
Gute Wissenschaftspraxis in der empirischen Lehre
Ziel von GUWIEL ist es, Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis stärker in die Ausbildung des akademischen Nachwuchses zu implementieren. Dies soll problematischen Praktiken bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten entgegenwirken, die zu bedenklichen Retraction-Raten von wissenschaftlichen Publikationen beitragen. Hierfür wird das Modul Empirisches Praktikum im Bachelorstudium Psychologie mit zwei Schwerpunkten refomiert: 1) Open Science Standards werden vermittelt, die auf eine transparente und verlässliche Wissenschaftspraxis abzielen. 2) Zudem werden repräsentative anstelle selektiver Daten ausgewertet und damit rückt die Generalisierbarkeit von Befunden stärker in den Fokus (Reaktion auf die Generalisierbarkeitskrise), was sich über die Nutzung von frei verfügbaren Panel-Daten effizient realisieren lässt. Es werden Personalmittel beantragt, um die Lehrveranstaltung in enger Abstimmung mit Studierenden, Dozierenden und Open Science ExpertInnen zu konzipieren, zu verschriftlichen und durchzuführen. Der Erfolg der Neukonzeption wird mittels prä/post-Studie evaluiert, wofür Sachmittel beantragt werden. Das erarbeitete Modul kann nach der Projektlaufzeit kostenneutral an jedem Psychologie-Standort weltweit umgesetzt werden. Die erarbeiteten Lehrmaterialen werden unter CC0-Lizenz frei zur Verfügung gestellt. Das GUWIEL-Projekt hat eine hohe Strahlkraft, da zentrale Elemente für alle Fachdisziplinen relevant sind, die empirisch arbeiten.
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Nahrungsmittel der Zukunft- Insekten
Die Ernährung Europas ist im Wandel. Einerseits werden immer mehr traditionelle Ernährungsweisen jenseits ihrer Grenzen propagiert, andererseits etablieren sich neue Modelle. Auch das Bewusstsein hinsichtlich Klima und Tierwohl spielen eine Rolle. Der Konsum essbarer Insekten ist sowohl Jahrtausende alte Traditionen in vielen Regionen der Welt wie auch Novum in den Regionen, in denen sie bislang kaum konsumiert werden, z.B. Europa. Die kommerzielle Zucht entlastet natürliche Populationen, führt zu kontrollierter Qualität und schafft neue Verdienstmöglichkeiten. Da sie in großen Gruppen gezüchtet werden, benötigen sie dieselbe Aufmerksamkeit hinsichtlich Tiergesundheit und Tierwohl wie andere Nutztiere, und das wurde bisher nicht praktiziert. Ziel des Projektes ist, Tiermedizin- und Biologiestudierende auf dieses Arbeitsfeld vorzubereiten. In Semestermodulen lernen Erstere, wie man integrale Bestandsbetreuung auf einem Insektenbetrieb durchführt und Letztere, wie man bisher ungenutzte Arten auf die Verwendung als Nutztier prüft. Die Lehrinhalte umfassen u.a. Biologie, Anatomie, Physiologie, Krankheiten, Haltungsweise, gesetzlicher Rahmen sowie Tierwohl. Jedes Studierendenteam erhält die Aufsicht über eine Insektencharge, die sie betreuen. Vorlesungen, auch von internationalen Fachkolleg*innen, sowie eine Prüfung runden das Modul ab. Dadurch werden die Kursteilnehmer*innen zu kompetenten Ansprechpartnern für Landwirt*innen. Das Projekt wird über soziale Medien begleitet.
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Kollaborative Lehrveranstaltungen umsetzen
Zur Förderung und Vermittlung kollaborativer Kompetenzen wurde im Wintersemester 2023/24 eine Blockveranstaltung für Studierende aus Hannover, Braunschweig und Göttingen veranstaltet. Ziel war es, Kollaboration für Studierende zugänglich und erlebbar zu machen. Am Ende der Lehrveranstaltung erar-beiteten die Studierenden in Kleingruppen Beiträge für ein Dossier des Hochschulforums Digitalisierung.
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Appropriating Hybrid Teaching: Faculty Challenges in a Multi-Campus German University System
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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