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Technische Universität BerlinWanderzirkus - Nachhaltigkeit und Demokratie kritisch, konstruktiv, konsequent lehren/lernen
Was soll der ganze Zirkus? Der Wanderzirkus ist in der Stadt - Jedes Semester schlägt er sein Zelt vor einer Hochschule auf, damit wir gemeinsam ungeahnte Künste der Lehre erleben, sehen, riechen, schmecken, fühlen, hören und machen. Hereinspaziert - Der Wanderzirkus lädt die (Hochschul-)Öffentlichkeit ein und zeigt, wie Nachhaltigkeit und Demokratie kritisch, konstruktiv, konsequent und vielleicht auch radikal in der Hochschullehre gelebt werden. Club der lebendigen Zirkusleute - Jedes Semester wächst der Wanderzirkus um 20 Menschen, die Virtuos_innen des Lehrens/Lernens sind. Jeweils zwei Personen kommen aus dem Globalen Süden, denn wir haben noch viel von unseren Geschwistern zu lernen. Zirkusschule - Die Zirkusleute kommen im Wanderzirkus zusammen, um miteinander Lehr-/Lernprozesse zu gestalten, durch die sie voneinander ihre unterschiedlichen Zugänge, Inhalte, Methoden und Einstellungen ganz praktisch lernen. Drahtseilakt - Der Wanderzirkus tritt aus der Nische heraus und wagt den Balanceakt zwischen kreativem Freiraum und struktureller Verankerung. Lehrende, Hochschulleitungen und Bildungspolitik sind eingeladen, diesen Zirkus mitzumachen.
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Technische Universität BerlinPop-Up-Newsroom für WissKomm in der Lehre
Das Projekt bringt Wissenschaftskommunikation direkt in die Fachlehre mit einem mobilen Newsroom, der in 30 Minuten in jedem Raum einsatzbereit ist. Der Pop-Up-Newsroom integriert sich in bestehende Lehrveranstaltungen und verwandelt diese temporär in lebendige Redaktionen.Unter simuliertem Zeitdruck arbeiten Studierende an kompakten Formaten wie 60-Sekunden-Statements oder Faktenchecks. Diese Verdichtung fördert ein tieferes Fachverständnis, denn nur wer ein Thema durchdrungen hat, kann es auf seinen Kern reduzieren. Die Ergebnisse können später zu Formaten wie Wissenschaftsblogs oder Podcasts weiterentwickelt werden.Lehrende werden in Workshops darauf vorbereitet, den Pop-Up-Newsroom selbst einzusetzen und bei der Durchführung begleitet. Sie lernen, wissenschaftliche Inhalte verständlich zu vermitteln und Studierende durch den Einsatz des Formats zu fördern.Besonders engagierte Studierende können als "SciComm-Fellows" Teil des Teams werden und ihre Kommilitonen unterstützen. Ein comic-basierter "Guerilla Guide to Science Communication" liefert praktische Anleitungen und Checklisten für alle Teilnehmenden.Ziel ist es, Lehrenden praktische Methoden zu zeigen, wie sie Wissenschaftskommunikation in ihre Lehre einbinden können. Studierende stärken dabei ihre Vermittlungsfähigkeiten und kritische Medienkompetenz. Der Ansatz kombiniert journalistische Techniken mit akademischer Lehre und erweitert das Kompetenzprofil der Studierenden unabhängig von ihrem Fachgebiet.
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Technische Universität BerlinDATEN! - Hands-on data science im Physikstudium
Datenkompetenz als die Fähigkeit, auf hohem professionellem Niveau Datensätze zu analysieren und fundierte Aussagen aus diesen Analysen abzuleiten, ist in den letzten Jahren in allen quantitativen Wissenschaften neben Experiment und Theorie zu einer dritten Säule des Erkenntnisgewinns gereift. Offene Forschungsdaten sind ein Schatz an Ressourcen, der für die universitäre Lehre weitestgehend nicht erschlossen ist. Wir schaffen auf dieser Grundlage eine Datenbank mit hands-on Übungsmaterial zu moderner computergestützter Datenanalyse. Mittels numerischer und statistischer Methoden werden Studierende den Erkenntnisprozess nachvollziehen, wie wissenschaftliches Verständnis aus experimentellen Daten gewonnen wird. Dabei werden bahnbrechende Experimente, z.B. die Detektion von Gravitationswellen, Exoplaneten oder des Higgs-Bosons, als auch alltäglichere Datensätze, z.B. aus der Spektroskopie oder Mikroskopie, behandelt. Die Lernziele sind: i) Fähigkeiten in modernen Methoden der numerischen Datenauswertung, ii) Bewusstsein und Kenntnisse von statistischen Unsicherheiten, iii) Erwerb einer Daten- als auch Datenanalysekompetenz unter der Maxime von Reproduzierbarkeit und Transparenz, sowie iv) Grundverständnis des Prozesses Erkenntnisgewinn.
