
Barrierefreiheitsberatung für Lehr-/Lernsettings
Umsetzungsoptionen digitaler Barrierefreiheit mussten vermittelt werden. Kollegiale, der Binnenlogik des jeweiligen Projekts angepasste Einzelberatung führte zum Erfolg. Barrierefreiheit nützt allen und ist ein verpflichtendes Prinzip, aber noch nicht Allgemeingut: Ressourcen und Kreativität aktivieren!
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Barrierefreiheit steigert die Nutzbarkeit von Learning Designs für Menschen in unterschiedlichsten Ausgangssituationen (technisch, sozial) und ermöglicht chancengerechte Teilhabe. Ihre Prinzipien müssen zunächst verstanden und dann mit begrenzten personellen und materiellen Ressourcen unter Zusatzaufwand umgesetzt werden. Hierfür sind kreative und wirksame Lösungen (Technik und Didaktik) zu finden.
Herangehensweise
Durch kollegiale Beratung und konsequente Lösungsorientierung entlang der fachspezifischen Herausforderungen des Projekts gelang es meist, pragmatische, annähernd normgerechte Lösungen zu finden. Kreativität und eine Orientierung an den (Barrierefreiheits-)Bedürfnissen der späteren Nutzer*innen war ein Schlüssel. Manchmal genügte auch die Dokumentation bereits im Konzept angelegter Barrierefreiheitsmaßnahmen oder begrenzte Umsetzungsmöglichkeiten und Optionen zur Einzelfallhilfe (Abhilfe in konkreten Problemsituationen, angemessene Vorkehrungen statt systematischer Barrierefreiheit) mussten einsichtig gemacht werden.
Zusammenhang
Die Beratung (+Workshops) erfolgte, zu Beginn der Projektlaufzeit sowie Projektbegleitend. Um den Projektentwickelnden, die vielfach noch nicht mit der Thematik digitaler Barrierefreiheit vertraut waren, einschlägige Kenntnisse zu vermitteln, gaben wir fachliche Inputs auf / Workshops. Die zentrale Herausforderung besteht darin, in einem fachlich hochspezifischen Kontext Barrierefreiheit ohne Expert*innen-Unterstützung mit begrenzten personellen und hardware-seitigen Ressourcen umzusetzen.
Voraussetzung
Die große Aufgeschlossenheit und die Offenheit aller Seiten für eine kollegiale Beratung ermöglichte ein solches Vorgehen. Im Projektverlauf zeigte sich aber, dass die Anwesenheit bei Beratungsterminen nachließ. Zeit- und Ressourcenknappheit bei einer sachlich komplexen Anforderungssituation (inhaltlich adäquate Barrierefreiheitslösungen schaffen) erwies sich als größte Herausforderung.
Eignung
Die umgesetzten Barrierefreiheitsaspekte in den einzelnen Teilprojekten (Partnerships) sprechen für einen Erfolg der Maßnahme. Da horizontal aufoktroyierte Änderungen zur Erreichung der Barrierefreiheit weder zielführend noch durchsetzbar wären und ein externes Servicecenter zur Umsetzung von Maßnahmen nicht zur Verfügung stand, erscheint ein lösungsorientiertes, kollegiales Vorgehen sachlich wie persönlich als die beste Option.
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Flexibel kombinierbare Cross-Reality Labore in der Hochschullehre: zukunftsfähige Kompetenzentwicklung für ein Lernen und Arbeiten 4.0
Konzepte zur Digitalisierung der Laborausbildung wie Simulationen, virtuelle Laborumgebungen oder Remotelabore, die unter dem Sammelbegriff Cross-Reality-Labore (CrossLabs) zusammengefasst werden, haben nicht erst in der aktuellen Pandemiesituation ihre Leistungsfähigkeit und Flexibilität bewiesen. Obwohl das Potenzial einer hochschulübergreifenden Nutzung offensichtlich ist, bleiben diese aber hochschul-lokal isoliert. Trotz inhaltlicher Überdeckung lassen sich die festgefügten Installationen, die auf die didaktischen Erfordernisse an einem Standort zugeschnitten wurden, nicht aus dem Kontext (Vorkenntnisse der Studierenden, individuelle Schwerpunkte, Umfang der Aufgabenstellung) einer anderen Hochschule heraus nutzen. CrossLab zielt auf die Etablierung eines hochschulübergreifenden, interdisziplinären Netzwerkes von digitalisierten Labormodulen, die vergleichbar mit den Konzepten der Industrie 4.0, bedarfsbezogen in einer Lernumgebung für studierenden-zentrierte Lehre kombiniert werden können. Dafür werden durch die Partner TU Bergakademie Freiberg, TU Ilmenau, TU Dortmund und der NORDAKADEMIE sowohl auf didaktischer, technischer und organisatorischer Ebene Lösungen entwickelt und evaluiert.
Projekt anzeigen
Digitaler Fachbereich: Flexibilisierung der Hochschullehre
Im Rahmen des Teilprojektes "Digitaler Fachbereich" wurde die Maßnahme „Flexibilisierung der Hochschullehre“ an den Pilotfachbereichen bauen-kunst-werkstoffe (b-k-w) und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) durchgeführt und flexible Studienmodelle entwickelt. Ziel war es, analoge, digitale und hybride Lehr‑ und Lernangebote optimal miteinander zu kombinieren, asynchrone Selbstlernphasen (durch erhöhte Anteile von z. B. Blended‑Learning, Flipped Classroom, digitale Selbstlerneinheiten) einzuführen und die Rhythmisierung von Lehrveranstaltungen anzupassen, um eine höhere zeitliche, örtliche und inhaltliche Flexibilisierung zu erreichen.
Maßnahme anzeigen
Studentische Partizipation weiterdenken: Gelebte Mitbestimmung als Zukunftsaufgabe der Hochschule
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen