
Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected
Das Projekt D2C2 adressiert vier Herausforderungen von zehn sächsischen Hochschulen sowie der BA Sachsen: (1) digitale Kompetenzen von Studierenden in der grundständigen Lehre entwickeln, (2) didaktisch fundierte digitalisierte Werkstatt- und Laborarbeit ermöglichen, (3) den didaktisch fundierten Einsatz eines OER-Aufgabenpool für Mathematik als Grundlagenfach etablieren und (4) ein gemeinsames didaktisches, technisches und rechtliches Verständnis für digitale Prüfungen schaffen. Dies wird in sechs "fachspezifischen Professional-Learning-Communities" umgesetzt: Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Psychologie (Psychotherapie), Gesundheits-/Sozialwesen und Kunst/Gestaltung. Um die Digitalisierung des Lehrens und Lernens in den Disziplinen zu realisieren, wird konsequent und umfassend auf die Ansätze "Students as Partners" und "Scholarship of Teaching and Learning" gesetzt. Die Gesamtkoordination liegt beim Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS). Die Prorektor:innen der HDS-Leitung bilden den Lenkungskreis. Der Wissenschaftliche Beirat des HDS und der Arbeitskreis E-Learning der Landesrektorenkonferenz Sachsen bilden den Projektbeirat.
Auf einen Blick
Ausführliche Beschreibung
Die disziplinspezifische Weiterentwicklung der Hochschullehre im Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden bildete den Kern des Projekts „Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected”. Auch nach Projektende bestehen vier Netzwerke fort: Kunst & Gestaltung, Informatik, KI und XR. Mehr dazu erfahren Sie auf der Webseite der HD-Sachsen unter abgeschlossene Projekte D2C2.Die im Projekt geschaffenen fachspezifischen Lehr-Lernszenarien und Handreichungen und Selbstlernkurse wurden dokumentiert und in der vom Land Sachsen finanzierten „Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) - dem Netzwerk von Hochschuldidaktiker*innen an den sächsischen Hochschulen unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Bade bekannt gemacht. SoTL-Projekte wurden über die Alumni& Best-Practice Datenbank der HDS veröffentlicht. Ein Themenheft zum Projekt komplettiert die zahlreichen Veröffentlichungen.
Die Projekterfahrungen zeigen deutlich, wie stark Hochschullehre von politischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und juristischen Bedingungen geprägt ist. Pandemiebedingte Digitalisierungsschübe, postpandemische Ermüdungserscheinungen, die breite Verfügbarkeit von KI-Tools sowie gesetzliche Änderungen stellten zentrale Einflussfaktoren dar.
Fachspezifische Professional Learning Communities (fPLC)
Der Aufbau von fünf fachspezifischen Communities bildete eine zentrale Maßnahme. Zudem entstand eine fachübergreifende XR-Community. Insgesamt zeigt sich der Austausch – sowohl fachintern als auch interdisziplinär – als wertvoll für die Lehrentwicklung. Gleichzeitig wirkten fehlende Zeit, unsichere Beschäftigungsverhältnisse und personelle Fluktuation hemmend. Communities funktionieren häufig projekt- oder themenspezifisch und können zeitlich begrenzt sinnvoll sein. Entstandene persönliche Vernetzungen behalten jedoch über das Projekt hinaus Relevanz.
Weiterentwicklung der Lehre entlang der Digital Turning Points (DTP)
Die DTP-Kolleg*innen übernahmen die Rolle fachnaher Beratender. Dafür mussten sie sich zunächst selbst in digitale Themen einarbeiten. Der Wissenstransfer erfolgte über Workshops und Austauschformate. Geplante Erprobungen digitaler Lehr- und Prüfungsszenarien im Rahmen von SoTL wurden nur teilweise umgesetzt, vor allem aufgrund knapper Zeitressourcen. Ein Anstieg entsprechender Vorhaben ab dem dritten Projektjahr zeigt jedoch die Wirkung zunehmender Vertrautheit mit den Themen.
Hochschuldidaktische Prinzipien
Drei Konzepte prägten das Projekt:
• Students as Partners (SaP): Erfolgreich war Partizipation dort, wo Macht- und Ressourcenunterschiede offen reflektiert und strukturelle Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen wurden. SaP erwies sich als verbindendes Element aller Projektbereiche.
• Decoding the Disciplines (DtD): DtD verlangt beraterische Kompetenzen sowie belastbare Kooperationsbeziehungen. Als Ansatz zur Verbesserung interdisziplinären Verständnisses bietet er Potenzial, benötigt aber längere Übungs- und Begleitphasen.
• Scholarship of Teaching and Learning (SoTL): Unterschiedliche SoTL-Verständnisse machten eine präzise Begriffsklärung notwendig. SoTL erfordert Zeit, institutionelle Unterstützung und Reflexionsbereitschaft und kann als gemeinsamer Entwicklungsraum zwischen Hochschuldidaktik und Lehrenden wirken.