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Technische Universität BerlinBerlin Anthropocene Lab
Die Herausforderungen und Krisen des Anthropozäns wie Klimawandel, Artensterben, beschleunigte Technikentwicklung und die Verdichtung politischer Krisen verlangen von den Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaften ein disziplinübergreifendes, integratives Denken, das kreative Veränderung ermöglicht. Eine hierauf abgestimmte Anthropocene Literacy können Teilnehmende im Berlin Anthropocene Lab erwerben: Be-A-Lab wird über ein ortsbasiertes, transformatives Lernformat eine vertiefte Einsicht in die komplexen gesellschaftlichen und ethischen Implikationen von Wissenschaft und Technik und ihre historischen Dimensionen ermöglichen.Wir konzipieren, erproben und evaluieren im Rahmen des Projekts eine erfahrungsbasierte, partizipative Lehrveranstaltung, die wir im eigenen Studiengang sowie in den Modulplänen von mindestens 10 natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der TU Berlin verankern. Hierarchiearme Feedbackschleifen sichern die laufende Verbesserung der Inhalte und Didaktik und die Studierbarkeit des Moduls ab.Ein:e wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in und zwei Studentische Hilfskräfte entwickeln das Lab und bündeln die organisatorischen und kommunikativen Aufgaben zur Etablierung des Moduls; die beiden Hilfskräfte befördern die hierarchiearme Partizipation der Studierenden. Zwei Workshops dienen der Vernetzung, Weiterbildung, dem Transfer und der Ergebnissicherung. Eine digitale Abschlussdokumentation erleichtert die Verstetigung des Labs.
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Technische Universität BerlinPraxismodul für partizipative Technikgestaltung
In der Technikentwicklung wird der Bedarf nach ethischem Handeln immer stärker. Um disruptive Technologien in Einklang mit gesellschaftlichen Werten zu bringen, brauchen zukünftige Entwickler*innen ein Wissen um die Gestaltungskraft von Technik und entsprechende, methodische Kompetenzen. Aktuell ist die Ausbildung der Ingenieursstudiengänge überwiegend am Paradigma der technischen Machbarkeit ausgerichtet, das ethische Fragestellungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen ausblendet. Um diese Leerstelle zu füllen, entwickelt das Berlin Ethics Lab (BEL) ein neues Praxismodul an der TU Berlin. In interdisziplinären Lehr-Lern-Settings kooperieren Studierende aus den Geistes-, Sozial- und Technikwissenschaften, erhalten Einblicke in ethische Fragestellungen in der Praxis, bringen sich aktiv in die Entwicklung ein und lernen Wissensformen außerhalb der eigenen Disziplin. Angeleitet von Lehrenden aus dem Bereich Technikethik bzw. Technikfolgenabschätzung und ergänzt durch die Supervision von Mitgliedern des Berlin Ethics Lab werden die interdisziplinären Studierendengruppen eine Technikfolgenabschätzung für ein technisches Entwicklungsprojekt erarbeiten. Die Studierenden durchlaufen im Rahmen eines Semesters die Phasen Analyse, ethische Bewertung, Stakeholder-Integration und Re-Design, bei dem in Kooperation mit einem Praxispartner Entwicklungsalternativen für einen existierenden Anwendungsfall erarbeitet werden.
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Technische Universität BerlinDekoloniales Lern- und Lehrlabor
Das Projekt schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Wissensordnungen so auch die des Globalen Südens miteinander in Beziehung gesetzt werden, um eine plurale Wissenslandschaft zu schaffen. Hierfür wird ein interaktives Labor für dekoloniale Wissensaneignung entwickelt ein offener, ko-kreativer Raum, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam neue Formen des Lehrens und Lernens gestalten. Ziel ist es, Formate zu entwickeln und erproben, die koloniale Kontinuitäten im Hochschulsystem kritisch hinterfragen und auf epistemische Gerechtigkeit zielen. Édouard Glissants Konzept der Welt in Beziehung dient dem Projekt als pädagogischer Leitgedanke.Im Zentrum steht die aktive Mitverantwortung der Studierenden: Sie entwickeln eigene Wissensaneignungsstrategien, reflektieren sie kritisch und erproben sie in gemeinsamen hierarchiefreien Settings. Ihre Mitwirkung wird durch das Zertifikat Dekoloniale Bildungspraxis gewürdigt, das Kompetenzen in machtkritischer Reflexion, partizipativer Didaktik und transkultureller Verantwortung sichtbar macht.In Seminaren, Werkstätten sowie im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und internationalen Partner*innen entstehen Bildungsräume, die Pluralität erfahrbar machen. Strukturell werden zwei curricular verankerte Module, ein MOOC (interaktiver Massive Open Online Course), ein Leitfaden und praxisnahe Tools zur Hochschulentwicklung erarbeitet. Das Labor fungiert als Modellraum für institutionellen Wandel.
