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Zum Projekt

Mikromodule („MiMos“)

Mikromodule (“MiMos”) sind 90-minütige, multimediale und interaktive Online-Selbstlerneinheiten. Sie enthalten Texte, interaktive Videos, Podcasts, Aufgaben/Quizze etc. Studierende können selbstständig wichtige überfachliche Kompetenzen für Studium und Berufsleben entwickeln, insbesondere in den Bereichen “Selbstorganisation” und “Umgang mit digitalen Medien und künstlicher Intelligenz”. Da sie als OER veröffentlicht werden, können Lehrende MiMos (bzw. einzelne Bestandteile) in ihrer Lehre einsetzen und anpassen, um zentrale fachunabhängige Kompetenzen zu fördern. Sie sind leicht über das Stud.IP-Lernmanagementsystem erreichbar und mit dem Courseware-Plugin bearbeitbar.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
e-Learning
Selbstlerneinheiten
Kompetenzerwerb
Blended Learning
Zielgruppe(n)
Professor:innen
Tutor:innen/stud. Mentor:innen
Studierende
Mitarbeiter:innen aus Service, Verwaltung & Wissenschaftsmanagement
Lehrbeauftragte
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Strukturelle Rahmenbedingungen
Vorgaben für Studienorganisation/Studienstrukturen entwickeln
Supportstrukturen entwickeln
Qualitätsmanagement entwickeln
Technisch-räumliche Infrastruktur
Studien-/Campusmanagementsysteme entwickeln
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln
Kommunikationsprozesse & Öffentlichkeitsarbeit entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Prüfungsformen/(Self-)Assessments entwickeln
Lehrkonzepte/-formate entwickeln
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Curricula/Studienprogramme entwickeln
Supportangebote
Beratungs-/Coachingangebote für die Lehre entwickeln
Angebote für Lernbegleitung und Studienberatung entwickeln
Angebote für Austausch und Kollaboration entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Oftmals ist es Lehrenden kaum bis gar nicht möglich, zentrale fachunabhängige Kompetenzen zu fördern , da z.B. Ressourcen fehlen. Deshalb wurden vielfältige Mikromodule entwickelt, die Lehrende in Ihrer Lehre (nach)nutzen können.

Ein besonderes Mikromodul-Format sind die „Geräteführerscheine“ des DigiLabs. In diesem Makerspace der Universität können eigene Projekte mit z.B. 3D-Druckern, Lasercuttern, Stickmaschinen umgesetzt und Digitalität gestaltbar und selbstwirksam erlebt werden.

Herangehensweise

Die MiMos sind fachlich fundiert und zielgruppenadäquat mit Courseware aufbereitet. Sie decken ein breites Themenspektrum ab. Ein Mikromodul zu erstellen, ist ein relativ aufwändiger Prozess, der umfangreiche Ressourcen erfordert und ein breites Spektrum an Expertisen. Andere Servicestellen der Universität, wie die Schreibwerkstatt des Sprachenzentrums oder die Koordinierungsstelle Professionalisierung, haben ihren Mehrwert erkannt und nutzen die Mikromodule ebenfalls, haben sogar selbst welche erstellt bzw. Projekte generiert, um weitere MiMos produzieren zu können. Dadurch ist auch das Ziel erreicht worden, die mit der Courseware möglichen Blended Learning Szenarien und die Beratungs- und Unterstützungsangebote des virtUOS in Bezug auf Infrastrukturen und Expertise an der Universität bekannter zu machen.

Zusammenhang

Die Mikromodule können im Stud.IP-Lernmanagementsystem abgerufen werden, indem man sich in der Stud.IP-Veranstaltung anmeldet, die das jeweilge MiMo enthält. Lehrende und Studierende können sich selbstständig ein- und austragen. Es gibt für Lehrende und Studierende separate Webseiten mit Erläuterungen, Tipps und einer Übersicht aller verfügbaren MiMos im Lehre Portal des virtUOS.

Voraussetzung

Relevant war vor allem die Verfügbarkeit umfangreicher Ressourcen zur inhaltlichen Erstellung und Aufbereitung der Mikromodule (Recherche & iteratives Erstellung der Inhalte). Des weiteren sind zu nennen die Anforderungs-/Bedarfsanalyse zur Themenauswahl inkl. Online-Umfrage, die Festlegung von Gestaltungsrichtlinien (zeitlicher/inhaltlicher Umfang, grafische Gestaltung, Art der Ansprache uvm.), Beratung/ Schulung von Mitarbeitenden anderer Serviceeinrichtungen zur Erstellung eigener Mikromodule, sowie umfangreiche (wiederholte) Hochschulmarketing-Maßnahmen zur Bekanntmachung der Mikromodule, die zum Teil in Kooperation mit der Stabsstelle Kommunikation & Marketing verwirklicht wurden (insbesondere über das LMS Stud.IP, mittels Flyer, Poster, Instagram-Posts und Reels, der MiMo-Übersichtsseiten im Lehre Portal des virtUOS).

Eignung

Am Beispiel des MiMos „Willkommen im KI-Dschungel“ konnte im Rahmen der Evaluation in einem Seminar der Berufs- und Wirtschaftspädagogik gezeigt werden, dass das Ziel erreicht wurde, Lehrende zu entlasten: Das MiMo wurde von den Studierenden selbstständig bearbeitet und im Anschluss besprochen, wofür eine Präsenz-Vorlesung im Semester ausfiel.

