
Sinn? Voll! - Bedeutungsvolle Lernorte
Studierenden fällt das Lernen leichter, wenn sie den Sinn eines Lernmoduls von Anfang an im praktischen Anwendungskontext erkennen und erleben. Studierende und Lehrende der internationalen Hochschule Rhein-Waal wollen daher gemeinsam mit regionalen Firmen und weiteren Partnern projektbasierte Kursformate entwickeln, bei denen bedeutsame außeruniversitäre Lern- und Experimentierorte eine wesentliche Rolle spielen. In einem Pilotversuch wurde ein in der Firma RF Frontend eingebetteter Kurs erfolgreich durchgeführt. Die Studierenden waren Gestaltende und Lehrende. Die intensive Zusammenarbeit förderte das Kennenlernen und Vertrauen. Diese Freiräume ermöglichen individuelles Wachstum. Bedeutungsvolle Umgebungen sind jegliche kursrelevante Lern- und Anwendungskontexte. Beispiele sind fachbezogene Teams in Unternehmen, Werkstätten, Baustellen, Untersuchungsorte in der Umwelt oder gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Stadtteiltreffs oder Schulen. Projektbezogenes Arbeiten in einem motivierenden und praxisnahen Umfeld vertieft die sozialen Bindungen und die Teamentwicklung. Im Projekt werden vier Kursmodule zyklisch weiterentwickelt, um bedeutungsvolle Orte in der Lehre zu verankern. Zahlreiche Lernblöcke werden in die Unternehmen verlegt und Veranstaltungen vor Ort, auch teilweise draußen, durchgeführt. Vier studiengangsübergreifende Projektphasen werden genutzt, um mit den Studierenden gemeinsam Konzepte und Materialien für die neuen Formate zu entwickeln und zu evaluieren.
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Anatomischer Kurs - Tierpräparation in Virtual Reality
Das Projekt AKTiViR an der RPTU Kaiserslautern-Landau erprobt den Einsatz einer Virtual Reality (VR) App für eine Maus-Präparation in einem zoologischen Grundpraktikum. Eine Maus-Präparation ist Teil vieler zoologischer Praktika, da sie essentiell für das Erlernen des tierischen Bauplans sowie präparatorischer und mikroskopischer Praktiken ist. Befragungen von Studierenden haben gezeigt, dass besonders die Präparation von Wirbel-/Säugetieren mit hohen emotionalen Belastungen einhergeht. AKTiViR adressiert deshalb systematisch den Einsatz einer VR-Präparation zur Vorbereitung bzw. als Substitut im Vergleich zu konventionellen (textbasierter Ansatz) und alternativen digitalen Lehrformaten (Video-Applikationen). Die von unserem Kollaborationspartner, dem Virtual Experience Lab (Prof. Pfaff, HS Kaiserslautern) federführend entwickelte VR Umgebung wird mit von der AG Zoologie (Prof. Pielage, RPTU) erstellten Präparationsvideos und definierten theoretischen Inhalten, die seitens der AG Fachdidaktik (Prof. Thyssen, RPTU) zur Erstellung hybrider Lehr-Lern-Materialen (interaktive Video-Applikation) genutzt werden, verglichen. Ziel ist ein höherer Lernerfolg der Studierenden und eine mögliche Senkung des Tierverbrauchs. Auf Basis der Erfahrungen mit den Lern-Applikationen im Rahmen des Grundpraktikums Zoologie und einer empirischen Analyse durch die AG Fachdidaktik sollen die Applikationen kontinuierlich weiterentwickelt und auf weitere Wirbeltier-Präparationen ausgeweitet werden.
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Lernfeedback durch Kontrafaktische Erklärungen
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Mit E-Portfolioarbeit Selbstregulations- und Reflexionsprozesse anregen
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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