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Technische Universität BerlinStudentischer ThinkTank Lehrentwicklung
Das Projektvorhaben besteht darin, die Strategietagung für Studium & Lehre (Ziethener Klausurtagung), die jährlich von dem/der amtierenden Vizepräsident*in für Studium und Lehre veranstaltet wird, als einen studentischen ThinkTank zu veranstalten. In einem experimentellen Format wollen wir die Planung und Gestaltung der Tagung 2023 in die Hände von Studierenden legen und auf diese Weise eine für alle beteiligten Akteure neue Form studentischer Partizipation auf zentraler Ebene erproben. Studierende werden damit zu Gestalter*innen der Lehr- und Lernkultur an der TU Berlin und strategischen Akteur*innen. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre eigene Perspektive auf das Lehren und Lernen an der TU Berlin von Anfang an einzubringen und zugleich den inhaltlichen, organisatorischen und personellen Rahmen für die Tagung zu setzen. Im Rahmen unseres Experiments wird für den Projektzeitraum so ein Rollenwechsel vollzogen, der die Position und den Handlungsspielraum der Studierenden gegenüber der Hochschulleitung deutlich erweitert.
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Technische Universität BerlinDigital-o-mat | Lehrideen auf Knopfdruck
Das Projekt stellt Lehrenden mit dem Digital-o-mat ein einfaches Tool zur Verfügung, mit dem sie für ihr individuelles Veranstaltungsprofil passende Empfehlungen zu digitalen Formaten und Methoden für die eigene Lehre erhalten. Er funktioniert ähnlich wie der Wahl-o-mat vor der Bundestagswahl, der durch Beantwortung von Fragen und deren Wichtung Parteien mit der größten inhaltlichen Schnittmenge ausgibt. Beim Digital-o-mat werden die Ergebnisse auf Grundlage von Rahmenbedingungen (Anzahl der TN, SWS, Semester, ), Lernaktivitäten (Rechnen, Diskutieren, Experimentieren, ), persönlichen Präferenzen und technischer Ausstattung erzeugt. Lehrende erhalten so Empfehlungen zu möglichen digitalen Lehrszenarien, konkrete Ideen zu passenden Methoden und Tools sowie Tipps zur Medienproduktion für ihre Veranstaltung. Benutzerfreundlichkeit und der Fokus auf ausgewählte, einfache Szenarien und Tipps erleichtern den Transfer auf die eigene Lehrveranstaltung. Aha-Erlebnisse und kleine, umsetzbare Schritte haben Vorrang vor dem Anspruch auf Vollständigkeit. Der Digital-o-mat steht online frei zur Verfügung. Lehrende der TU Berlin erhalten zusätzlich Hinweise auf Weiterbildungen, Beratungsangebote und Möglichkeiten zur Medienproduktion. Der Digital-o-mat übernimmt damit einen wichtigen Beitrag, um neue Lehrideen aus den vergangenen Semestern mit weniger Aufwand in die Lehre auf dem Campus zu überführen und dort dauerhaft einzubetten.
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Technische Universität BerlinInnovate!
