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Besser vorbereitet ins Labor

Im physikalischen Grundpraktikum (GP) sollen Fach- und Lehramtsstudierende grundlegende experimentelle Kompetenzen erwerben. Aufgrund begrenzter Ressourcen wird jedoch mit vorab aufgebauten Versuchen gearbeitet – was zwar einen effizienten Ablauf ermöglicht, aber den Erwerb von Kompetenzen aus den Bereichen der Planung und des funktionsfähigen Aufbaus von Experimenten ausschließt (Nawrath et al., 2011).Das Projekt reagiert auf diesen von Studierenden und Lehrenden identifizierten Innovationsbedarf, indem die bestehenden, unzureichenden textbasierten Materialien durch ein Moodle-basiertes Versuchsskript, das interaktive Experimentiervideos, digitale Mini-Docs und ein integriertes Feedbacksystem kombiniert, methodisch und medial erweitert werden. Kern sind die interaktiven Experimentiervideos mit zum Teil bewusst eingebauten Fehlern im Aufbauprozess. Die Studierenden setzen sich im Sinne des Konzepts des productive failure (Kapur, 2024) über die Videos aktiv mit den Phasen der Planung und des Aufbaus;von Experimenten auseinander und erwerben auf dieser Grundlage fachlich grundlegende Prinzipien und Kompetenzen.Die Materialien werden iterativ mit Studierenden konzipiert, erprobt und evaluiert. Eine langfristige Integration in das GP sowie eine Bereitstellung als Open Educational Resource sichern die Verstetigung und den Transfer über die Universität Bielefeld hinaus.

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Projektbeteiligte
Laura PannulloProjektleiter:in

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Stellen Sie sich vor: Angehende LehrerINNEN und MuseumspädagogINNen erlernen und erproben bereits im Studium, kreative und komplexe digitale Aufgaben für SchülerINNEN zu entwickeln. SchülerINNEN setzen sich mit und in digitalen Medien aktiv mit Geschichte auseinander und erwerben dabei forschungsorientierte und digitale Kompetenzen. Als gemeinsames Ergebnis entsteht eine öffentlich sichtbare kollektive 4D- Wissensressource. Das Lehr-Lern-Labor Digital History bezieht die bisher vor allem im MINT-Bereich erprobten Ansätze einer Verzahnung forschungsorientierter Schul- und praxisnaher Lehrerbildung sowie der digitalen Medien- und Technologiekompetenzentwicklung auf fachspezifische Ansprüchen und Ziele der Museums- und Geschichtsdidaktik. Dabei untersucht, entwickelt und erprobt das DHLabor Formate, um bspw. im Rahmen von Schulpraktika, Ganztagesangeboten oder außerschulischen Lernorten sowohl eine digitale als auch die praxisbezogene Kompetenz der Studierenden sowie die Fertigkeit zur forschungsorientierten Lehre im Schulunterricht zu befördern. Angehende Lehrende erlernen anhand von Beispielen digitale Forschungs- und Vermittlungsmethoden, erarbeiten auf dieser Basis Aufgaben für Schüler und erproben und reflektieren diese. Im Ergebnis entstehen sowohl ein Pool digitaler Aufgaben und Lehrangebote als auch eine auf den Beiträgen der SchülerINNEN aufbauende öffentlich sichtbare 4D-Wissensressource. Diese Ressourcen sind für Lehrende auch nach Abschluss des Studiums nutzbar.

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