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Dekoloniales Lern- und Lehrlabor

Das Projekt schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Wissensordnungen – so auch die des Globalen Südens – miteinander in Beziehung gesetzt werden, um eine plurale Wissenslandschaft zu schaffen. Hierfür wird ein interaktives Labor für dekoloniale Wissensaneignung entwickelt – ein offener, ko-kreativer Raum, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam neue Formen des Lehrens und Lernens gestalten. Ziel ist es, Formate zu entwickeln und erproben, die koloniale Kontinuitäten im Hochschulsystem kritisch hinterfragen und auf epistemische Gerechtigkeit zielen. Édouard Glissants Konzept der „Welt in Beziehung“ dient dem Projekt als pädagogischer Leitgedanke.Im Zentrum steht die aktive Mitverantwortung der Studierenden: Sie entwickeln eigene Wissensaneignungsstrategien, reflektieren sie kritisch und erproben sie in gemeinsamen hierarchiefreien Settings. Ihre Mitwirkung wird durch das Zertifikat „Dekoloniale Bildungspraxis“ gewürdigt, das Kompetenzen in machtkritischer Reflexion, partizipativer Didaktik und transkultureller Verantwortung sichtbar macht.In Seminaren, Werkstätten sowie im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und internationalen Partner*innen entstehen Bildungsräume, die Pluralität erfahrbar machen. Strukturell werden zwei curricular verankerte Module, ein MOOC (interaktiver Massive Open Online Course), ein Leitfaden und praxisnahe Tools zur Hochschulentwicklung erarbeitet. Das Labor fungiert als Modellraum für institutionellen Wandel.

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Hintergrund: Im Lancet EAT Report formulierten Experten Empfehlungen für eine nachhaltige Ernährung, zum Wohl des Planeten und der Menschen. Hausarztpraxen sind entscheidende, aber unzureichend genutzte Stellen für die Dissemination dieser Informationen an Patient*innen. Projekt: Das internationale blended-learning Lehrprojekt EAT entwickelt und implementiert ein Curriculum für die gemeinsame Edukation von Medizinstudierenden und Lehrärzt*innen der Allgemeinmedizin der Universitäten Bonn und St. Andrews (Schottland). Studierende lernen die EAT-Ernährung gemeinsam in Theorie und Praxis kennen. Unter Anleitung von geschulten Hausärzten trainieren sie die Edukation von Hausarztpatient*innen. Didaktik: Das Projekt integriert zahlreiche innovative didaktische Methoden, z.B. digitale Kochsessions geleitet von Ökotrophologen, Erfahrungslernen in binationalen Kleingruppenteams, Strategien zur Patientenedukation. Vorarbeiten: Im Wahlfach Culinary Medicine mit digitalen Kochsessions, das von Studierenden als sehr gut evaluiert wurde, hat Bonn umfangreiche Vorerfahrungen gesammelt. Evaluation: Das EAT-Projekt wird wissenschaftlich von einem interprofessionellen Team von Dozierenden beider Universitäten mit einem Mixed-Methods-Ansatz evaluiert. Impact: Das Projekt ist als nachhaltiges Lehrprojekt angelegt, das national und international in Lehrsettings anderer Universitäten integriert werden kann.

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