
Sinn? Voll! - Bedeutungsvolle Lernorte
Studierenden fällt das Lernen leichter, wenn sie den Sinn eines Lernmoduls von Anfang an im praktischen Anwendungskontext erkennen und erleben. Studierende und Lehrende der internationalen Hochschule Rhein-Waal wollen daher gemeinsam mit regionalen Firmen und weiteren Partnern projektbasierte Kursformate entwickeln, bei denen bedeutsame außeruniversitäre Lern- und Experimentierorte eine wesentliche Rolle spielen. In einem Pilotversuch wurde ein in der Firma RF Frontend eingebetteter Kurs erfolgreich durchgeführt. Die Studierenden waren Gestaltende und Lehrende. Die intensive Zusammenarbeit förderte das Kennenlernen und Vertrauen. Diese Freiräume ermöglichen individuelles Wachstum. Bedeutungsvolle Umgebungen sind jegliche kursrelevante Lern- und Anwendungskontexte. Beispiele sind fachbezogene Teams in Unternehmen, Werkstätten, Baustellen, Untersuchungsorte in der Umwelt oder gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Stadtteiltreffs oder Schulen. Projektbezogenes Arbeiten in einem motivierenden und praxisnahen Umfeld vertieft die sozialen Bindungen und die Teamentwicklung. Im Projekt werden vier Kursmodule zyklisch weiterentwickelt, um bedeutungsvolle Orte in der Lehre zu verankern. Zahlreiche Lernblöcke werden in die Unternehmen verlegt und Veranstaltungen vor Ort, auch teilweise draußen, durchgeführt. Vier studiengangsübergreifende Projektphasen werden genutzt, um mit den Studierenden gemeinsam Konzepte und Materialien für die neuen Formate zu entwickeln und zu evaluieren.
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Fakultätsübergreifender SCALE-UP Raum
Das Projekt SCALE-UP zielt auf eine nachhaltige Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens an der TH Nürnberg durch den Umbau eines Hörsaals für ca. 100 Studierende als Kristallisationspunkt für die interdisziplinäre und fachübergreifende Entwicklung und Erprobung von Lehrkonzepten in einem neuartigen Lehr-Lernraum. Die Hochschule als Lernort befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: rapider gesellschaftlicher und technologischer Wandel, sinkende Studierendenzahlen mit geändertem Lernverhalten in MINT-Fächern und neue technologische Möglichkeiten treffen auf langfristig angelegte Strukturen und häufig nur bedingt auf grundlegende Anpassungen vorbereitete Lehrende. An dieser Stelle soll über einen attraktiven und über die Hochschule hinaus sichtbaren SCALE-UP-Raum angesetzt werden. Einmal ausgestattet bietet der Raum einen zentralen Ausgangspunkt für die weitere Vernetzung aller Statusgruppen, die in engem Austausch Lehrkonzepte erweitern, sichtbar machen und zur Nachahmung auffordern. Nach dem Aufbau des Raums werden Lehr-Lerneinheiten erarbeitet, die Lehrenden zur Verfügung stehen, die zu Beginn mit Unterstützung durchgeführt werden können. Hierdurch wird der Raum mit seinen innovativen Lehrmöglichkeiten etabliert und für eine große Nutzerzahl bekannt und zugänglich gemacht.
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