Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Arbeitsstruktur-/Prozessanalysen im Verbund

Im Rahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung im Verbundprojekt D2C2 soll auch sicherge-stellt werden, dass die Mitarbeitenden im Verbund gut zusammenarbeiten. Hierfür werden geeignete Arbeitsstrukturen und Prozessabläufe benötigt, die den unterschiedlichen Projektphasen gerecht werden. Als Maßnahme wurde regelmäßig erfasst, wie die Strukturen und Prozesse genutzt bzw. um-gesetzt werden. Dies erfolgt über regelmäßige interne Online-Befragungen mit den Verbundmitarbei1. Projektkoordinationtenden, qualitativen Feedbacks während der Treffen.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Projektkoordination
Verbundstrukturen
Verbundarbeit
Arbeitsprozesse
Befragung
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Es ist herausfordernd, die vielfältigen Bedürfnisse und Anforderungen von zeitweise über 40 Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Hochschultypen und Fachkulturen sowie mit heterogenen Rollen und beruflichen Hintergründen, zu berücksichtigen. Die Maßnahme soll der Heterogenität Rechnung tragen, Kommunikation und Zusammenarbeit stärken, schwerer erreichbare oder zurückhaltende Personen einbinden und flexible, anpassungsfähige Arbeitsstrukturen und -prozesse ermöglichen.

Herangehensweise

Um der genannten Herausforderung zu begegnen, wurden Online-Befragungen mit den Verbundmitarbeitenden durchgeführt. Diese Befragung fanden drei Mail, mit einem etwa jährlichen Abstand, statt. Es wurden verschiedene Aspekte wie Teamgefühl, die Arbeit mit den inhaltlichen Ansätzen (Students as Partners, Scholarship of Teaching and Learning), die Aktivitäten der Projektkoordination, die verschiedenen Kommunikationskanäle oder die Eingebundenheit der Verbundmitarbeitenden an ihren Hochschulen erhoben. Darüber hinaus wurden die Frequenz, Ziele und Notwendigkeit der Austauschformate auch mündlich bzw. über Feedbacktools abgefragt.

Zusammenhang

Im Rahmen der Tätigkeiten der Verbundkoordination, die auch die Qualitätssicherung und -entwicklung umfasste.

Voraussetzung

• geeignete und die Anonymität gewährende Befragungstools

• zeitliche Ressourcen und fachliche Kompetenz zur Konzeption, Durchführung und Auswertung von Befragungen zu Arbeitsprozessen

• Bereitschaft und Zeit zur Teilnahme an wiederholten Befragungen

• Bereitschaft und Interesse von Projektkoordination und -mitarbeitenden gemeinsam über die erfassten Daten zu sprechen und Arbeitsprozesse anzupassen.

Eignung

• großes Interesse an der Maßnahme, als darüber in einer Gruppe von Verbundkoordinator*innen gesprochen wurde

• Befragungsergebnisse waren auch Grundlage für die inhaltliche Ausrichtung der Verbundtreffen

Vorgehen/Schritte

1. Wägen Sie ab, ob eine Befragung für Ihre Verbundgröße und -struktur das richtige Tool ist – Online-Befragung lohnt sich, aus unserer Sicht, für große Verbünde).

2. Definieren Sie, zu welchen Schwerpunkten Sie eine Rückmeldung der Mitarbeitenden benötigen und überlegen Sie, wie partizipativ der Prozess bereits in der Erstellung des Fragebogens sein soll, indem Sie ggf. 1-2 Personen außerhalb der Koordination um Mitarbeit bitten. Sprechen Sie im Verbund über ihr Vorhaben und das Warum.

3. Recherchieren Sie die entsprechenden Konstrukte (z.B. Netzwerkmerkmale, wie Kommunikations-strukturen, Wirkung nach außen, gemeinsame Ziele und Visionen), um sie klar definieren zu können und ggf. entsprechende existierende Fragebögen zu finden.

4. Es macht Sinn, zum Start eines Verbundes auch soziodemographische Daten (Länge der Arbeitstä-tigkeit, in dem Arbeitsfeld, an der Uni...) zu erfragen. Das erhöht Sensibilität für bestimmte Bedarfe und Voraussetzungen. Wählen Sie die soziodemografischen Daten nur so detailliert, dass Sie anhand der Daten keine Rückschlüsse auf einzelne Personen ziehen können (nur nach Hochschultyp, statt nach Hochschulnamen zu fragen, wenn diese Variable dann noch Erkenntnis bringt).

5. Gestalten Sie Ihren Fragebogen aus geschlossenen und offenen Fragen, dort wo sie mehr Informati-on benötigen bzw. die Ausgangslage Ihnen unbekannt ist. Entscheiden Sie sich bei den quantitativen Fragen für eine passende Skala und legen Sie fest, ob sie eine Mitte zulassen wollen oder eher Tendenzen feststellen wollen.

6. Testen Sie den Fragebogen bzw. lassen Sie ihn testen, spätestens wenn er in ein Online-Tool umgesetzt wurde. Und setzen Sie das Feedback in der Gestaltung der Fragen bzw. den technischen Schwierigkeiten im Fragebogen um.

7. Verfassen Sie ein Anschreiben bzw. einen einladenden Text, der dazu motiviert an der Befragung teil-zunehmen und räumen Sie einen adäquaten Zeitraum zur Bearbeitung ein. Planen Sie eine erste und ggf. zweite Erinnerung ein.

