
Dekoloniales Lern- und Lehrlabor
Das Projekt schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Wissensordnungen so auch die des Globalen Südens miteinander in Beziehung gesetzt werden, um eine plurale Wissenslandschaft zu schaffen. Hierfür wird ein interaktives Labor für dekoloniale Wissensaneignung entwickelt ein offener, ko-kreativer Raum, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam neue Formen des Lehrens und Lernens gestalten. Ziel ist es, Formate zu entwickeln und erproben, die koloniale Kontinuitäten im Hochschulsystem kritisch hinterfragen und auf epistemische Gerechtigkeit zielen. Édouard Glissants Konzept der Welt in Beziehung dient dem Projekt als pädagogischer Leitgedanke.Im Zentrum steht die aktive Mitverantwortung der Studierenden: Sie entwickeln eigene Wissensaneignungsstrategien, reflektieren sie kritisch und erproben sie in gemeinsamen hierarchiefreien Settings. Ihre Mitwirkung wird durch das Zertifikat Dekoloniale Bildungspraxis gewürdigt, das Kompetenzen in machtkritischer Reflexion, partizipativer Didaktik und transkultureller Verantwortung sichtbar macht.In Seminaren, Werkstätten sowie im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und internationalen Partner*innen entstehen Bildungsräume, die Pluralität erfahrbar machen. Strukturell werden zwei curricular verankerte Module, ein MOOC (interaktiver Massive Open Online Course), ein Leitfaden und praxisnahe Tools zur Hochschulentwicklung erarbeitet. Das Labor fungiert als Modellraum für institutionellen Wandel.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Erfahrungen festigen und digitale Lehre strukturell verankern
Die HTWG Konstanz der Zukunft ist durch hervorragende und digitalisierte Lehre charakterisiert. Während in der Krise "gut genug" akzeptabel war, müssen langfristig Präsenzlehre und Online-Angebote in der Breite miteinander verknüpft sein. Gelungene Digitalisierung bedeutet dabei, die Vorteile aus beiden Welten zu kombinieren. Kern und Antreiber dieser Umgestaltung ist das Open Teaching Lab (OTL), ein physischer und virtueller Experimentierraum für Blended Learning. Es bündelt Kompetenzen und Ressourcen und bietet den Lehrenden die konkrete technische und didaktische Unterstützung, die sie benötigen. Zusätzlich werden wir zwei Studiengängen beispielhaft durchgehend an digitalen Kompetenzen und Blended Learning ausrichten. Die Demonstration verschiedener Ansätze des Blended Learning in weiteren Studienangeboten rundet das Portfolio ab und sorgt für breite Verankerung der Innovationsaktivität in der Hochschule. Small Digitalisation Projects unterstützen bei der Umsetzung von Ideen ohne aufwändige Antragsverfahren. Für eine ganzheitliche medienbruchfreie Studienerfahrung wollen wir die mit dem Studium zusammenhängenden Prozesse digitalisieren, um Studierenden eine konsistente digitale Schnittstelle zu Lehre und Studium zu bieten.
Projekt anzeigen
Learning Inclusion by Video (LIV)
Das Forschungsprojekt „Learning Inclusion by Video (LIV)“ an der RWTH Aachen University untersucht, wie inklusiver Unterricht durch Unterrichtsvideografien erfahrbar gemacht und verbessert werden kann. Durch Videoaufzeichnungen in verschiedenen Schulen der Sekundarstufe I und II sollen wertvolle Erkenntnisse über guten inklusiven (Deutsch-)unterricht gewonnen werden.
Maßnahme anzeigen
Digital design and fabrication of adaptive metal nodes for timber space frame structures
This study proposes a new approach to sustainable timber construction, focusing on repurposing leftover round timber for the construction of space frame structures. It introduces digitally designed and fabricated modular metal nodes as connectors, and, as such, addresses timber shortages amid Europe's increasing timber construction sector. Central to this approach is the enhancement and optimization of wood resources, and the development of a corresponding connection technique, being suitable for nonstandard material systems, while, at the same time, emphasizing architectural simplicity and structural efficiency. The connection technique and respective connectors need to be geometrically versatile while ensuring optimal architectural and structural performance. This paper explores the design, development, and fabrication of (metal) node connectors optimized for round, leftover timber elements, considering two variants: individually topology optimized nodes produced via lost-foam casting, and a modular approach facilitating efficient assembly, mechanical adaptability, and serial production. The research framework encompasses defining parameters, detailing the iterative design and fabrication process, and presenting a 1:1 architectural prototype. Through this framework, the study demonstrates integrating leftover timber into digital design and fabrication practices, reshaping sustainable timber construction and potentially expanding the art of structural design.
Publikation anzeigen