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Gute Wissenschaftspraxis in der empirischen Lehre

Ziel von GUWIEL ist es, Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis stärker in die Ausbildung des akademischen Nachwuchses zu implementieren. Dies soll problematischen Praktiken bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten entgegenwirken, die zu bedenklichen Retraction-Raten von wissenschaftlichen Publikationen beitragen. Hierfür wird das Modul „Empirisches Praktikum“ im Bachelorstudium Psychologie mit zwei Schwerpunkten refomiert: 1) „Open Science“ Standards werden vermittelt, die auf eine transparente und verlässliche Wissenschaftspraxis abzielen. 2) Zudem werden repräsentative anstelle selektiver Daten ausgewertet und damit rückt die Generalisierbarkeit von Befunden stärker in den Fokus (Reaktion auf die Generalisierbarkeitskrise), was sich über die Nutzung von frei verfügbaren Panel-Daten effizient realisieren lässt. Es werden Personalmittel beantragt, um die Lehrveranstaltung in enger Abstimmung mit Studierenden, Dozierenden und Open Science ExpertInnen zu konzipieren, zu verschriftlichen und durchzuführen. Der Erfolg der Neukonzeption wird mittels prä/post-Studie evaluiert, wofür Sachmittel beantragt werden. Das erarbeitete Modul kann nach der Projektlaufzeit kostenneutral an jedem Psychologie-Standort weltweit umgesetzt werden. Die erarbeiteten Lehrmaterialen werden unter CC0-Lizenz frei zur Verfügung gestellt. Das GUWIEL-Projekt hat eine hohe Strahlkraft, da zentrale Elemente für alle Fachdisziplinen relevant sind, die empirisch arbeiten.

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