Projekt Bühne
FAUstairs
Projekt
Zur Suche

FAUstairs

Das Projekt FAUstairs (Formative Assessment for Universities: Strategic Application of Innovative Methods to Raise Study Success Rates) zielt darauf ab, den Studienerfolg durch innovative Assessmentmethoden und eine neue, auf Lern- und Fachkompetenzen ausgerichtete Lehrarchitektur gezielt zu fördern. KI-gestützte formative und summative Assessments unterstützen Studierende systematisch beim Kompetenzaufbau. Ein datenschutzkonformes Monitoring-System analysiert das Lernverhalten und ermöglicht didaktische Anpassungen durch Lehrende. Die Studierenden erhalten gezielt Rückmeldungen, die ihr fachliches Verständnis vertiefen und individuelle Fortschritte fördern. Ergänzend dazu werden die entwickelten Maßnahmen in die Studiengänge und damit in die Lehrarchitektur der FAU integriert.FAUstairs stützt sich auf drei Säulen: 1) didaktische Innovation durch ein Assessmentlab zur Entwicklung neuer Formate, 2) technische Innovation mittels KI-gestützter Digital Twins zur Datenerfassung, und 3) die Integration der neuen Lehrarchitektur in die Universitätsstrukturen und das IT-Ökosystem. Das Projekt identifiziert Handlungsfelder, erarbeitet gemeinsam mit allen Statusgruppen Lösungen und evaluiert den Erfolg laufend anhand von Studienerfolgsquoten und anderen Parametern.

Auf einen Blick

Ausführliche Beschreibung

Die Steigerung von Studienerfolg ist das Ziel des Projekts FAUstairs (Formative Assessment for Universities: Strategic Application of Innovative Methods to Raise Study Success Rates). Die neue Lehrarchitektur, die im Rahmen des Projekts entwickelt und implementiert wird, nimmt die Förderung von Lern- und Fachkompetenzen in den Fokus, die zentrale Bestandteile der FAU-internen Definition von Studienerfolg sind. Innovative und KI-gestützte formative und summative Assessments sollen Studierende im Aufbau dieser Kompetenzen unterstützen. Zudem wird durch eine datenbasierte Modellierung der FAU-Studiengänge ein datenschutzkonformes Monitoring-System entwickelt, das eine Analyse des Lernverhaltens der Studierenden ermöglicht und so didaktisch passende Reaktionen seitens der Lehrenden oder der Lernumgebung erleichtert. Didaktische und technische Innovationen greifen dabei ineinander, um ein ganzheitliches, kompetenzorientiertes Lehr- und Lernumfeld zu schaffen.

Ein wesentlicher Baustein der FAUstairs Lehrarchitektur ist das formative Assessment, das gezielte Rückmeldungen an die Studierenden im Studien- und Veranstaltungsverlauf ermöglicht. Diese Rückmeldungen unterstützen die Studierenden dabei, ihr fachliches Verständnis zu vertiefen und ihre Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln. Durch kontinuierliches Feedback und Reflexion des eigenen Lernprozesses wird der Kompetenzerwerb gefördert, wobei der Lernprozess selbst – sowohl in Bezug auf die Selbststeuerung der Lernenden als auch auf die adaptive Anpassung der Lehre durch die Lehrenden – verstärkt in den Mittelpunkt rückt.

FAUstairs hat die Ambition, den erheblichen Innovationsbedarf im Assessment-Bereich auf allen Ebenen aufzuzeigen, vorhandene Handlungsspielräume auszuschöpfen, potenzielle Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam mit relevanten Akteuren, nebst dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Lösungen zu erarbeiten. Der Erfolg des Projekts wird kontinuierlich anhand verschiedener Parameter, insbesondere der Studienerfolgsquoten, überwacht und evaluiert.