Innovate! entwickelt und implementiert eine neue Form der Lehre im Modul Einführung in das Innovationsmanagement, das sich jedes Semester an ca. 400 Wirtschaftsingenieure/-informatiker richtet. Dabei geht es primär um verbesserte Lernzielerreichung, Begeisterung und Motivation zum Studium und aus operativer Sicht um eine stabile Routine in einem sehr großen Kurs. Die neue Veranstaltung kombiniert ein Vorbereitungsmodul, zum interaktiven Einstieg in das Thema und zur software-gestützten optimierten Gruppenbildung, ein geblocktes Präsenzmodul zur Lösung einer konkreten Produktentwicklungsaufgabe und (3) ein asynchrones Online-Nachbereitungsmodul. Im zentralen Präsenzmodul arbeiten die Studierenden in Gruppen jeweils an einer konkreten Produktentwicklungsaufgabe, die mit Fischertechnik Robotics umzusetzen ist. Die Gruppen sind dabei in einer jeweils simulierten Organisation positioniert und arbeiten untereinander im Wettbewerb. Im Verlauf der Produktentwicklung sind Aufgaben im Innovationsprozess der simulierten Organisation zu erledigen (z.B. Ressourcenfreigabe). Das Design der Aufgaben führt u.a. Unsicherheit zur Aufgabenstellung ein (Kundenwünsche), überrascht mit IPR-Problematik und fordert ökologische Nachhaltigkeit, so dass Aufgaben des Innovationsmanagements spielerisch ausprobiert werden. Gute Teillösungen von einzelnen Teams werden dann im Plenum vorgestellt und reflektiert. Jeder Tag schließt mit Kurz-Vorträgen aus der Unternehmenspraxis.
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Technische Universität BerlinGeoKI: Leitfäden für die Analyse von Geodaten
Das Bedürfnis, KI auf aktuelle Fragestellung in komplexen Forschungsgebieten, wie beispielsweise den Wechselwirkungen von Klima und Umwelt, anzuwenden, nimmt stetig zu. Angewandte Studiengänge beinhalten aber oft keine ausreichende Mathematik-und Informatikausbildung, um eine mathematisch korrekte Datenverarbeitung durchzuführen.Im Rahmen dieses Projektes soll jeder und jedem interessierten v.a. Studierenden Leitfäden für die korrekte Analyse von Geodaten zur Verfügung gestellt werden. Dies geschieht über das zu entwickelnde GeoKI-Lab, welches mithilfe von Studierenden für Studierende entwickelt wird. Im GeoKILab können Algorithmen nachvollzogen und mithilfe von Jupyter Notebooks nachprogrammiert werden. Studierende werden direkt in die Lehrentwicklung einbezogen.Darüber hinaus werden Kurse für Studierende und Schüler*innen angeboten, in denen - vom Erheben unterschiedlicher Geo-Daten über die KI-Anwendung bis hin zur Interpretation der Ergebnisse - Leitfäden praktisch erlebt werden können. Insgesamt entsteht ein deutschlandweit einzigartiges GeoKI-Lab, welches ein hohes Transferpotential auf weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise den Wirtschaftswissen oder der Medizin hat.
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Technische Universität BerlinReallabor Wald
Im Rahmen eines Reallabors verlegt das Fachgebiet Nachrichtenübertragung Lehrveranstaltungen in Naturschutzgebiete mit erhöhter Waldbrandgefahr, als Ausgangspunkt für transdisziplinäre Forschungsinitiativen der Studierenden. Die Frage, wie persönliche Kompetenzen mit den Anforderungen der Welt in Einklang gebracht werden können, steht im Mittelpunkt dieses Vorhabens. Ob durch technisch unterstützte Löschmethoden, den Einsatz von Brandmeldern oder die Erhöhung der Sichtbarkeit der Waldbrandproblematik das übergeordnete Ziel besteht darin, das Format Reallabor allgemein in die Ausbildung von Studierenden zu integrieren und dabei ergebnisoffen zu bleiben. Das Projekt gliedert sich in vier zentrale Elemente: Eine Exkursion, bei der in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren die spezifischen Herausforderungen in den betroffenen Regionen Griechenlands und auf Korsika erörtert werden. Expertenworkshops, welche existierende technische und menschliche Lösungsansätze evaluieren und fächerübergreifende Vernetzung der Studierenden ermöglichen. Die ergebnisoffene Erarbeitung prototypischer Lösungsansätze. Eine öffentliche Ausstellung, die die erarbeiteten Lösungsansätze einem breiten Publikum präsentiert und zur Diskussion stellt.
