
Gute Wissenschaftspraxis in der empirischen Lehre
Ziel von GUWIEL ist es, Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis stärker in die Ausbildung des akademischen Nachwuchses zu implementieren. Dies soll problematischen Praktiken bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten entgegenwirken, die zu bedenklichen Retraction-Raten von wissenschaftlichen Publikationen beitragen. Hierfür wird das Modul Empirisches Praktikum im Bachelorstudium Psychologie mit zwei Schwerpunkten refomiert: 1) Open Science Standards werden vermittelt, die auf eine transparente und verlässliche Wissenschaftspraxis abzielen. 2) Zudem werden repräsentative anstelle selektiver Daten ausgewertet und damit rückt die Generalisierbarkeit von Befunden stärker in den Fokus (Reaktion auf die Generalisierbarkeitskrise), was sich über die Nutzung von frei verfügbaren Panel-Daten effizient realisieren lässt. Es werden Personalmittel beantragt, um die Lehrveranstaltung in enger Abstimmung mit Studierenden, Dozierenden und Open Science ExpertInnen zu konzipieren, zu verschriftlichen und durchzuführen. Der Erfolg der Neukonzeption wird mittels prä/post-Studie evaluiert, wofür Sachmittel beantragt werden. Das erarbeitete Modul kann nach der Projektlaufzeit kostenneutral an jedem Psychologie-Standort weltweit umgesetzt werden. Die erarbeiteten Lehrmaterialen werden unter CC0-Lizenz frei zur Verfügung gestellt. Das GUWIEL-Projekt hat eine hohe Strahlkraft, da zentrale Elemente für alle Fachdisziplinen relevant sind, die empirisch arbeiten.
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MHB isst gesund (Culinary Medicine)
Ernährungsassozierte Erkrankungen stellen weltweit eine der größten Herausforderungen dar, dennoch findet die Lehre der Diätetik bislang keinen Einzug in das Medizinstudium. Ärzte sind trotz mangelnder Ausbildung häufig erste Ansprechpartner für ihre Patient*innen für eine Ernährungsumstellung. Culinary Medicine (CM) verbindet Ernährungswissenschaften, mit Medizin und praktischen Kulinarik. "MHB isst gesund" ist eine 2020 gegründete Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Ernährungsmedizin an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) zu etablieren. Derzeit geschieht dies v.a. als Wahlplicht-Kurs. So konnte wir in den letzten vier Jahre für ca. 15% der Medizinstudierenden ernährungsmedizinische Lehrinhalte anbieten. Die Förderung ermöglicht im Rahmen eines Nutri-Skills-Lab die Einbindung von Ernährungsmedizin in das Curriculum des Modellstudiengangs der MHB. Somit wird allen Medizinstudierenden eine ernährungsmedizinische Ausbildung ermöglicht. Das Nutri-Skills-Lab wird angelehnt an die bereits existierenden semesterspezifischen Module (z.B.: Herz-Kreislauf im 1. Semester, Verdauung und Stoffwechsel im 2. Semester, Nervensystem im 3. Semester) Lehrinhalte anbieten. Diese sollen weiterhin Ernährungswissenschaften, mit Medizin und praktischen Kulinarik kombinieren. Das Projekt wird durch eine/n Clinical Scientist (ärztlich Leitung), ein/e Diätassistent*in sowie studentische Tutor*innen durchgeführt und wissenschaftlich betreut.
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Talkshow „Damit wir uns richtig verstehen“
Die Talkshow „Damit wir uns richtig verstehen“ galt als Auftaktveranstaltung des Projekts „Lost in Translation?“. Mithilfe eines Wissenschaftskommunikators sowie Expert:innen der Fremdsprachendidaktik, eines fachfremden YouTubers und einer Lehrkraft sollten unter Einbezug der Öffentlichkeit Fragen rund um die Fremdsprachendidaktik/-forschung diskutiert werden. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
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Das neue Ding? Der MarSkills Studienbereich: Inter- und Transdisziplinarität und ihre Rolle in Wissenschaft und Studium
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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