
MA Wissenschaftskommunikation und Medienkompetenz
Wissenschaft und Journalismus werden angesichts einer Krise der Faktizität nur dann angemessenes Gewicht in der Demokratie behalten, wenn deren Mehrwert in der Bevölkerung verstanden wird. Für eine fundierte demokratische Meinungsbildung müssen Kompetenzen zur Bewertung von Informationen in Hochschule und Schule gestärkt werden möglichst effizient über Multiplikator:innen wie Lehrkräfte und im Wissenschaftsmanagement. Der neue Modellstudiengang Wissenschaftskommunikation und Medienkompetenz geht dazu über den Ansatz einer Medienkompetenzbildung hinaus und verbindet in der digitalen Welt eng verknüpfte Schlüsselqualifikationen zur Beurteilung von Quellen, Fachexpertise, Evidenz, Daten und KI zu einem integrativen Modell einer Informationsbeurteilungskompetenz. Hierfür werden Kompetenzmodelle und Lerninhalte aus Wissenschaft und Journalismus mit Studierenden weiterentwickelt. Gleichzeitig gilt es, eine Lücke zu schließen zwischen der (hoch)schulischen Ausbildung und der in puncto Medien- und Wissenschaftskompetenz vernachlässigten Erwachsenen(weiter)bildung. Strukturell hat der Studiengang Modellcharakter im Sinne des WR, wonach Hochschulen Orte lebenslangen Lernens sind. Das Themenfeld bietet sich an, da gerade der Kompetenzerwerb zur demokratischen Meinungsbildung nicht mit der Schule oder Hochschule endet. Im Sinne des NRW-Hochschulstärkungsgesetzes soll hier auch die Nachfrage nach feiner unterteilten hochschulischen Bildungsangeboten (Microcredentials) bedient werden.
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