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Technische Universität BerlinZukunftskompetenz Interdisziplinarität. Didaktische Tools für die Technikfolgenabschätzung am Beispiel von grünen Technologien
Der bislang wenig erfolgreiche Versuch, Technikfolgen mit immer noch mehr Technik zu begegnen, zeigt dass die großen Probleme unserer Zeit wie der Klimawandel nun einmal nicht monodisziplinär gelöst werden können. Das liegt daran, dass keine Disziplin allein in der Lage ist, die Gesamtfolgen von Technologien einzuschätzen. Die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit gilt deshalb als Schlüsselkompetenz für eine nachhaltige Entwicklung. Derzeit bieten die MINT-Curricula vieler Technischer Universitäten Studierenden kaum Gelegenheit, diese Schlüsselkompetenz zu entwickeln, sehen sie bestenfalls schwach interdisziplinäre Projekte (zwischen MINT-Studiengängen) vor, ohne Technik bspw. in ihrer gesellschaftlichen Komplexität zu betrachten oder die interdisziplinäre Zusammenarbeit durch die Studierenden reflektieren zu lassen. Nur so könnten sie aber aus der reinen Arbeitsform eine Kompetenz entwickeln, die sich auf andere Kontexte übertragen lässt. Das Projekt "Zukunft jetzt!" wagt ungewöhnliche didaktische Wege, um die Lernvorteile starker interdisziplinärer Zusammenarbeit (zwischen Technik-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften) zu ermöglichen - selbst da, wo diese Vielfalt in den Lerngruppen fehlt. Die Studierenden werden zu Beforschenden ihrer Selbst und entwickeln gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen didaktische Methoden, um eine schwache interdisziplinäre Zusammensetzung der Lerngruppe zu kompensieren - das Ganze am Beispiel "Grüner Technologien".
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Technische Universität BerlinTransdisziplinäre Hybridlehre am Beispiel technisch komplexer Systeme
Mikrosysteme sind Querschnittstechnologien mit disziplinübergreifender Komplexität. Das Lösen komplexer Probleme durch inter- und transdisziplinäre Ansätze ist in der Forschung etabliert. Lehre dagegen ist disziplingebunden. Studierenden wird weder die Methodenkompetenz vermittelt noch ermöglicht,inter- transdisziplinäre Netzwerke aufzubauen. Das Lehrkonzept soll dies durchdringen und eine Selbstbestimmung in der Ausbildung persönlicher Kompetenz ermöglichen. Die Herausforderung besteht in der Etablierung einer Lehrform, in der die disziplinären Lerninhalte virtuell zu einem transdisziplinären Lerninhalt zusammengeführt werden. Die pandemiebedingte Entwicklung ermöglicht dies mit Zuhilfenahme hybrider Lehrkonzepte, indem die Studierenden unter Verfolgung ihrer spezifischen Lernziele gemeinsam problemorientiert an realen technischen Problemstellungen arbeiten. Die Bewältigung dieser Herausforderung bedarf jedoch eines geeigneten didaktischen Konzeptes, das die Disziplinen in einer gemeinsamen virtuellen Plattform vereint, in der sich die Studierenden vernetzen können und individuellen Zugriff auf die unterschiedlichen Lehrinhalte haben sowie einem Mehrwertsystem, von dem alle integrierten Parteien profitieren.
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Technische Universität BerlinTreasure Hunting
Treasure Hunting bringt einerseits Patente in Verwertung und eröffnet andererseits den teilnehmenden Studierenden den Weg in eine patentbasierte Unternehmensgründung. An den Universitäten werden eine Vielzahl von Patenten angemeldet, aber nur wenige werden wertsteigernd verwertet. Da die Patentanmeldung und der Erhalt sehr kostspielig sind, setzt das Projekt Treasure Hunting hier gezielt an: im Rahmen von Summer/Winter School bilden Studierende/Wissenschaftler:innen interdisziplinäre Gruppen, die für ausgewählte ungenutzte Patente aus dem universitären Patentportfolio innovative Geschäftsideen entwickeln und einen nachhaltigen Verwertungsplan erarbeiten. Hierbei werden Innovationsmethoden wie Design Thinking, Prototypenbau und Geschäftsmodellentwicklungsworkshops Anwendung finden. Somit erlernen die Studierenden die Fähigkeit in interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten, mit Patenten umzugehen, sie lernen durch KI-generierte Geschäftsmodelltypen verschiedene nachhaltige Geschäftsmodelle kennen und entwickeln die Expertise, selbst einen nachhaltigen Verwertungsplan für ihr ausgewähltes Patent zu verfassen. Dies kann ein Geschäftsplan für eine Gründung, ein Lizensierungsplan, oder eine Open Source Empfehlung darstellen. Studierenden können 12 ECTS erreichen, indem sie neben einem Pitch zur Vorstellung, auch ein mithilfe eines KI-Tools erstellten Kurzfilms den Verwertungsplan grafisch darstellen und animieren. Expertenvorträge und Keynotes ermöglichen das Netzwerken.