8. Werten Sie die Daten entsprechend Ihren Fragestellungen aus. Bereiten Sie eine Ergebnispräsentati-on vor und planen Sie ein Format, dass es erlaubt, partizipativ über Schlussfolgerungen aus den Be-fragungsdaten zu sprechen. Legen Sie bei eindeutigen Teilergebnissen direkte Vorschläge vor und fragen Sie hier nur nach starken Widerständen.

9. Passen Sie die Arbeits- und Kommunikationsstrukturen entsprechend an.

Hinweise

Effekte

Erwarteter Effekt: Koordination muss sich auch auf negatives Feedback einstellen.

Unerwartete Beobachtung: Es gab kaum Interesse an den Ergebnissen der Befragung.

Learnings

Die Befragungsergebnisse zeigen Tendenzen auf und schaffen eine Argumentationsgrundlage für Interventionen. Sie ersetzen jedoch nicht das persönliche Gespräch.

Befragung hat Hinweise darauf gegeben, wie stark mit den Ansätzen Students as Partners oder SoTL gear-beitet wird und welche Rolle diese bei den täglichen Aufgaben spielen. Außerdem wurde deutlich, welche Rollen die Mitarbeitende einnehmen, was Anhaltspunkte dafür bot, ob das Einnehmen neuer Rollen – beim Wechsel der Projektphasen – noch stärker initiiert/begleitet werden kann.

Methoden

Empfohlen

Technische Tools
Die Evaluationssoftware "Evasys" eignet sich auch für Personen, die weniger Kompetenzen in der quantitativen Evaluation Befragung und Auswertung haben.

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Fragebögen zu den D2C2-Verbundbefragungen (2022-2024)DownloadDie Handreichung enthält die Fragebögen, die zur internen Verbundbefragung in D2C2 in den Jahren 2022, 2023 und 2024 verwendet wurden.CC-BY-SA 4.0PDF498.25 kB

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101278
Projekt

START RECORD: Der KSK-Podcast

Das Projekt ,StartRec’ stellt eine aufbauende Lehrveranstaltung im Rahmen der Pflichtmodule ,Ko?rper–Stimme–Kommunikation’ (KSK) an der Universität Leipzig dar. Die KSK-Module durchlaufen alle Lehramts- sowie Wirtschaftspädagogik-Studierende (ca. 650 pro Semester). Sie tragen den besonderen Anforderungen des sprechintensiven Berufs Rechnung, denn professionelle stimmlich-sprecherische und kommunikative Kompetenzen sind grundlegende Voraussetzungen für das Gelingen von Unterricht und für dauerhafte berufliche Leistungsfähigkeit. Im Rahmen von ,StartRec’ erstellen die Studierenden anknüpfend an ihr KSK-Grundlagenwissen OER-Podcasts, welche Teil einer stetig wachsenden Podcast-Reihe zum Thema ,Kommunikation in der Schule’ sind. Durch die Erstellung von Podcasts erwerben die Studierenden zugleich sprechwissenschaftliche als auch medienpraktische Kompetenzen. Insbesondere das medienpraktische Wissen soll im multiplikatorischen Sinne auch an Schüler:innen weitervermitteln werden können. Die erworbenen Fähigkeiten werden im fertigen Medienprodukt sichtbar und können in der Hoch-/schullehre nachhaltig und breitenwirksam genutzt werden. Im Rahmen der Projektphase ,Freiraum 2023’ wird zunächst Lehr-Lern-Material generiert, welches den Studierenden wichtige Hilfestellungen für die Realisierung von eigenen digitalen Lerninhalten vermittelt. Anschließend findet eine Pilotierung der Lehrveranstaltung inkl. Podcast-Erstellung statt.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100501
Maßnahme

WissensWert – Lehren und Lernen an der Uni Bremen

WissensWert – Lehren und Lernen an der Uni Bremen (WWUB) ist die zentrale Wissensplattform der Universität Bremen für Lehrende und alle, die sich mit Hochschullehre beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen regelmäßig erscheinende Artikel zu aktuellen Themen, Trends und Herausforderungen rund um Lehren und Lernen. Die Beiträge bieten Orientierung, ordnen Entwicklungen ein und zeigen praxisnahe Lösungsansätze für die Gestaltung von Lehre auf. Zudem können Lehrende ihr Wissen, ihre Materialien und Beispiele guter Praxis einbringen und so Impulse für andere Lehrende geben. So führt WissensWert relevantes Wissen an einem Ort zusammen und macht es für die Lehrpraxis leicht zugänglich.

Maßnahme anzeigen
Publikation 100173

Be Students not Strangers Englisch Fragenset

In this series you will find the questionnaire Be Students not Strangers for direct use in class. You will also find further information on its development, as well as additional literature on student participation and sense of community in the tutorial file. The question set was developed by the Co3Learn project to facilitate students’ first steps in class and promote the creation of sustainable learning communities. The Students not Strangers question set includes methods for students to get to know each other, as well as check in with one another. The questions encourage dialogue in small groups, go beyond the usual small talk, and create a space for participants to connect, while encouraging self-reflection among participants. Employing these questions not only creates a sense of belonging that not only improves the in-class climate, but also supports learning and fosters active participation. The question set can be easily integrated into classes and provides an effective stimulus for collaborative and supportive learning.

Publikation anzeigen