Ergebnisse und Materialien werden auf der Website zur Verfügung gestellt
Hinweise
Effekte
Analysen des erstellten Onlinekurses zeigen, dass Projektergebnisse auch über Deutschland hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum auf Interesse stoßen.
Learnings
Neue Herausforderungen bieten wertvolle Lernchancen: Die Abläufe, Aufgaben und Rollen werden durch die Arbeit im internen Team schnell verstanden und durch den Austausch im Verbundprojekt lassen sich zusätzliche Perspektiven, Erfahrungen und Erkenntnisse zu an anderen Hochschulen bereits bewährten Prozessen und Lösungsansätzen gewinnen. So entsteht ein dynamischer Lernprozess, der die eigene Kompetenz stärkt und die Projektarbeit insgesamt verbessert.
Empfehlung
Maßnahmen, die hochschulübergreifend dazu führen sollen, Strukturen, Prozesse und Definitionen zu vereinheitlichen, müssen von allen Beteiligten getragen werden. Dieser Beteiligtenkreis geht je nach Vorhaben weit über Projektleitungen und Hochschulleitungen hinaus und betrifft auch Fakultäten, Gremien und Verwaltung. Es ist durchaus möglich, dass selbst innerhalb der einzelnen Hochschulen unterschiedliche Prozesse und Strukturen zum Themenbereich "kompetenzorientiert, digital Prüfen" bestehen. Vorhaben, die eine hochschulübergreifende Vereinheitlichung anstreben, müssen auch die hochschulinterne Kommunikation dazu im Blick behal-ten, unterstützen und ggf. lenken. Die bestehenden Positionen und Strukturen können schnell sehr komplex werden, sodass einerseits frühestmöglich mit diesen Prozessen begonnen werden muss, andererseits auch fortlaufend eingeschätzt werden sollte, wie realistisch eine Vereinheitlichung ist und ob Ressourcen- und Zeitaufwand dem angemessen sind.
Sonstiges
Gerade für Kernbereiche eines Projekts ist die Einplanung ausreichender Personalressourcen essenziell und sollte von Beginn an berücksichtigt werden. Ebenso sollte eine Nachbesetzungsstrategie bestehen, um der Herausforderung der Fluktuation in befristeten Projekt zu begegnen.
Methoden
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