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Technische Universität BerlinForschung und Innovation in studentischer Exoskelettentwicklung
RISE - der Name ist Programm. Das Fachgebiet Medizintechnik der TU Berlin startet zusammen mit der Studierenden-Initiative "Sozial engagierte Ingenieur*innen" (SEI) mit RISE ein innovatives und praxisbezogenes Modul an der TU Berlin, um querschnittgelähmten Menschen das "Aufstehen", sowie das Gehen zu ermöglichen. Gemeinsam mit Patient*innen wird von transdisziplinären studentischen Teams ein robotisches Exoskelett - also ein High-end-Hilfsmittel - entwickelt und optimiert. Ziel ist es, in aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen, wie Konzeption, Entwicklung, Fertigung und Erprobung ein konkurrenzfähiges Exoskelett aufzubauen, welches im CYBATHLON 2024 (siehe https://cybathlon.ethz.ch/de) im Wettkampf von Para-Athlet*innen siegreich ist. Grundlagen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik/Informatik, der Rehabilitationstechnik, sowie der Mensch-Maschinen-Interaktion und Public Relations werden erweitert und gebündelt. Durch intensive Betreuung und Beteiligung der Studierenden an Lehrinhalten, können neue, interaktive Lehrformen erprobt und weiterentwickelt werden. Die Kombination aus hoher gesellschaftlicher Relevanz, eigenverantwortliche Teamarbeit, forschungsnaher Entwicklung, sowie kompetitiven Charakter soll große intrinsische Motivation der Studierenden und Lehrenden freisetzen. Eine tiefe Einarbeitung in die einzelnen Teilgebiete wird mit dem Erwerb praktischer und sozialer Fähigkeiten verbunden. Dies bietet die ideale Ergänzung vorhandener medizintechnischer Module.
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Technische Universität BerlinInteraktive Tragwerksplattform für Architektur
InTrArc ist ein innovatives Lehrprojekt zur digitalen und didaktischen Neugestaltung der Tragwerkslehre in der Architekturausbildung. Es adressiert eine zentrale Herausforderung der Lehre: den Transfer von abstrakten statischen Prinzipien zu realen Bauwerken. InTrArc setzt hier an und entwickelt eine webbasierte Lernplattform, die reale Tragwerke virtuell erfahrbar macht. Nutzer*innen können Tragstrukturen interaktiv erkunden, wobei Belastungen, Materialeigenschaften und statische Nachweise in Echtzeit sichtbar werden. Veränderungen wirken sich unmittelbar auf Baukosten, Masse und CO2-Emissionen aus und fördern so ein nachhaltiges, praxisnahes Verständnis von Statik und Konstruktion. Didaktisch basiert InTrArc auf konstruktivistischen Prinzipien, insbesondere dem forschenden Lernen. Die Plattform fördert durch unmittelbares Feedback und visuelle Rückmeldung die kognitive Aktivierung und stärkt das Vertrauen in die eigene Problemlösefähigkeit. Unterschiedliche Lerntypen finden durch vielfältige Zugänge von analytisch bis visuell-räumlich einen individuellen Einstieg. Studierende sind von Anfang an in die Konzeption, Erprobung und Evaluation eingebunden und gestalten die Plattform aktiv mit. Das Ziel ist eine niedrigschwellige, motivierende Lernumgebung, die sich curricular verankern lässt. InTrArc verbindet technische Innovation mit didaktischer Fundierung und leistet damit einen Beitrag zur digitalen Transformation der Architekturlehre.
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Technische Universität BerlinInterdisziplinarität in Aktion: Forschendes Lernen als Brücke zwischen Natur- und Geisteswissenschaften
Als größtes Studienprogramm der TU Berlin bietet das Orientierungsstudium MINTgrün jährlich über 600 Studierenden Einblicke in die Vielfalt der Studiengänge an der TU. MINTgrün bringt hierzu Wissen und Erfahrungen aus verschiedenen Fachbereichen des MINT-Bereichs und der Geisteswissenschaften zusammen. Das Projektlabor Interdisziplinarität in Aktion stellt unterschiedliche Fragestellungen, Methoden und Zugänge der Natur- und Geisteswissenschaften vor und verzahnt sie miteinander. Basierend auf dem Konzept des forschenden Lernens erproben Studierende die Möglichkeiten interdisziplinären Arbeitens und reflektieren diese in einem gemeinsamen Projekt. Dabei steht ein gemeinsamer Erkenntnisgegenstand und dessen historische wie zeitgenössische Repräsentation im Mittelpunkt. Studierende untersuchen unterschiedliche Formen der Beobachtung, der experimentellen Erfassung sowie der theoretischen Modellierung in ihrem historischen Wandel und diskutieren die Spezifizität der jeweiligen Repräsentationsformen, deren Möglichkeiten und Grenzen. Ziel des Labors ist es verschiedene, fachspezifische Zugänge kennenzulernen und diese durch fachübergreifende Diskussion zu reflektieren.