Die Schreibwerkstatt des Sprachzentrums nutzt das MiMo „Akademische Schreibprozesse gestalten“ regelmäßig in Schulungen. Die Koordinierungsstelle Professionalisierung nutzt verschiedene MiMos, u.a. zur Schulung ihrer Tutor*innen.

In den Sportwissenschaften wurde ein MiMo zum wissenschaftlichen Arbeiten verfasst, wofür Bestandteile anderer MiMos eingebettet wurde. Dies entspricht dem Ziel, freie Bildungsmaterialien an der Universität stärker zu fördern.

Die OER Materialen werden auch außerhalb der Universität Osnabrück genutzt. Das MiMos „Willkommen im KI-Dschungel“ wurde beispielsweise von der Universität Leuphana in das LMS Moodle übertragen.

Schritte

  1. Ausreichend zeitliche und personelle Ressourcen (insb. falls eigene Mikromodule erstellt werden sollen)

  2. Anforderungs-/Bedarfsanalyse an der eigenen Hochschule/Universität zur Identifizierung von Themen und Inhalten

  3. Die erarbeiteten MiMo-Strukturierungen (Stoffdichte, Seitendesign, Videos, Quizfragen) können von der Universität Osnabrück übernommen werden

  4. Metakognitive Hinweise (insbes. auf der Startseite) innerhalb des MiMos geben

  5. In der Tiefe variierenden Input (komplexere Texte vs. oberflächlichere/animierende Videos) und Evaluation integrieren

  6. Quizfragen mit leichtem bis mittlerem Komplexitätsgrad und konkrete Transferaufgaben mit Handlungsaufforderung zum selbst ausprobieren integrieren

  7. Kontinuierliche Hochschulmarketing-Maßnahmen zielgruppenorientiert mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf planen und ggf. delegieren.

  8. Eine Plattform zur Distribution der MiMos mit gutem Überblick über die verfügbaren Angebote und Kurzbeschreibungen (jeweils max 2-Sätze) ist ratsam

  9. Eine Plattform zur Distribution/Verlinkung der MiMos mit gutem Überblick über die verfügbaren Angebote und Kurzbeschreibungen (jeweils max 2-Sätze) is

Hinweise

Effekte

Die Sichtbarkeit der Blended Learning Möglichkeiten mit dem Stud.IP-Plugin Courseware wurde bei den Lehrenden erhöht. Der Austausch mit anderen Serviceeinrichtungen der Universität wurde gestärkt, sodass sich eine Identifikation neuer potenzieller Themen sowie allg. möglicher Kooperationsmöglichkeiten ergaben. Der Bekanntheitsgrad der umfangreichen technisch-didaktischen Supportmöglichkeiten des virtUOS innerhalb der Universität wurde erhöht.

Die Mikromodule zu Themen der Künstlichen Intelligenz können vsl. im Rahmen des EU AI Act als verbindlich zu absolvierende Pflichtangebote ausgeformt werden. In dem Fall ist ein Konzept zur Lizenzierung zu erarbeiten, anhand dessen die Absolvierung nachgewiesen werden kann.

Learnings

Die Evaluation zum Nutzungsverhalten ergab, dass sofern Videos verfügbar sind, Studierenden diese überwiegend zuerst anschauen und dann direkt versuchen, die Quizfragen zu lösen. Werden dadurch Wissenslücken erkannt, ziehen viele Studierende erst dann die bereitgestellten Texte ebenfalls heran.

Mikromodule wie Zeit- oder Wissensmanagement, Digitale Basisdienste der Uni sowie Prokrastination eigenen sich für die selbstständige Auseinandersetzung mit den Inhalten durch die Studierenden. Für komplexere Themen, wie die MiMos zur Künstlichen Intelligenz, ist für die Mehrzahl der Studierenden ein Blended Learning Setting empfehlenswert, bei dem die Inhalte im Anschluss gemeinsam mit den Lehrenden aufgegriffen werden.

MiMos für den universitätseigenen Makerspace eigenen sich eher für große, komplexe Maschinen. Ansonsten kann zielführender mit Kurzbeschreibungen im Papierformat direkt vor Ort im Makerspace gearbeitet werden.

Tipps

siehe die Schritte zum empfohlenen Vorgehen

Methoden

Empfohlen

Methoden
Arbeit in kleinen Teams (2- 3 Personen). Gemeinsame „(Mini)Sprints“ zur Erarbeitung der Inhalte. KI unterstützend nutzen, wo möglich und sinnvoll (z.B. Multiple-Choice-Fragen zu fertig erstellten Inhalten). Feedback-Schleifen agil einbauen.
Formate
Die Mikromodule sind mit einer Bearbeitungsdauer von ca. 90 Minuten in Bezug auf den Umfang selbstverständlich nur „Mikro“ im Vergleich zu einem semesterlangen Modul. Natürlich können aber auch nur einzelne Mikromodul-Inhalte übernommen und in anderen Formaten eingesetzt werden.
Technische Tools
Courseware-Modul im LMS Stud.IP mit Prüfungs-/Quiztool mit DSGVO-konformen Learning Analytics, alternativ WordPress in Kombination mit H5P, Limesurvey

Nicht Empfohlen

Methoden
Eng getaktete Deadlines zur Veröffentlichung sind aufgrund von benötigten Feedbackschleifen, Ressourcenkonflikten und ohne „Developing-Sprints“ schwer einhaltbar. Ohne Erfahrungswerte sollte ein Mikromodul nicht von einer Einzelperson entwickelt werden.
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Mikromodul-Übersichtsseite LehrendeLink aufrufen/Link/

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