Suchergebnisse
Universität PaderbornVirtuelles Labor mit adaptivem Tutoringsystem
Naturwissenschaftliche Studiengänge wie das Fach Chemie sind seit Jahren von hohen Abbruchquoten betroffen. Laborpraktika als essenzielle Lehrveranstaltungen für die Entwicklung experimenteller Kompetenzen haben sich hierbei als eine besondere Herausforderung für Studierende der Studieneingangsphase herausgestellt. Dies lässt sich u.a. auf die sehr heterogenen Voraussetzungen der Studienanfänger:innen zurückführen. In einer interdisziplinären Kooperation zwischen der Chemiedidaktik und des Instituts für Informatik erstellen Studierende des Masterstudiengangs Computer Science daher im Rahmen einer Projektgruppe die Anwendung VRLabTutor. Sie soll Chemie-Studierenden ermöglichen, in einer authentischen Laborumgebung zeit- und ortsunabhängig zu experimentieren. Ein auf KI basierendes adaptives Tutoringsystem in Avatarform gibt den Studierenden auf mehreren Ebenen (z.B. deklarativ und prozedural) Feedback zu ihren Handlungen im Labor. Chemie-Studierende unterstützen die gesamte Entwicklung durch regelmäßige Rückmeldungen über Usertests. VRLabTutor ist damit ein Projekt von Studierenden für Studierende. Das Projekt wird in das Selbststudium des Praktikums Allgemeine Chemie der chemiebezogenen Bachelorstudiengänge sowie in etablierte Angebote (Lernraum Chemie) implementiert. Neben dem Aufbau eines Netzwerks zum Ergebnistransfer in andere Fächer werden die entwickelte Anwendung sowie die Arbeit in der Projektgruppe prozessbegleitend evaluiert.
Projekt anzeigen
Das könnte Sie auch interessieren

Digitale Transformation der Hochschullehre gestalten von Wissensinseln zum vernetzten Lehr-Lern-Ökosystem
Mit dem Projekt STARFISH: Digitale Transformation der Hochschullehre gestalten von Wissensin-seln zum vernetzen Lehr-Lern-Ökosystem will die Technische Hochschule Nürnberg (THN) die zukünf-tige Lehre gemeinsam denken und gestalten. Digitalisierung wird als Chance begriffen, die Hochschule nach innen und außen noch stärker zu vernetzen, ganz im Zeichen sogenannter Seestern-Organisationen (engl. Starfish), die sich auf die Intelligenz von agilen Netzwerken stützen. Dadurch wird der Wissens-transfer auf neuartige Weise gefördert. Dies ermöglicht eine Bildung, die Austausch, Kollaboration und Kompetenzentwicklung in den Mittelpunkt stellt, Studierende und Lehrende gleichermaßen einbindet und damit zeitgemäß und zukunftsorientiert ist. Im Projekt STARFISH entstehen Innovationen über vier Maßnahmen: die Einführung und Begleitung eines Innovation Hubs, die Implementierung einer Kollaborationsplattform, die (Weiter-)Entwicklung von Lehr-Lernlaboren und hybriden Settings sowie die Stärkung digitaler Kompetenzen Studierender und Lehrender durch Qualifikationsprogramme.
Projekt anzeigen
Laterale Führung in der Projektkoordination
Projektkoordinator:innen in Hochschulentwicklungsprojekten tragen Mitverantwortung für den Projekterfolg, haben aber meist keine formale Weisungsbefugnis gegenüber den Teilprojekten und Projektmitarbeitenden. Diese Maßnahme dokumentiert Strategien für eine wirksame Koordination ohne Hierarchie. Der Ansatz basiert auf drei Säulen: aktive Legitimation durch die Projektleitung, Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen zu allen Beteiligten und das Schaffen von erkennbarem Mehrwert für das Gesamtprojekt. Ziel ist es, dass die Koordination als hilfreiche Instanz wahrge-nommen wird, nicht als zusätzliche Kontrollschicht.
Maßnahme anzeigen
Mediendidaktische Einordnung von Virtual Reality - Potenziale von Virtual Reality bei der Entwicklung von Lehr-und Lernangeboten
Der folgende Beitrag soll Forschenden und Lehrenden ein Modell als Bewertungsmittel an die Hand geben, unter welchen Bedingungen Virtual Reality (VR) in Lehr- und Lernangeboten eingesetzt werden kann. In diesem Modell werden die vier Determinanten für Leistungshandeln [Ke18] - Motivationsdefizit, Personalauswahl, Umgebungsfaktoren und Bildungsproblem - modifiziert und um die Komponentzfaktoren Wissen und Fertigkeiten erweitert. Grundlage für die Bewertung des VR-Einsatzes soll dabei die Beantwortung der Frage sein, ob digital angereicherte Bildungsangebote entweder ein Bildungsproblem lösen oder aber - anders wie in der bisherigen Literatur geschildert - auch (störende) Umgebungsfaktoren modifizieren können.
Publikation anzeigen