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Technische Universität BerlinKünstlerische Forschung im urbanen Raum Zeit Raum Archiv
Mit filmischen Mitteln und künstlerischen Interventionen soll die Wirkmächtigkeit von Orten erforscht werden. Auf Exkursionen in Berlin und ausserhalb sollen Räume und Orte gesucht werden, die von aktiven Merkwürdigkeiten geprägt sind bzw. die vital ihr Umfeld prägen. Dabei sollen sich die Studierenden auf unkonnotierte, ihnen unbekannte räumliche Situationen und Orte einlassen und ein Wissen aus dem Prozess des eigenen/kollektiven Exponiert-Seins und der praktischen Beobachtung generieren. Als theoretisches Fundament werden Methoden der Raumtheorie und des Neuen Materialismus zum Verständnis von künstlerischer Bestandsaufnahme vermittelt. Zum einen kann so die Gesamtheit der Sinneseindrücke vor Ort eingefangen werden, zum anderen können Resonanzen und Korrespondenzen einer Vielzahl von nicht-menschlichen Aktanten spürbar werden. Im Sinne des Neuen Materialismus wird Material als aktiv und eigensinnig verstanden, Raum und sozialer Raum werden als eigenständige Protagonisten und Akteure begriffen. Die Studierenden werden dafür sensibilisiert und ermächtigt, mit mediopassiven Handlungsformaten Raum zu erschließen und komplexe Korrespondenzen zwischen Material, Raum und sozialem Raum zu begreifen. Wir verstehen den Film nicht als Mittel zum Zweck, sondern als künstlerische Kraft. Es findet ein Empowerment der Studierenden statt, die durch ihre praktische Beobachtung Wissen generieren, mit dem andere Studierende weiterarbeiten können.
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Technische Universität BerlinEducation & Applied Research on Soundscapes
Lärm zählt weltweit zu den größten umweltbedingten Gesundheitsrisiken und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Aufgrund begrenzter Erfolge des klassischen Lärmschutzes, nimmt das Interesse an neuen Ansätzen zur nachhaltigen Verbesserung der Geräuschumgebung zu. Der integrative Ansatz des Soundscape verfolgt eine positivistische Sichtweise und hat das Potenzial Lücken des konventionellen Lärmschutzes zu schließen, da co-kreativ und partizipativ ortsspezifische Lösungen entwickelt werden. In der akademischen Wissensvermittlung ist es wichtig, akustisch-ökologische Ansätze in angewandten und praxisnahen Formaten nahezubringen, die es Studierenden ermöglichen, sich eigenständig mit Aspekten der nachhaltigen Stadtentwicklung zu beschäftigen. Im Lehrprojekt Education & Applied Research on Soundscape (EARS) sollen Studierende interdisziplinär lokale, aktuelle Themen des Lärm- und Umweltschutzes bearbeiten und in Projekten strategische Lösungen entwickeln. Dabei sollen Partizipationsverfahren genutzt und mit Stakeholdern kommuniziert werden. Neben der fachlichen Arbeit werden Themen wie Netzwerkarbeit, institutionsübergreifender Austausch und Moderation bei Interessenskonflikten behandelt. Das Lehrprojekt EARS befähigt Studierende auf Basis projektorientierten Lernens Lösungen für die Berliner Stadtentwicklung abzuleiten und zu vermitteln. Die Ergebnisse werden anschließend in einer Ausstellung präsentiert.
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Technische Universität BerlinLearn Impacts on Vital signs - Experimental study
In den Vorlesungen zur Medizin- und Rehabilitationstechnik lernen Studierende Verfahren zur Erhebung von Vitalparametern, sowie deren physiologischen Ursprung kennen. Das neue praxisbezogene Lehrformat knüpft an die theoretischen Grundlagen an und ermöglicht es den Studierenden in Kleingruppen an einem selbstgewählten Beispiel den Einfluss von unterschiedlichen Aktivitäten auf verschiedene Vitalparameter zu untersuchen. Die Aktivität soll dabei aus dem Universitären gewählt werden, bspw. die Herzratenmessung beim Fliegen, unterstützt durch den studentischen Verein Akaflieg Berlin e.V. Die Projektidee fördert somit auch die Interdisziplinarität und Vernetzung mit anderen Studiengängen oder studentischen Vereinigungen. Die Studierenden entwickeln eigene Sensorik, ein Studiendesign, erheben Daten und werten diese aus. Dabei lernen sie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden und Einflüsse auf die Vitalparameter und die regulativen und ethischen Anforderungen kennen. Die von der Lehrkraft begleiteten Diskussionen im Plenum sollen den Austausch untereinander und positive Synergien fördern. Die Studierenden stärken in dem Modul ihre Teamfähigkeit, Selbständigkeit sowie den verantwortungsvollen Umgang mit ethischen Fragestellungen und Datenschutz. Zur stetigen Verbesserung der Lehre nutzt die Projektidee Methoden des User-Centered Designs für die Entwicklung, Evaluierung und Optimierung des Lehrmoduls durch von der Lehrkraft durchgeführte Workshops und Erhebungen.
