
WueCAST - Kommunikation, Aufmerksamkeitsökonomie, Selbstregulation, Transfer
Im digitalen Zeitalter ist Aufmerksamkeit zu einer kostbaren Ressource geworden - Shortform Video Content und Social Media Posts, die sofortige Gratifikation versprechen, existieren neben universitären Veranstaltungen, die eine tiefgehende Auseinandersetzung mit komplexen Inhalten erfordern. In diesem Spannungsgefüge treten zunehmend Ablenkung, Überforderung und Prokrastination als neue Problemfelder in Erscheinung, die gleichermaßen das didaktische Handeln von Lehrenden sowie die emotionale Regulationsfähigkeit von Studierenden herausfordern. Das Projekt WueCAST entwickelt aus dieser Problemlage heraus Lehrkonzepte, gamifizierte Guides und kooperative Austauschformate, die auf die individuellen Bedürfnisse von Studierenden und Lehrenden zugeschnitten sind. In einem modularen, videobasierten Guide erweitern Studierende spielerisch ihr Wissen über metakognitive Kompetenzen und entdecken konkrete Techniken, um ihre Lernaktivitäten selbst erfolgreich zu planen und zu regulieren. Lehrende erfahren in Blended-Learning-Kursen, wie sie individualisierte, adaptive Lernumgebungen konzipieren, die im Sinne lernförderlicher Kommunikation die soziale Ko-Konstruktion von Unterricht fokussieren und somit die Aufmerksamkeit der Studierenden zielgerichtet lenken. Die im Projekt entwickelten Angebote sind aufeinander abgestimmt, aufgrund ihrer Modulstruktur flexibel einsetzbar, nachhaltig nutzbar und werden nach Projektende als OER zur Verfügung gestellt.
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Arbeitsplatz-basierte Assessments - Hebammenstudium
Im (dualen) Hebammenstudium dient die Praxisbegleitung als Bindeglied zwischen Hochschule und Kliniken. Die Studierenden werden während der Praxiseinsätze vor Ort besucht und fachlich mit den Praxisanleitenden bewertet. Die Lernortkooperation wird gestärkt. Bislang werden Anleitungssituationen eher unstrukturiert ausgewählt. Dies erschwert u. a. das Aufzeigen von Kompetenzzuwächsen. Abhilfe können arbeitsplatz-basierte Assessments (AbA) schaffen, die rund 30 Minuten dauern. Sie bestehen aus direktem Beobachten, Dokumentation, Selbstreflexion und Feedback. Abschließend werden die nächsten Lernziele und Verbesserungsmaßnahmen gemeinsam geplant. Im Vordergrund steht ein formativer Bewertungsansatz. Die Besonderheit bei dem Projekt AbA-StudiumHeb ist, dass hier Praxisanleitung und -begleitung anwesend sind. Zudem geht es um vorab festgelegte alltägliche Situationen, die zuerst im Skills Lab geübt wurden. Sie werden dort und in der Praxis wieder aufgegriffen und auch partiell Bestandteil des Examens sein. Es geht um die AbA-Modelle "Direct Observation of Procedural Skills" mit dem Fokus auf manuelle (prozedurale) Fähigkeiten wie die Durchführung einer Blutentnahme und "Mini - Clinical Evaluation Exercise" mit dem Fokus auf tendenziell patienten-nahen Handlungen wie eine Anamneseerhebung. Nach der Pilotierung in zwei Partnerhäusern erfolgt die Integration in das Praxiscurriculum. Lehr- und Anleitungsvideos unterstützen die Prozesse.
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Modul Bridgelab
Zum Sommersemester 2026 wird erstmals die Masterveranstaltung BridgeLab im Masterstudiengang Bauingenieurwesen der Universität Siegen angeboten. Ziel ist es, Studierenden eine projektorientierte Lernumgebung zu bieten, in der aktuelle Fragestellungen des Brückenmonitorings praxisnah bearbeitet werden. Im BridgeLab arbeiten Studierende in Teams an realitätsnahen Aufgabenstellungen zur Analyse und Bewertung von Brückenbauwerken. Dabei kommen moderne Methoden der digitalen Modellierung und strukturellen Analyse zum Einsatz. Neben fachlichen Inhalten steht insbesondere der Transfer zwischen universitärer Forschung, ingenieurpraktischen Anwendungen und innovativen Lehrformaten im Mittelpunkt. Die Veranstaltung ist im Modulkatalog der Fachprüfungsordnung verankert und richtet sich an Masterstudierende mit Interesse an Bauwerksüberwachung, Infrastruktur und digitalen Methoden im Brückenbau.
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Eyes, Ears, Mouth, and Presence: Designing a Human-Centered Hybrid Classroom for Natural Interaction
Hybrid classrooms that feel genuinely human remain difficult to achieve despite sustained post-pandemic investment. Most current solutions still privilege content delivery over social presence, with remote participants positioned as observers rather than participants in a shared learning space. This paper presents the design philosophy and interim evaluation of the All the DHBWorld is One project, a multi campus initiative across four DHBW sites. It is organized around a simple but operational principle: remote participants require Eyes (visual access to the room), Ears (reliable audio), a Mouth (the ability to speak and be seen), and a Presence (a defined location within the room’s social geometry). A central assumption of the design is that these elements must not be fragmented across devices and interfaces. When visual, auditory, and expressive channels are separated, interaction becomes effortful and unnatural. The new design therefore brings these elements together into a single coherent representation of the remote participant within the room. Findings from two pilot sessions suggest that technical predictability, especially automated AV switching, is a precondition for teacher adoption. More importantly, the display-as-body concept appears to shift how remote participants are perceived, promoting them from peripheral viewers to socially situated actors. The paper concludes by outlining design principles for scalable, low cost hybrid classroom implementations.
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