
Microteaching Lesson Study im Rechtschreibseminar
Das Projekt KOREX adressiert den Wunsch von Lehramtsstudierenden, bereits im Studium berufspraktische Kompetenzen zu erwerben, indem das innovative Lehrkonzept der Microteaching Lesson Study (MLS) auf die deutsche Grundschullehrkräftebildung im Fach Deutsch übertragen wird. Im Projekt setzen sich Grundschullehramtsstudierende mit sprachwissenschaftlichen Theorien zum Rechtschreiben auseinander, bevor sie im Sinne der MLS kollaborativ in einem iterativen Zyklus Rechtschreiblerngelegenheiten für den Anfangsunterricht planen, durchführen, reflektieren und weiterentwickeln. Die Ergebnisse ihrer MLS-Zyklen veröffentlichen die Studierenden über die Projekthomepage. Dadurch lernen Studierende, wie sie kollaborativ, reflektiert und explorativ auf Basis von wissenschaftlichen Theorien Lerngelegenheiten planen, durchführen und weiterentwickeln können. Es soll eine offene, reflektierte und forschende Haltung im Lehrberuf angeregt und schriftsystematische Professionalität angebahnt werden. Neben der Evaluation des Lehrkonzepts werden durch Fragebögen, Videoaufnahmen und Gruppeninterviews Effekte verschiedener Umsetzungsvarianten der MLS in zwei aufeinander aufbauenden Studien mit quasi-experimentellem Prä-Post-Kontrollgruppendesign erforscht, um ein qualitätsvolles und für Studierende attraktives Lehrkonzept zu entwickeln. Ein universitätsübergreifender Workshop für Dozierende sowie die Gestaltung einer Homepage sollen eine breite und nachhaltige Implementierung des Lehrkonzepts anregen.
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UX-Lernplattform und mobile Workshopbox
Ziel des Projekts ist es, eine digitale, interaktive Lernplattform sowie eine analoge Workshopbox studierendenzentriert zu entwickeln, die Studierende befähigt, den Human-Centered Design (HCD) Prozess in konkreten Projekten zu durchlaufen. Dabei dient die Lernplattform als Grundgerüst und führt Studierende durch die verschiedenen Phasen. Je nach Phase werden passende UX-Methoden (z.B. Persona-Erstellung, User Journeys) durch die Plattform erklärt, zur Verfügung gestellt und können interaktiv erprobt werden. Zudem ist esmöglich, alle Erkenntnisse und Datenerhebungen, die im Prozess anfallen, strukturiert auf der Plattform zu sammeln und zu reflektieren.Ergänzt wird die digitale Lernplattform durch eine analoge Workshopbox, die für die Phasen des HCD passende Gadgets und Materialien zur Verfügung stellt. So beinhaltet die Workshopbox beispielsweise Methodenkarten, die gescannt und somit mit der Lernplattform verknüpft werden können sowie Materialien für Rapid Prototyping als auch zur Erhebung und Evaluation nützliche Gadgets die durch einfaches Scannen sofort in die Lernplattform integrierbar sind. Scannt man ein derartiges Gadget, wie beispielsweise einen Eye-Tracker, so werden die Daten automatisiert mit der Lernplattform synchronisiert und können dort mühelos ausgewertet werden.Die durch diese Komponenten entstehende multimodale, interaktive Lernumgebung zielt didaktisch auf situiertes, erfahrungsbasiertes und selbstgesteuertes Lernen ab.;
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Beteiligungsformate für studentische Partizipation
Um studentische Partizipation sowohl im Projekt umzusetzen als auch hochschulweit zu fördern, wurden verschiedene Beteiligungsformate entwickelt und erprobt. Die Formate reichten von niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten im Vorbeigehen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen mit vorheriger Anmeldung. Mit den Beteiligungsformaten wurden Studierende nicht nur als Zielgruppe, sondern insbesondere als Mitgestaltende von Hochschullehre und -leben, deren Perspektiven berücksichtigt werden, einbezogen. Durch die Beteiligungsformate konnte studentische Partizipation aktiv gefördert und sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse und Learnings, die im Rahmen der Förderung studentischer Partizipation im Projektzeitraum entstanden sind, wurden auf einer Website zur studentischen Partizipation dokumentiert, um die Verstetigung und den Transfer zu ermöglichen.
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