Kontakt

Projektbeteiligte

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101426
Projekt

Flexible DaZ-Professionalisierung im Lehramt

Dynamische gesellschaftliche Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an Lehrkräftebildung und Schulen: Lehrachitekturen müssen agil auf diversifizierte Studienbiografien und neue Zielgruppen reagieren können. Schulen sind mit zunehmenden Anforderungen an die Sprachbildung konfrontiert. Dies gilt insbesondere für die mehrsprachige Metropole Ruhr mit ihren überdurchschnittlich vielen Schulen in herausfordernder sozialer Lage. Diesen strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen stellen sich die drei Partner*innen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit dem vorliegenden Verbundvorhaben. Dafür werden im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) (1) das obligatorische DaZ-Modul studiumsbegleitend, individuell profilierend und flexibler gestaltet, (2) eine Spezialisierung auf neu zugewanderte Schüler*innen ermöglicht und (3) Theorie-Praxis-Bezüge konzeptionell innoviert und strukturell flexibilisiert. Im gut ausgebauten Bereich DaZ der UA Ruhr ergänzen sich die Forschungs- und Lehrgebiete hervorragend. Gelenkt wird der Verbund durch die zentralen Stakeholder der drei Universitäten. Ein externer Expert*innenrat berät an Gelenkstellen des Projekts. Die Bedingungen für das Gelingen sind in der 2007 gegründeten UA Ruhr hervorragend: Sie ist mit aktuell ca. 20.000 Lehramtsstudierenden bundesweit der bedeutendste lehrkräftebildende Bildungsraum, und bietet ihren Studierenden am Ruhrcampus3das gesamte, gemeinsame Lehrveranstaltungsangebot.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100417
Maßnahme

Curriculare Integration von DH in der Germanistik

Digitale Methoden und Ressourcen spielen sowohl in Forschungs- als auch in Vermittlungskontexten geisteswissenschaftlicher Fächer eine wachsende Rolle. Im Rahmen des Projekts Digital Humanities Ruhr wird die Herausforderung, Digital-Humanities-Kompetenzen systematisch in die germanistische Linguistiklehre zu integrieren, adressiert. Die Maßnahme "Digitale Ressourcen und Methoden in der Linguistik" soll die digitalen Geisteswissenschaften in der Germanistik curricular integrieren. Umgesetzt wird dieses Anliegen durch die Einführung eines für diesen Zweck konzipierten DH-Basiskurses im Blended-Learning-Format. Mit ihm sollen Germanistikstudierende zur reflektierten Nutzung von digitalen Forschungsressourcen sowie von Methoden der Korpuslinguistik und der Texttechnologie zur Untersuchung fachlicher Fragestellungen befähigt werden. Die Lehrveranstaltung wird im Rahmen der Novellierung bestehender BA-Studiengänge curricular verankert.

Maßnahme anzeigen
Publikation 100894

Mit studentischer Partizipation Praxis & Theorie besser verzahnen

Die Hochschullehre befindet sich im Wandel: Lehrkonzepte bewegen sich weg von der reinen Wissensvermittlung hin zu einem studierendenzentrierten Ansatz. Lehrende möchten nun Studierende neben benötigten Fachkompetenzen auch mit den passenden Zukunftskompe-tenzen ausstatten und sie zur aktiven Mitgestaltung von Innovationen befähigen. Dieser Wandel erfordert folglich einen kompetenzbasierten Ansatz, der Studierenden mehr Verantwor-tung und Gestaltungsmöglichkeiten für ihren eigenen Lernprozess einräumt. Partizipative Hochschullehre bietet einen didaktischen Ansatz, um diesen Wandel zu meistern, denn Partizipation bietet die Möglichkeit Studierende aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden, die das Lehr-Lern-Setting von Lehrveranstaltungen betreffen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Studierenden in die (Um-)Gestaltung und Umsetzung von Vorlesungsinhalten einzubeziehen. Doch was bedeutet dies praktisch für Lehrende und Lernende? Wann und wie kann studentische Partizipation in Lehrveranstaltungen eingesetzt werden und welche Erwartungen haben Studierende und Lehrende an eine gelungene Umsetzung? Diese und weitere Fragen sind noch nicht abschließend beantwortet worden. Hier setzt unser Forschungsprojekt KoLLI (Kollaborative Lehr-Lern-Innovation, KoLLI, 2026) an. Am Beispiel eines Moduls im Master Wirtschaftsinformatik am DHBW CAS mit vielen partizipativen Elementen versuchen wir in diesem Artikel auf Basis unserer Forschungser-gebnisse, diese Fragen zu beantworten.

Publikation anzeigen