
Data-informed Engineering in der Stahlbau-Lehre
Viele Brücken haben ihre rechnerische Lebensdauer überschritten. Eine nachhaltige Weiternutzung erfordert eine kontinuierliche Überwachung doch bislang werden Monitoring-Daten oft manuell und wenig automatisiert ausgewertet. Dies beeinträchtigt Effizienz und Qualität der Zustandsbewertung, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Bauwesen. Das Projekt Data-informed Engineering in der Stahlbau-Lehre adressiert diese Herausforderung und bereitet Studierende gezielt auf das Digital Thinking vor, eine neue Denkweise, die ein tiefes Verständnis digitaler Prozesse, Technologien und Innovationspotenziale in den Mittelpunkt stellt. Hierfür wird ein modular aufgebautes Beispieltragwerk errichtet und mit Messtechnik ausgestattet. Die erfassten Daten werden über eine neu entwickelte, cloudbasierte Lernplattform auf Basis von Jupyter Notebooks analysiert und visualisiert. Diese interaktiven digitalen Arbeitsumgebungen ermöglichen einen transparenten, praxisnahen Umgang mit komplexen Datensätzen. In Gruppenarbeiten erweitern die Studierenden die Plattform eigenständig und vertiefen ihre Kompetenzen in Datenanalyse, Modellbildung und Präsentation. Das zugrundeliegende didaktische Konzept des Inquiry-Based Learning stärkt selbstgesteuertes Lernen und kritisches Denken. Das Projekt schafft so ein innovatives Lehrformat und vermittelt zentrale digitale und ingenieurtechnische Fähigkeiten für die Zukunft des Bauingenieurwesens.
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Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected
Das Projekt D2C2 adressiert vier Herausforderungen von zehn sächsischen Hochschulen sowie der BA Sachsen: (1) digitale Kompetenzen von Studierenden in der grundständigen Lehre entwickeln, (2) didaktisch fundierte digitalisierte Werkstatt- und Laborarbeit ermöglichen, (3) den didaktisch fundierten Einsatz eines OER-Aufgabenpool für Mathematik als Grundlagenfach etablieren und (4) ein gemeinsames didaktisches, technisches und rechtliches Verständnis für digitale Prüfungen schaffen. Dies wird in sechs "fachspezifischen Professional-Learning-Communities" umgesetzt: Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Psychologie (Psychotherapie), Gesundheits-/Sozialwesen und Kunst/Gestaltung. Um die Digitalisierung des Lehrens und Lernens in den Disziplinen zu realisieren, wird konsequent und umfassend auf die Ansätze "Students as Partners" und "Scholarship of Teaching and Learning" gesetzt. Die Gesamtkoordination liegt beim Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS). Die Prorektor:innen der HDS-Leitung bilden den Lenkungskreis. Der Wissenschaftliche Beirat des HDS und der Arbeitskreis E-Learning der Landesrektorenkonferenz Sachsen bilden den Projektbeirat.
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Multimediale Beitragsreihe #Diversitäten
Die multimediale Beitragsreihe #Diversitäten reflektiert den Zusammenhang zwischen diversen Identitäten, Wissenskulturen und Wissensvermittlungspraktiken primär aus kulturwissenschaftlicher Sicht und bündelt Beiträge, die vielfachen Ausprägungen von Diversitäten nachgehen. Die Beitragsreihe adressiert ein aktuelles, gesellschaftlich relevantes Thema und nutzt innovative Lehr-/Lernformate für dessen Vermittlung.
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