
Talkshow „Damit wir uns richtig verstehen“
Die Talkshow „Damit wir uns richtig verstehen“ galt als Auftaktveranstaltung des Projekts „Lost in Translation?“. Mithilfe eines Wissenschaftskommunikators sowie Expert:innen der Fremdsprachendidaktik, eines fachfremden YouTubers und einer Lehrkraft sollten unter Einbezug der Öffentlichkeit Fragen rund um die Fremdsprachendidaktik/-forschung diskutiert werden. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Das Problem, dass die Fremdsprachendidaktik/-forschung bislang kaum Wissenschaftskommunikation betrieben hat.
Fehlendes Bewusstsein für die Relevanz des Themas; Geisteswissenschaften stehen im Kontext von WissKomm im Schatten der Naturwissenschaften
Voraussetzung
Die Talkshow wurde sowohl vor Ort im Universum Bremen als auch via Twitch öffentlich zugänglich gemacht. Durch die Möglichkeit am Livestream teilzunehmen, haben doch einige Personen kurzfristig auf die Teilnahme in Präsenz verzichtet. An dieser Stelle wäre zu überlegen, ob eine solche Talkshow ausschließlich in Präsenz durchgeführt wird, es jedoch im Nachhinein eine aufgezeichnete Version für die Öffentlichkeit gibt. Dies hätte jedoch den Nachteil, dass keine zusätzlichen Fragen von einem Online-Publikum in die Talkshow integriert werden können.
Die Planung und Vorbereitung der Talkshow waren sehr aufwändig und fußten auf folgenden Voraussetzungen:
- Finanzielle Mittel
- Projektteam von insg. 10-12 Personen (inkl. Studentischer Hilfskräfte und Wissenschaftskommunikator)
- Austrageort
- Geeignete Talkgäste
- Ausreichend technische Ausstattung
- Ausreichend Werbung
Eignung
summativ (zum Abschluss)
Den Talkshow-Teilnehmenden wurde im Anschluss an die Talkshow eine Online-Umfrage mittels QR-Code zur Verfügung gestellt. Diese konnten die Teilnehmer:innen innerhalb von max. 10 Minuten ausfüllen. Sie war sowohl für die Teilnehmenden vor Ort als auch für die zugeschalteten Teilnehmer:innen via Twitch zugänglich.
Dieses Evaluationsverfahren wurde gewählt, da es via mobilem Endgerät schnell und einfach genutzt werden konnte. Die Fragen bezogen sich inhaltlich auf das Format der Talkshow, die Moderation, den Unterhaltungsfaktor, den Inhalt, die Integration des Publikums und die Auswahl der Talkshowgäste.
Vorgehen/Schritte
Auswahl eines passenden Formats (Talkshow) (1 Monat)
Location-Scouting (Universum Bremen) (2 Tage)
Anfrage von Talk-Gästen sowie eines Moderators (1 Monat)
Anfrage von technischer Unterstützung (Videoaufzeichnung & Live-Stream) (1 Monat)
Anfrage von Graphic Recording (Natalie Peters) (1 Woche)
Vorgespräch mit Moderator (Dr. André Lampe) (1 Tag)
Versenden von Einladungen (1 Tag)
Werbung für die Talkshow (inkl. Anfertigung von Flyern und Postern) (1 Monat)
Einbindung von studentischen Hilfskräften (3 Monate)
„Technische Generalprobe“ in der Location; Durchführung der Talkshow (jeweils 1 Tag)
eine Stunde bis zu einem Tag
Hinweise
Effekte
Die Talkshow wurde live über den Streamingdienst Twitch übertragen. Dadurch war eine gewisse deutschlandweite Reichweite gegeben. Zudem steht die Talkshow auf YouTube zur Verfügung und erhöht somit den Beitrag der Fremdsprachendidaktik zur WissKomm.
Die Talkshow hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, den Dialog zwischen Fremdsprachendidaktik und der Öffentlichkeit zu fördern, Wissen zu vermitteln und gleichzeitig zu einer verbesserten Sichtbarkeit des Faches zu führen.
Gleichzeitig wurden Fremdsprachendidaktik und Wissenschaftskommunikation erstmalig zusammengeführt und damit neue interdisziplinäre Wege der Wissenserschließung geebnet.
Auch wenn es ursprünglich angedacht war, sich mit dem Fach an sich auseinanderzusetzen, sollte trotzdem darüber diskutiert werden, welche wissenschaftskommunikativen Formate sich insbesondere für die Fremdsprachendidaktik anbieten. Dieser Punkt trat jedoch unerwarteterweise in den Hintergrund, hier wurden lediglich klassische Formate wie Konferenzen
Learnings
Im Rahmen der Talkshow wurde eingangs über die Frage diskutiert, was man eigentlich unter der Fremdsprachendidaktik versteht bzw. was man mit dem Fach in Verbindung bringt. Hier fielen Stichworte wie:
- Das Lernen und Lehren einer Fremdsprache
- Unterricht erforschen und/oder innovieren
- Konzepte für die fremdsprachliche Lehrkräfteausbildung
- Verbindung von Theorie und Praxis
- Etc.
Diese Auseinandersetzung war insbesondere auch für fachfremde Talkshow-Teilnehmer:innen relevant, da es in der Folge z.B. auch darum ging, zu erörtern, wie guter Fremdsprachenunterricht eigentlich funktioniert (z.B. mit Blick auf Sprachlernmethoden o.ä.).
Empfehlung
Ohne die herausragende Unterstützung eines Wissenschaftskommunikators, der gleichzeitig die gesamte Medienarbeit (z.B. Live-Übertragung auf Twitch und Aufzeichnung sowie Videoschnitt und -bearbeitung) übernommen hat, wäre die Umsetzung der Talkshow in diesem Maße nicht möglich gewesen. Zudem ist zu bedenken, dass ein geeigneter Ort für die Durchführung der Talkshow zu wählen ist, der öffentlich zugänglich sein muss. Zudem ist es notwendig, sich über die Werbung für die Teilnahme an der Talkshow ausführlich Gedanken zu machen.
Tipps
Die Talkshow, in deren Rahmen über die Fremdsprachendidaktik gesprochen wurde, ist vermutlich eine einmalige Sache und bietet sich nicht unbedingt zur Wiederholung an, bestenfalls aber zu einer Erweiterung. Dies bedeutet, dass an die ursprünglich stattgefundene Talkshow angeknüpft werden könnte.
Aus eigener Erfahrung empfehlen wir anderen Projekten auch mal mutig zu sein und neue Formate in den Geisteswissenschaften auszuprobieren.
Sonstiges
Insgesamt ist die Durchführung der Talkshow geglückt. Um jedoch noch näher an die Öffentlichkeit herantreten zu können und zur Teilnahme an der Diskussion zu motivieren, wäre es zukünftig möglich, anstatt eines Wissenschaftszentrums einen Pub/eine Kneipe als Austrageort zu wählen. Solche Orte sind vielen Personen bereits durch Science Slams, Pub Quizze o.ä. bekannt.
Methoden
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