
Virtuelle Thermoablation und Simulation
VIRTUS – Virtuelle Thermoablation und Simulation ist ein Lehrprojekt der Fachhochschule Südwestfalen, das Studierenden einen praxisnahen Zugang zu moderner bildgestützter Medizin eröffnet. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Thermoablation – ein nicht- oder minimalinvasives Verfahren, bei dem krankes Gewebe, etwa Tumoren, gezielt durch Hitze behandelt wird. Im Projekt lernen Studierende, medizinische Bilddaten zu nutzen, Gewebe zu analysieren und zu segmentieren, digitale Modelle zu erstellen und Behandlungen mit Simulationssoftware virtuell zu planen. Anschließend werden die Ergebnisse in praktischen Laborversuchen überprüft. So verbindet VIRTUS Theorie, digitale Methoden und experimentelles Arbeiten. Das Besondere an VIRTUS ist der interdisziplinäre Ansatz: Studierende der Medizintechnik befassen sich mit klinischen Anwendungen, medizinischer Bildanalyse, Segmentierung und Modellierung. Die Elektrotechnik bringt insbesondere Hochfrequenztechnik, physikalische Grundlagen und technische Systeme ein. Die Technische Informatik arbeitet an Bildverarbeitung, Datenanalyse sowie an der Umsetzung leistungsfähiger Simulationsumgebungen, etwa durch verteiltes Rechnen auf Computerclustern. Dadurch entsteht ein innovatives Lehrangebot für den Bachelor- und Masterbereich, das gezielt auf die Medizin der Zukunft vorbereitet.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

mappingNRW - Baustoff, Baukonstruktion, Baukultur
Angesichts der zunehmenden Ressourcenknappheit und der Tatsache, dass die Bauindustrie rund 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursacht, ist ein grundlegender Wandel der Baubranche erforderlich. Das Projekt "mappingNRW" an der TU Dortmund zielt darauf ab, Architekturstudierende auf diesen Wandel vorzubereiten. Durch experimentelle Lehrformate soll ein vertieftes Verständnis für lokale Baukultur und nachhaltige Bauweisen etabliert werden. Studierende erkunden im Rahmen von geführten Stadtspaziergängen die gebaute Umwelt NRWs und setzen sich in unterschiedlichen Lehrformaten aktiv mit lokaler Baukultur, Naturbaustoffen und ressourcenschonenden Konstruktionsweisen auseinander. Dabei werden sie von externen Expert:innen begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der digitalen Kartenstruktur "mappingNRW" aufbereitet und als Atlas veröffentlicht. Dieser dient als Grundlage für das forschende Entwerfen und wird in die Pflichtlehre integriert. Das Projekt folgt dem didaktischen Konzept des "Lernende durch Lehren" (LdL), bei dem Studierende aktiv in den Lernprozess eingebunden sind. Durch eine partizipative, digitale Kartierung entsteht eine kooperative Lernumgebung, die Peer-to-Peer Learning fördert. Ziel ist es Architekturstudierende für regionale Baukultur und Konstruktionsweisen zu sensibilisieren und die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung fest in der Lehre der TU Dortmund zu verankern, um langfristig einen wichtigen Beitrag zur Bauwende zu leisten.
Projekt anzeigen
Digitale Selbstlerneinheiten für Future Skills
Die Maßnahme entwickelt modular aufgebaute Selbstlerneinheiten zu Selbst-, KI- und Medienkompetenz mit Fokus auf digitale Lernfähigkeit und Future Skills. Die fünf Einheiten sind: LIVE: Grundlagen zu (Selbst-)Motivation, Selbstreflexion und Praktiken zur Stärkung der Eigenmotivation. LEARN: Lernstrategien und Selbstregulation für effektives, nachhaltiges Lernen. CREATE: Produktion medialer Inhalte und Aufbau einer Personal Learning Environment. ENGAGE: Stärkung kommunikativer Kompetenzen online und offline. DIGITAL WORLD: Medienwissen, Medienkritik, Mediensysteme und Medienwirkungen. Ziel ist, Lernende und Lehrende zu befähigen, sich selbstorganisiert und medienkritisch in dynamischen Arbeits- und Lebenswelten zu bewegen. Praxisnahe Tools, Reflexionsaufgaben und H5P-Module fördern Transfer und nachhaltige Kompetenzentwicklung.
Maßnahme anzeigen