
Medizin studieren für die Realität - Virtuelle Technologien für Stressresistenz in der Chirurgie
Die Medizin stellt in Studium und anschließender Weiterbildung hohe Ansprüche an Studierende. Ein großer fachlicher Wissensschatz, praktische Fertigkeiten und eine gute Kommunikation sind dabei notwendig. Diese gilt es allerdings auch in kritischen Situationen abrufen zu können. Überfüllte Notaufnahmen oder schwerstverletzte Patienten im Schockraum, aber auch Gespräche mit Angehörigen und Mitteilungen komplexer Diagnosen sind Situationen mit hohen kognitiven und psychischem Ansprüchen. Zusätzlich können äußere Stressoren wie Zeitdruck, subjektive Überforderung oder störende Anrufe z.B. im Rahmen von Operationen auftreten. Dies gilt es für junge Ärztinnen und Ärzte zu meistern, um im Beruf langfristig erfolgreich und gesund arbeiten zu können. Jedoch existieren bisher keine strukturierten Lehrveranstaltungen für derartige Coping Strategien. Die Virtuelle Realität (VR) stellt dabei eine Technologie dar, mit der sich derartige Szenarien erstmals realitätsnah in sicherer Umgebung abbilden lassen. Ziel des skizzierten Projektes ist die Entwicklung einer Lehr- und Lerneinheit für den Umgang mit Stresssituationen sowie von VR Trainingseinheiten zur Simulation selbiger. Dabei ist die Realitätsnähe und entsprechende Interaktionsmöglichkeiten ein wichtiger Aspekt um den Lerneffekt nachhaltig zu gestalten. Inhaltlich soll die Vermittlung von Bewältigungs- und Lösungsstrategien durch interdisziplinäre Kooperationen erfolgen. Medizinstudierende werden bereits konzeptionell eingebunden.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Future Engineering Education in the Context of AI
Generative KI, LLMs und agentische KI verändern bereits heute alle Ingenieurdisziplinen. Sie automatisieren Routinetätigkeiten und greifen aktiv in Entwurf, Simulation und Qualitätssicherung ein. Da aktuelle Studiengänge und Curricula diese Entwicklungen kaum berücksichtigen, entsteht eine zunehmend größere Qualifizierungslücke wir bilden weiterhin für eine Arbeitswelt ohne KI aus. Künftige Ingenieur:innen müssen jedoch KI zur Effektivitätssteigerung einsetzen, Ergebnisse kritisch prüfen und absichern sowie verantwortungsvoll in Lösungen überführen können. AI4Eng schließt diese Lücke mit dem Studiengang AI-Augmented Engineering. Die Innovationskraft entfaltet sich dabei auf drei Ebenen: Richtig lehren: Vermittlung zukunftsrelevanter Ingenieur:innenkompetenzen wie AI Literacy und ethisches Urteilsvermögen, damit Mensch und KI kollaborativ Probleme lösen.Richtig lernen: Projektorientierte Lernformate schaffen reale Anwendungssituationen, in denen Studierende KI-Werkzeuge ausprobieren, reflektieren und Verantwortung für ihr Vorgehen übernehmen.Gemeinsam (weiter-)entwickeln: Curricula werden als lernende Systeme verstanden, die gemeinsam mit Studierenden, Industrie und Gesellschaft kontinuierlich an neue KI-Lösungen angepasst werden.Modellcharakter haben sowohl das Studiengangskonzept als auch seine Entwicklungslogik: OER, Kompetenzmodelle und Netzwerke ermöglichen einen hochschulübergreifenden Transfer und machen die akademische Ingenieurausbildung zukunftsfähig.
Projekt anzeigen
Erstellung eines Escapespiels für die Vorlesung[.]
Erstellung eines Escapespiels für die Vorlesung Allgemeine Chemie Wir haben für das Escapespiel Rätsel & eine Story konzipiert. Diese haben wir dann in Moodle und H5P realisiert. Anschließend haben wir das Spiel mit KollegInnen und Studierenden getestet. Das erhaltene Feedback haben wir direkt ins Spiel eingebaut. Jedes Foto, Video oder andere Medien haben wir selber erstellt, um das Spiel anschließend als OER zur Verfügung stellen zu können. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Maßnahme anzeigen
Schütze, Judith & Gerlach, Jana (2026). Gender- und intersektionale Perspektiven für eine diskriminierungssensible Lehrgestaltung.
Eine diskriminierungssensible Lehre birgt nicht nur das Potenzial, institutionalisierte Ungleichheitsdynamiken zu unterbrechen, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, neue (Selbst-)Erkenntnisse zu gewinnen. Gender- und intersektionale Perspektiven unterstützen Lehrende dabei, ihre Rolle als Lehrperson sowie ihre Lehrpraxis kritisch zu reflektieren, strukturelle Ungleichheiten und Barrieren in Lehr- und Lernprozessen zu erkennen und abzubauen sowie Lernräume so zu gestalten, dass sich alle respektiert und repräsentiert fühlen.
Publikation anzeigen