
Hochschulübergreifend adaptive Lernwege Mathematik
Etwa die Hälfte aller deutschen Studierenden bestreitet ein mathematikhaltiges Studium. Viele erleben dort erhebliche Schwierigkeiten und die Abbruchquoten sind hoch. Maßnahmen der letzten Jahrzehnte waren zwar lokal oft erfolgreich, haben aber die Lage insgesamt kaum verändert. Gründe dafür können in mangelnder Individualisierung, Verbindlichkeit und Kohärenz der Angebote sowie einer unzureichenden Einbindung in jeweilige Studiengänge gesehen werden. Das Projekt HALMA soll für Studierende verbindliche und an Kompetenzprofile sowie Studienziele adaptierte individuelle sowie fachlich kohärente Wege im Lehrangebot explizit verankern. Damit verbundene Ziele sind (1) das Schaffen eines Fundaments verbindlicher Angebote zur Sicherung berufsfeldbezogener Studierfähigkeit, (2) die Revision der mathematischen Curricula, aufbauend auf erwartbarem Schulwissen und gerichtet auf studiengangspezifische Anforderungen, (3) die Stärkung berufsfeldbezogener Mathematikangebote und (4) die Individualisierung der Lehre. Die Umsetzung dieser Ziele erfordert eine grundlegende strukturelle Veränderung der Lehrarchitektur beteiligter Studiengänge. In HALMA ist ein agiler und evidenzbasierter Prozess in Partizipation aller am Lehr-Lern-Prozess beteiligten Personen aus der Mathematik und den beteiligten Fachbereichen vorgesehen. Das Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik Mathematik (khdm) als Institution mit Erfahrung und internationalem Netzwerk wird diesen Prozess steuern und die Maßnahmen beraten.
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Erlebnislabor Materialwissenschaft
Das Studium der Materialwissenschaft, einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, wird seit der Mitte des letzten Jahrhunderts an dt. Hochschulen angeboten. Die Eigenschaften eines Materials sind durch ein Zusammenspiel verschiedener chemischer, physikalischer, ingenieurstechnischer und biologischer Faktoren geprägt; diese Interdisziplinarität ist eine große Stärke des Fachgebiets und hat in der Vergangenheit zur technologischen Reifung wissenschaftlicher Konzepte geführt. Konträr zur Bedeutung der Interdisziplinarität, spiegelt sich dieser Aspekt in den schulischen Lehrplänen unzureichend wider. Eine fachübergreifende Betrachtung relevanter Technologien muss gestärkt werden, denn vielen Schüler*innen und Studierenden im ersten Semester sind die gewaltigen Möglichkeiten einer die klassischen Disziplinen umspannenden Betrachtungsweise nicht klar. Hier setzt das Erlebnislabormaterialwissenschaft an, welches sich zum Ziel gesetzt hat, Versuchsreihen zu entwickeln, welchen Schüler*innen im Rahmen eines Schülerlabors sowie Studierenden im Rahmen ein Vorpraktikums angeboten werden und die Vielfältigkeit der Materialwissenschaft erlebbar machen. Hierbei sollen sowohl selbst durchzuführende Experimente als auch VR-Experimente in den Themenbereichen Elektromobilität sowie Recycling von Materialien entwickelt werden.
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Simulationsbasiert beraten erproben und reflektieren: Drei Einsatzszenarien von virtual gaming simulations (VGS) zum Lerncoaching im schulischen Kontext
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