
Planspiel nachhaltige Produktentwicklung
Ingenieur:innen gestalten nicht nur Maschinen, Systeme oder Produkte sie gestalten unsere Zukunft. Denn jede in der Entwicklung getroffene Entscheidung wirkt weit über den Moment hinaus und beeinflusst unsere Umwelt langfristig. Nachhaltigkeit ist daher längst keine Zusatzkompetenz mehr, sondern eine Kernanforderung an die nächste Generation von Ingenieur:innen. Doch wie lässt sich diese Komplexität in der Lehre erfahrbar machen? Im Projekt NachSpiel wird ein simulationsgestütztes Unternehmensplanspiel zum Thema nachhaltige Produktentwicklung für Studierende der Ingenieurwissenschaften entwickelt. Im Fokus der Simulation stehen dabei die Folgen der einzelnen Entwicklungsentscheidungen, die die Studierenden zur Verbesserung der Umweltauswirkungen eines realen Beispielproduktes getroffen haben und deren soziale, ökonomische und ökologische Folgen über den gesamten Lebensweg bis zur Entsorgung. Studierende experimentieren aktiv in Gruppen mit der Simulationsumgebung und werden dabei von Dozierenden begleitet. NachSpiel wird sowohl in einer eigenständigen Lehrveranstaltung eingesetzt als auch in Modulen in anderen Veranstaltungen genutzt.
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(Social) Science for Starters
Das Projekt Science for Starters (SfS) stärkt forschendes Lernen am Campus Burghausen und adressiert ein zentrales Problem: Viele Studierende machen ihre ersten wissenschaftlichen Erfahrungen erst in der Abschlussarbeit oft ohne ausreichende Methodenkenntnisse. SfS setzt früher an: In einem innovativen, partizipativen Lehrformat forschen Studierende an echten Forschungsfragen und wenden qualitative und quantitative Methoden parallel und praxisnah an. Hohe Eigenverantwortung, Interaktion in gemischten Teams und intensive Begleitung durch Lehrende als Coaches fördern Motivation, Methodenverständnis und die Qualität der Arbeiten.Die geplante Weiterentwicklung öffnet SfS für alle BA- und MA-Studiengänge aus Wirtschaft und Technik auch international. Ein bilingualer, digitaler Methodenwerkzeugkasten (SfS-Toolkit) sowie ein eigenes Forschungslabor (SfS-Lab) schaffen neue Lernräume. Interdisziplinäre Projektgruppen, Tutorien und Workshops stärken die Forschungskultur vor Ort. Studierende lernen, Forschungsprozesse aktiv zu gestalten von der Frage über die Methode bis zur Präsentation. Dabei entwickeln sie Schlüsselkompetenzen wie Problemlösefähigkeit, Teamarbeit und Selbstmanagement.SfS kombiniert bewährte didaktische Elemente neuartig: Digitale Tools, Forschung in gemischten Teams (It takes two teams to tango!) und ein eigener Raum machen Forschung erlebbar früh im Studium, praxisnah und wirksam.
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Digitaler Studienplanungsassistent
In der Maßnahme wurde ein digitaler Studienplanungsassistent für die Universität Bamberg entwickelt und beforscht. Ziel war die Zentralisierung planungsrelevanter Informationen für Studierende in einem System zur Verbesserung des Studienplanungsprozesses. Dabei wurde u. a. untersucht, ob und wie vergangene Studienverlaufsdaten in Form von Empfehlungen innerhalb eines solchen Tools zielführend integriert werden können. Insgesamt deutet eine erste qualitative Evaluation der Anwendung auf eine hohe Relevanz und Nützlichkeit für Studierende der untersuchten Hochschule hin.
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Multimodale Modellantworten als direktes Feedback bei der individuellen Unterrichtsvideoanalyse
Im Diskurs um Reformen in der Lehrkräftebildung wird der Forderung nach fundierten, berufspraktisch relevanten Kompetenzen u. a. mit dem Einsatz von Unterrichtsvideos begegnet. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach geeigneten Maßnahmen, um den Kompetenzerwerb auch im digitalen Raum bei der individuellen Videoanalyse zu begleiten, sondern es gilt auch zu untersuchen, welche Modalität diese Begleitmaßnahmen haben sollten, um für Studierende im Sinne der Cognitive Theory of Multimedia ansprechend und gut nutzbar zu sein. Es wurde eine Erhebung in einem videobasierten Online-Lernsetting durchgeführt, bei dem 137 Grundschullehramtsstudierende zwischen auditiven und transkribierten Modellantworten als direktes Feedback wählen konnten. Analog zur Feedbackmodalitätsforschung bestätigte sich das Audio als präferierte Modalität. Jedoch wurde ein einschränkender Reihenfolgeeffekt festgestellt. Erste Erklärungen, warum Studierende Audio oder Transkript präferieren, liefert eine Inhaltsanalyse.
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