Die Implementierung dieser Prinzipien kann langfristig hochschulweit Transformationen anstoßen, verlangt jedoch kontinuierliche Professionalisierung und Reflexion.
Projektstruktur und Zusammenarbeit
Die Projektlogik folgte einer dreidimensionalen Matrix aus (1) Lehrenden und Studierenden von elf Hochschulen, (2) fünf fachlichen Communities und (3) vier thematischen DTP-Schwerpunkten. Diese Struktur ermöglichte Interdisziplinarität, führte jedoch anfänglich zu hoher organisatorischer Komplexität und entsprechend intensiven Abstimmungsprozessen.
Stärkung der verbundinternen Zusammenarbeit
Bedarfsorientierte Weiterbildungs- und Austauschformate erwiesen sich als zentral für Kooperation, Informationsfluss und gegenseitiges Verständnis. Interdisziplinarität entstand insbesondere dort, wo Raum für gemeinsames Arbeiten geschaffen wurde. Insbesondere in den frühen Projektjahren unterstützten diese Formate die Vernetzung über Themen- und Hochschulgrenzen hinweg.
Ein wesentliches Fazit betrifft die Nachhaltigkeit digitaler Produkte: Wartungs- und Hostingkosten müssen bereits zu Projektbeginn mitgedacht und langfristig gesichert werden.
Kontakt

Social Media für Verbundprojekte
Je nach Projektart ist Öffentlichkeitsarbeit notwendig, um verschiedenste Zielgruppen zu erreichen, um Veranstaltungen zu bewerben, aber auch um Erkenntnisse außerhalb des Projektes sichtbar zu machen. Da es sich bei D2C2 um ein Verbundprojekt mit vielen beteiligten Hochschulen handelt, entstand zusätzlich der Bedarf, Entwicklungen in Teilprojekten auf informellem Weg nach innen hin sichtbar zu machen. Social Media als ÖA sollte in D2C2 also verschiedene Ziele verfolgen: - Veranstaltungen und bestehende Netzwerke bewerben, um Teilnehmende zu gewinnen - Veröffentlichungen bewerben - Projektinhalte vorstellen, um diese außerhalb und innerhalb des Verbundprojektes sichtbar zu machen Social Media sollte also verschiedene Zielgruppen erreichen und einen zusätzlichen niedrigschwelligen Informationsaustausch nach außen und innen ermöglichen. Dazu wurden verschiedene Social-Media-Profile eingerichtet. Zudem wurden Zugänge zur Bildbearbeitungssoftware Canva erworben, um Grafiken zu erstellen.
Maßnahme anzeigen
Arbeitsstruktur-/Prozessanalysen im Verbund
Im Rahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung im Verbundprojekt D2C2 soll auch sicherge-stellt werden, dass die Mitarbeitenden im Verbund gut zusammenarbeiten. Hierfür werden geeignete Arbeitsstrukturen und Prozessabläufe benötigt, die den unterschiedlichen Projektphasen gerecht werden. Als Maßnahme wurde regelmäßig erfasst, wie die Strukturen und Prozesse genutzt bzw. um-gesetzt werden. Dies erfolgt über regelmäßige interne Online-Befragungen mit den Verbundmitarbei1. Projektkoordinationtenden, qualitativen Feedbacks während der Treffen.
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Evaluation von fachspezifischen Communities
Die wesentlichen Herausforderungen bestehen darin, dass es wenig Einblicke in Aktivitäten innerhalb fachspezifischer Professional Learning Communities gibt, die Fluktuation der Teilnehmenden wechselt und es kaum Studien zu Learning Communities gibt, die zwar einerseits fachspezifisch und andererseits hochschul-übergreifend agieren und zudem eine fachspezifische Koordination haben. Um diese komplexen Herausforderungen anzugehen, wurden die fPLC in zwei Schritten evaluiert. Ziel war es, zum einen die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmenden der fPLCs zu optimieren und zum anderen Erkenntnisse zum Aufbau und zur Koordinierung entsprechender Communities zu erhalten. Es erfolgte eine Online-Befragung der Teilnehmenden im Jahr 2024 und ein Gruppeninterview mit den Community-Koordinierenden im Jahr 2025.
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Lehrendenbefragung zur Zukunft der Lehre
Die Herausforderung bestand darin, nach der Covid-19-Pandemie herauszufinden, wie Lehrende an Hoch-schulen in Sachsen die Hochschullehre weiterentwickeln würden. Was von der Hochschullehre in der Pande-miezeit soll bleiben? Wohin soll sich die Hochschullehre entwickeln? Grundlage für die Erhebung bilden die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur zukunftsfähigen (digitalen) Gestaltung von Studium und Lehre.
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Forschung (hybrid) lehren und forschendes Lernen auf der Basis von „Students as Partners“ im Studium Soziale Arbeit – eine datensortentriangulierende Projektevaluation.
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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„Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ umsetzen: Competencies Connected“ : Einblick in den Schwerpunkt „Didaktik in (teil-)digitalisierten Werkstätten und Laboren“.
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