
Vernetzung mit Akteuren der Lehrkräftebildung
Das Zentrum Lehrkräftebildung hat während der Förderphasen und darüber hinaus in der Vernetzung von DigiTeLL-Teilprojekten mit universitären und außeruniversitären Stakeholdern gearbeitet. Durch die fachliche Ausrichtung des Zentrums Lehrkräftebildung hat sich so ein engerer Kontakt mit der Goethe Lehrkräfteakademie, der Hessischen Lehrkräfteakademie und Kontakten in der dritten Phase des Lehrberufs ergeben. Die Vernetzung erfolgte zwecks Transfers der Projektergebnisse und auch deren Weiterentwicklung (durch zusätzliche Anregungen von Dritten).
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Eine Herausforderung in der universitären Projektarbeit ist oftmals der mangelnde Austausch von Projektteam und Zielgruppe. Durch die Vernetzungsarbeit konnte ein direkter Kontakt zwischen einerseits Lehramtsstudierenden, angehenden Lehrkräften in der schulischen Ausbildungsphase sowie bereits im Beruf stehenden Lehrkräften und andererseits dem Projekt hergestellt werden, wodurch wertvolle Rückmeldungen aus der Praxis in die Projektdesigns eingearbeitet werden konnten.
Herangehensweise
Durch die Kooperation mit Einrichtungen wie der Goethe Lehrkräfteakademie konnten Kontakte zur Hessischen Lehrkräfteakademie hergestellt werden, die zur Teilnahme an den Landesfachtagen 2023 und 2024 führte. In diesem Umfeld konnten die Teilprojekte wertvolles Feed-back auf ihre Projektdesigns von Lehrkräften im aktiven Dienst einholen und weiterverarbeiten. Learning Designs, die auch auf die schulische Lehre bezogen werden konnten, erhielten so eine weitere Feedbackschleife.
Zusammenhang
Die Vernetzungsvorgänge wurden in individuellen Beratungsterminen und einem umfangreichen "Onboarding-Workshop" mit allen Teilprojekten besprochen. Dann folgte eine projektspezifische Begleitung durch das Zentrum Lehrkräftebildung für diejenigen Projekte mit Bezug zur Lehrkräftebildung.
Voraussetzung
Die digitale Infrastruktur des Projekts (Confluence) war essenziell, um den Austausch zwischen den Teilprojekten zu fördern. Darüber hinaus konnten die Teilprojekte in der Blogstruktur von Confluence über aktuelle Vernetzungsmöglichkeiten informiert werden. Die Vernetzung mit außeruniversitären Stakeholdern erfolgte daraufhin im persönlichen Gespräch.
Darüber hinaus waren zyklisch stattfindende Hospitationen bei den Teilprojekten sinnvoll, um Rückfragen zur Struktur der Learning Designs und deren Einsatz in Lehrveranstaltungen zu stellen. Nach jeder Hospitation wurde zudem eine umfangreiche Rückmeldung an die Teilprojekte formuliert, die neben konstruktiver Kritik neue Vernetzungsmöglichkeiten enthielt.
Eignung
Nachnutzende können anhand der umfangreichen Dokumentation der Teilprojekte auf der universitären Plattform „Lehre virtuell“ alle gewünschten Informationen zum Learning Design und Einsatzszenario der Lerninhalte entnehmen. In der Rubrik „Lessons Learned“ werden außerdem Praxiseindrücke der Teilprojekte aus dem Lehrkontext geschildert.
Vorgehen/Schritte
- transparente Darstellung der Vernetzungsmaßnahmen und -wünsche
- Kommunikationskanäle zwischen Zentrum und möglichen Vernetzungspartner*innen sollten etabliert sein
- periodische Abfrage zu neuen Vernetzungsbedarfen
Hinweise
Effekte
Die Teilprojekte haben durch die Erstvernetzung weitere Anlaufstellen identifiziert und weiterführende Kooperationen mit anderen DigiTeLL-Projekten angestoßen, auch über verschiedene Förderphasen hinaus.
Learnings
Größtes Learning aus dem Projekt war die Bedeutung der Fachzentren im Bereich der Vernetzung und Beratung von Teilprojekten. Das Fachzentrum Lehrkräftebildung spielte beispielsweise eine zentrale Rolle in der Vernetzung der DigiTeLL-Teilprojekte mit außeruniversitären Stakeholdern (Hessische Lehrkräfteakademie / Lehrkräfte im Schuldienst), wodurch eine koordinierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert und ermöglicht werden konnte. Der kontinuierliche Kontakt zur schulischen Praxis stellt zudem sicher, dass Theorie und Praxis sinnvoll verzahnt werden und die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte realitätsnah und bedarfsgerecht erfolgt - ein Praxisbeispiel ist hier der intensive Austausch im Kontext der Landesfachtage.
Tipps
Um den fachbereichsübergreifenden Austausch von Teilprojekten zu fördern, konnte das DigiTeLL-Projekt auf die an der Goethe-Universität bereits etablierte Strukturen der Fachzentren Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Lehrkräftebildung zurückgreifen. Die Zentren dienten während der Projektlaufzeit als direkter Zugang zu den Fachdisziplinen und konnten durch Beratungs- und Vernetzungsarbeit maßgeblich zum Erfolg der Teilprojekte beitragen. Diese einzigartige Struktur, die durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Rahmenstrukturen und Teilprojekten gefördert wurde, hat zum einen für einen regen Austausch zwischen den Disziplinen gesorgt, zum anderen jedoch auch die Vernetzung mit externen Stakeholdern, wie der Hessischen Lehrkräfteakademie ermöglicht.
Methoden
Empfohlen
Nicht empfohlen
Kontakt
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