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Technische Universität BerlinCompressor Aerodynamics Tangible and Application Oriented
Das beantragte Projekt ermöglicht die Konzeptionierung sowie Implementierung einer projektorientierten Lehrveranstaltung des Fachgebiets Luftfahrtantriebe der Technischen Universität Berlin. Ziel des Projekts ist es, neben der Konzeption der LV einen speziell für die Ausbildung vorgesehenen Windkanal (einen Vertikalverdichter) zu entwickeln, welcher die Leistungsbeurteilung einer sog. Verdichterstufe, als Beispiel für eine Triebwerkskomponente, erlaubt. An dem Windkanal werden mehrere studentische Projektgruppen die Verdichterstufen experiementell validieren, welche vorab mithilfe verschiedener Auslegungsmethoden designt und mittels des Rapid Prototyping gefertigt wurden. Zu den geplanten Lehrinhalten zählen nicht nur industrierelevante Prozessketten zur Auslegung von Axialverdichtern, sondern auch Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten, die Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse aus dem Bereich Verdichteraerodynamik als auch die strategische Suche nach gesellschaftlich relevanten, offenen wissenschaftlichen Fragestellungen.
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Bewegung: Lernfaktor in allen Fächern
Bewegung kann das (fachliche) Lernen von Schüler:innen fördern. In deutschen Schulen kommt Bewegung abseits des Schulsports trotzdem nur selten zum Einsatz. Dies ist zum großen Teil darauf zurückzuführen, dass Lehramtsstudierende nicht systematisch mit dem Nutzen von Bewegung konfrontiert werden und Lehrkräfte letztlich nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügen. Aus diesem Grund macht das Projekt "BeLe 4 ALL" den Lehramtsstudierenden aller Fächer das Thema zugänglich. Im Rahmen eines Inverted Classroom"-Modells, welches digitale Selbstlernmodule mit diskursiven Präsenzphasen und praktischen Erprobungen verbindet, werden drei inhaltliche Stränge thematisiert:1. das Lernen mit Bewegung (Unterrichten in einem bewegungsfreudigen Klassenzimmer),2. das Lernen in Bewegung (Einsatz von Bewegung als lernbegleitende und lernförderliche Methode) und3. das Lernen durch Bewegung (Verwendung von Bewegung als lernerschließende Methode).Die wissenschaftliche Begleitforschung sowie die auf deren Ergebnissen aufbauenden OER-Materialien (Open Educational Resources) zielen darauf ab, dass das Projekt nicht nur für Lehramtsstudierende der Universität Duisburg-Essen einen Gewinn darstellt; Konzepte und Materialien werden nachhaltig verfügbar gemacht und können von Lehrenden anderer Einrichtungen genutzt werden. Dadurch leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur bundesweiten Diskussion um zukunftsweisende Hochschuldidaktik und Lehrkräftebildung.
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Reallabor „Innovatives Lernraumdesign“
Im Reallabor „Innovatives Lernraumdesign“ wurden vier Modellräume für hybride und studierenden-zentrierte Lehr-/Lernszenarien entwickelt, realisiert und evaluiert. Konzeptionelle Grundlage waren die DORT-Perspektive, mit den Aspekten Didaktik, Organisation, Raum und Technik, sowie ein nutzer:innen-zentrierter Reallaboransatz mit den Phasen Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation.
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Was lernen Studierende durch Escape Games?
Um angehende Lehrkräfte auf die vielfältigen Anforderungen ihres zukünftigen Mathematikunterrichts vorzubereiten, müssen sie alle Wissensfacetten des TPACK-Frameworks entwickeln. In dieser Studie entwickelten und erprobten 58 Lehramtsstudierende der Primar- und Sekundarstufe digitale, mathematische Escape Games. In einer onlinebasierten Erhebung berichten sie von deren subjektiven Lernzuwächsen. Die Studierenden nennen einen Lernzuwachs in allen Wissensfacetten, v.a. aber in PCK, TK und TPCK.
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