
BraWo Das Brauchen und Wollen von Studierenden einander annähern
Nach dem Pandemie-bedingten Digitalisierungs-Schub schätzen es viele Studierende mittlerweile, studieren zu können ohne vor Ort sein zu müssen, sowie die Verfügbarkeit der Aufzeichnungen von Lehrveranstaltungen. Entsprechend wünschen sie sich, dass diese Möglichkeiten auch nach der Pandemie weiter erhalten bleiben. Gleichzeitig beobachten wir als Lehrende, dass nicht alle Studierenden aus diesen flexibleren Möglichkeiten für sich ein persönliches Lerninkrement generieren (können), das vergleichbar wäre mit den im prä-pandemischen Blended Learning erreichten Lernerfolgen. Bevor sich neue Gewohnheiten und damit de-facto Standards für das Lehren und Lernen im post-pandemischen Zeitalter etablieren, muss also das, was Studierende wollen und das, was sie tatsächlich brauchen für ihren persönlichen Lernerfolg, besser in Einklang gebracht werden. Ziel des Projekts ist es, bei den Studierenden ein Bewusstsein zu schaffen für aktives Lernen auch im virtuellen Raum, und zum anderen dieses durch Angebote zu unterstützen, die studentisches Wollen und Brauchen gleichermaßen adressieren. Durch das Projektvorhaben gewinnen zum einen Lehrende mehr Klarheit darüber, was die Studierenden anspricht sowie über Wege, um die Studierenden Zielgruppen-adäquat und bedarfsgerecht zu erreichen. Zum anderen verbessern Studierende ihre Selbstreflexionsfähigkeit und entwickeln ein Bewusstsein für aktives Lernen, als Basis für einen eigenverantwortlichen, selbstgesteuerten Lernprozess.
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Sinn? Voll! - Bedeutungsvolle Lernorte
Studierenden fällt das Lernen leichter, wenn sie den Sinn eines Lernmoduls von Anfang an im praktischen Anwendungskontext erkennen und erleben. Studierende und Lehrende der internationalen Hochschule Rhein-Waal wollen daher gemeinsam mit regionalen Firmen und weiteren Partnern projektbasierte Kursformate entwickeln, bei denen bedeutsame außeruniversitäre Lern- und Experimentierorte eine wesentliche Rolle spielen. In einem Pilotversuch wurde ein in der Firma RF Frontend eingebetteter Kurs erfolgreich durchgeführt. Die Studierenden waren Gestaltende und Lehrende. Die intensive Zusammenarbeit förderte das Kennenlernen und Vertrauen. Diese Freiräume ermöglichen individuelles Wachstum. Bedeutungsvolle Umgebungen sind jegliche kursrelevante Lern- und Anwendungskontexte. Beispiele sind fachbezogene Teams in Unternehmen, Werkstätten, Baustellen, Untersuchungsorte in der Umwelt oder gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Stadtteiltreffs oder Schulen. Projektbezogenes Arbeiten in einem motivierenden und praxisnahen Umfeld vertieft die sozialen Bindungen und die Teamentwicklung. Im Projekt werden vier Kursmodule zyklisch weiterentwickelt, um bedeutungsvolle Orte in der Lehre zu verankern. Zahlreiche Lernblöcke werden in die Unternehmen verlegt und Veranstaltungen vor Ort, auch teilweise draußen, durchgeführt. Vier studiengangsübergreifende Projektphasen werden genutzt, um mit den Studierenden gemeinsam Konzepte und Materialien für die neuen Formate zu entwickeln und zu evaluieren.
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Aufbau und Gestaltung von Good Practice Prüfungen
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Agile Methoden in Entwicklungsprojekten zur Innovation digitaler Hochschullehre
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