
Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt von morgen
Virtuelle Lehre wird an der htw saar pandemiebedingt bereits flächendeckend umgesetzt, wesentliche Voraussetzungen dafür sind implementiert. Allerdings sind bei praxisbezogenen Lernumgebungen wie der Modellfabrik und den Laboren virtuelle Lehr-, Lern- und Prüfungsszenarien zurzeit nicht möglich. Das Vorhaben Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt von morgen fokussiert sich daher auf die Förderung von Future Skills in anwendungsbezogenen digitalen Settings. Einerseits werden hybride und virtuelle Lehr-, Lern- und Prüfungsszenarien in und mit einer smarten Modellfabrik sowie mit einer Plattform für Real- und Echtzeitdaten entwickelt, erprobt und skaliert, die nach dem didaktischen Modell des constructive alignment auf die Vermittlung von Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt von morgen abzielen. Andererseits werden hochschulweite Maßnahmen umgesetzt, wie die Verbesserung der technischen Ausstattung und die Erprobung eines Kompetenznachweises Future Skills für Studierende, die Einführung von Schulungen und Austauschformaten für Lehrende sowie ein studentischer Lehrpreis. Die Veröffentlichung der technischen Entwicklungen und didaktischen Konzepte wird ebenso angestrebt wie die nachhaltige Verankerung der Projektergebnisse.
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Ein OpenSource QuizDuell-App für Hochschulen
StudyDuel ist ein innovatives Open-Source-Quizduell für die Hochschullehre, das (vorerst) speziell auf MINT-Fächer ausgerichtet ist. Die mobile App (für Android, iOS und Web) ermöglicht Studierenden, in spielerischen Wissensduellen gegeneinander anzutreten und dabei nicht nur Multiple-Choice-Fragen, sondern auch komplexe Aufgaben mit Formeln, Programmiercode oder freien Texteingaben zu bearbeiten. Ein KI-System auf Basis eines hochschulinternen Large Language Models (LLM) wertet die Antworten automatisiert aus und generiert unmittelbares Feedback auf Grundlage der hochschuleigenen Lernmaterialien. Studierende werden von Anfang an aktiv in die Entwicklung einbezogen von Fokusgruppen zur Bedarfserhebung bis hin zur Möglichkeit, eigene Fragen zur App beizusteuern. Gamification-Elemente wie Ranglisten, Ehrungspunkte und personalisierte Lernempfehlungen nach absolvierten Duellen steigern die Motivation und fördern einen kontinuierlichen Lernprozess. Als Open-Source-Projekt auf dem KI-Cluster der Hochschule Koblenz angelegt, zielt StudyDuel auf eine hochschulweite Nutzung und bietet zugleich Potenzial für eine nachhaltige, hochschulübergreifende Verbreitung. Damit soll die Lehre in MINT-Fächern innovativer, interaktiver und motivierender gestaltet werden.
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Konzeption und Technologieauswahl
Die vorherige E-Learning-Website der Universität Jena bündelte Angebote verschiedener uni-interner Einrichtungen zur Unterstützung digitaler Lehre und digitalen Lernens, z. B. Tools und Medientechnik, Qualifizierungen oder Austauschformate. Aufgrund des wachsenden Angebotsportfolios wurde die Website grundlegend überarbeitet, um die hohe Anzahl und Vielfalt der Angebote nutzungsgerecht und übersichtlich darzustellen. Die Konzeption und Auswahl einer passenden Technologie basierte auf einer ausführlichen Zielgruppenanalyse, um die tatsächlichen Bedarfe der Lehrenden, Studierenden und Supporteinrichtungen zu adressieren und in technische Funktionalitäten zu überführen. In der Anforderungsanalyse wurden verschiedene Systeme analysiert und getestet. Parallel wurde die Informationsarchitektur mit neuen Navigationswegen, Inhaltsstrukturen und Kategorien erarbeitet. Diese Daten flossen in die Auswahl einer technischen Lösung für die Weiterentwicklung des Portals ein.
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