
KI-gestütztes Informatikstudium der Zukunft
Generative AI (GenAI) verändert die Softwareentwicklung rasant und wird von Studierenden bereits intensiv, aber oft unreflektiert genutzt. Dies birgt erhebliche Risiken: Neben einer Kompetenzillusion verstehen Studierende den generierten Code und dessen Limitationen oft nicht, übernehmen unbemerkt Fehler oder Schwachstellen und vernachlässigen womöglich das Erlernen fundamentaler Programmierfähigkeiten. Das Projekt an der Universität Siegen begegnet dieser Herausforderung in der Informatik-Grundausbildung proaktiv. Statt GenAI zu ignorieren oder nur dessen Anwendung zu lehren, fördern wir einen kritisch-reflektierten Umgang.Unter dem Motto Von Studierenden für Studierende entwickeln Informatik- und Lehramtsstudierende, didaktisch begleitet, innovative Lehrmaterialien und neue Aufgabenformate. Diese fokussieren auf Schlüsselkompetenzen wie Prompt Design, das Debugging von KI-generiertem Code und fundierte Code-Reviews. Parallel wird ein KI-Tutorensystem weiterentwickelt, das automatisiert formatives Feedback zu diesen neuen Aufgaben gibt - ein essenzieller Mehrwert für große Lerngruppen.Ziel ist ein didaktisch fundierter, praxistauglicher Rahmen für die Integration von GenAI in die Programmierausbildung. Wir erproben die entwickelten Komponenten in verschiedenen Kursen und evaluieren ihre Wirksamkeit mittels Design-Based Research. So befähigen wir Studierende zu einem kompetenten Umgang mit KI-Werkzeugen und machen die Ergebnisse für andere Hochschulen nutzbar.
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Teamorientierte Lehr-Lern-Form für (be-)greifbare Umformtechnik
Innerhalb des Projektes soll ein innovatives Lehr-Lern-Format entwickelt und erprobt werden, welches bisher für das Fach Umformtechnik in dieser Form nicht existiert. Ziel ist es, das bisherige Vorführen von abgeschlossenen, praktischen Lehrinhalten zu ersetzen. Die Studierenden sollen anhand einer kompletten Prozessentwicklung die umformtechnische Fertigung eines Bauteils selbst gestalten und nachvollziehen. Dies umfasst die Erarbeitung von Fachwissen, die Erstellung einer Bauteilgeometrie, die Ableitung der Werkzeuge und die Erstellung der Steuerung bis hin zur Umsetzung der umformenden Fertigung inkl. Datenanalyse und Qualitätskontrolle. Ein vorhandener Prozessdemonstrator bildet die Basis für das Vorhaben, da mit diesem die notwendigen Instrumente in einem hinsichtlich Aufwand und Kosten umsetzbaren Rahmen hergestellt und alle essentiellen Fachkenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden können. Das Format erlaubt es den Studierenden, ihre Ideen und erlerntes Wissen einzubringen sowie Verantwortung für den Prozess zu tragen. In Anlehnung an die beruflichen Arbeitsaufgaben erhalten die Studierenden ein konkretes Projekt, welches sie in Teams bearbeiten, sodass auch Soft Skills trainiert werden. Essentielle Bestandteile der Methode sind durch die Studierenden selbst erarbeitete Video-Tutorials sowie digitale Lerntagebücher zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das ausgearbeitete Konzept soll auf andere Fächer der Produktionstechnik und des Maschinenbaus übertragbar sein.
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Digitale Barrierefreiheit
Barrieren im Zugang zu Lerninhalten können auf verschiedenen Ebenen entstehen, etwa im Browser, dem Lern-Management-System (LMS) und dessen Objekten oder dem Lerninhalt. Bei der Erstellung und Pflege unserer digitalen Selbstlernumgebung ist unser Ziel, sowohl durch die Wahl des (idealerweise für User kosten-losen und datenschutzgerechten) LMS als auch der konkreten Ausgestaltung ein optimales Nutzungserlebnis unabhängig von ggf. vorhandenen persönlichen Einschränkungen zu erreichen. Dazu gehören insb. die Zugäng-lichkeit, Verständlichkeit sowie Navigierbarkeit. Das hier genutzte LMS ILIAS zeichnet sich dabei durch eine stetige Verbesserung der Zugänglichkeit. Unsere Umsetzung umfasst die weitestmögliche Verwendung der so zur Verfügung gestellten Tools sowie einer klaren Seiten- und Navigationsstruktur, einem einheitlichen Design und Farbkonzept mit Berücksichtigung kontrastreicher und barrierearmer Farben und einer einfachen und gendersensiblen Sprache.
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Harvesting the potential of diversity through peer collaboration in educational settings
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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