
Studium der individuellen Geschwindigkeit 2.0
Als Hochschule für angewandte Wissenschaften steht die Hochschule Esslingen (HE) vor der Herausforderung, Studierende mit zunehmend heterogenen Bildungsbiografien und sozialen Hintergründen auszubilden. Um Studierenden mit individuell verschiedenen Lernmöglichkeiten einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen, soll das Projekt StiG 2.0 das bereits an der HE etablierte Studienmodell Studium in individueller Geschwindigkeit (StiG), systematisch und entsprechend dem erhobenen Bedarf der Studierenden weiterentwickeln.Das bisherige StiG enthält eine Studienzeitverlängerung in den ersten drei Semestern und zielt vor allem darauf ab, Studierenden mit fachlichen Defiziten einen sanfteren Einstieg in das Studium zu ermöglichen. Für Studierende mit Familienverantwortung oder parallel Berufstätige greift das bisherige StiG allerdings zu kurz, da auch nach den Anfangssemestern keine reguläre Studiengeschwindigkeit erreicht werden kann.Um allen Studierenden gerecht zu werden, wollen wir eine Lern- und Studienumgebung schaffen, die unterschiedliche Hintergründe und Bedarfe berücksichtigt, ohne die fachlichen Anforderungen zu senken. Ziel ist es, dass alle Studierenden trotz individueller Voraussetzungen erfolgreich studieren und gegebenenfalls verschiedene Geschwindigkeiten im Studienverlauf wählen können. Dazu sollen für alle passende, verbindliche Strukturen geschaffen werden und didaktische Innovationen, wie z.B. KI gestützte Lernhilfen, Einzug halten.
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Qualität digital gestützter Lehre an bayerischen Hochschulen steigern
Für das Projekt QUADIS haben sich alle bayerischen Universitäten, das DiZ-Zentrum für Hochschuldidaktik der bayerischen HAWs und die Virtuelle Hochschule Bayern zusammengeschlossen, um in drei Projektsäulen die Qualität digital gestützter Lehre an bayerischen Hochschulen zu steigern. In der ersten Säule soll die hochschuldidaktische Weiterbildung um Blended Learning Seminare ergänzt werden. So soll Lehrenden ein Lernen am Modell ermöglicht und die Kapazität der Weiterbildung erhöht werden. Die Materialien sollen arbeitsteilig zweisprachig erstellt, als OER veröffentlicht und so über den Verbund hinaus nutzbar werden. In der zweiten Säule sollen bereits etablierte Formate zur Förderung des Diskurses zu digital gestützter Lehre intensiviert und auf alle Verbundpartner skaliert werden, um Lehrende zu inspirieren und Lehrinnovationen zu generieren. Dazu sollen Themenwochen durchgeführt und Fach-und Arbeitsgruppen Lehrender initiiert und begleitet werden. In der dritten Säule soll der Transfer von Lehrinnovationen in die Lehre durch Lehrwerkstätten unterstützt werden. Deren methodische Ausgestaltungen sollen miteinander verglichen und evaluiert werden, um nach Projektende eine Auswahl für zukünftige Transfermaßnahmen treffen zu können.
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Digitale Prüfungen evaluieren
Zur Optimierung der im Projekt ii.oo entwickelten, digitalen kompetenzorientierten Prüfungskonzepte (Good Practices) war es erforderlich, die Rückmeldungen der Studierenden zu den Prüfungen einzuholen, um Verbesserungspotentiale zu identifizieren und Studierenden faire und praxisnahe Prüfungsformate zu ermöglichen. Da es zum Start des Projekts 2021 noch keine Evaluationsinstrumente für digitale Prüfungen gab, weil das Thema durch Corona erst breit in die Hochschulen integriert wurde, ist ein eigenes Evaluationskonzept sowie ein Fragebogen entwickelt worden, der an verschiedenen Hochschulen und in verschiedenen Fachbereichen eingesetzt werden konnte.
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