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Interprofessionelle Lehre in Allgemein- und Zahnmedizin

Das Projekt umfasst die Entwicklung, Etablierung und Evaluation eines neuen interprofessionellen Lehrformats für Studierende der Zahn- und Humanmedizin der Universität Leipzig auf Basis des regulären Pflichtcurriculums (Blockpraktikum Allgemeinmedizin, Integrierter Behandlungskurs Zahnmedizin). Dies erfolgt in Zusammenarbeit des Instituts für Allgemeinmedizin und des Funktionsbereichs Interdisziplinäre Zahnerhaltung und Versorgungsforschung der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie. Hintergrund ist, dass obwohl zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Mundgesundheit und chronischen Erkrankungen bestehen (z.B. Parodontitis-Diabetes/kardiovaskuläre Erkrankungen) und Haus- und Zahnärzt:innen in der Prävention die gleichen Risikofaktoren adressieren, im Praxisalltag kaum Kooperation stattfindet. Eigene Vorarbeiten zeigen, dass insbesondere auf hausärztlicher Seite oft fehlendes Wissen zu einem Mangel an Kooperationsbereitschaft beiträgt. Ziel des neuen Lehrangebots ist daher die Förderung gegenseitigen Verständnisses und zukünftiger Zusammenarbeit durch praxisorientierte interprofessionelle Lehre (inkl. Arbeit mit echten Patient:innen), die im Studium bisher nicht stattfindet. Das Lehrformat soll partizipativ mit Studierenden und Ärzt:innen beider Fachrichtungen entwickelt werden, um Praxisrelevanz und Attraktivität der Lehrinhalte, Lernziele und Lehrmaterialien sowie deren zielgruppengerechte didaktische Aufarbeitung zu gewährleisten.

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Erklärvideos von Studis für Studis

Studierende greifen beim Lernen gerne auf Erklärvideos aus dem Internet zurück, wenn sie die Inhalte von Lehrveranstaltungen nicht verstanden haben. Leider sind diese Videos für ihre Ansprüche oft zu stark vereinfacht, und es gibt keine Qualitätssicherung, um sicherzustellen, dass das in den Videos vermittelte Wissen auch korrekt ist. Deshalb möchten wir in unserem Projekt Lehrveranstaltungen konzipieren und durchführen, in der Studierende qualitätsgesicherte Erklärvideos erstellen. Die Studierenden wissen, was ihre Stolpersteine im Lernprozess waren und welche Erklärungen ihnen zu dem Zeitpunkt geholfen hätten. Sie kennen die Zielgruppe, da sie selbst die Zielgruppe sind. So wird es eine Lehre auf Augenhöhe mit Sprache und Stil direkt von und für Studierende. Bei der Themenfindung unterstützen Tutor*innen und Lehrende, die große Erfahrung haben, wo am häufigsten kritische Verständnisprobleme auftreten. Die Studierenden bekommen in den Lehrveranstaltungen von der Mediendidaktik und Medienproduktion der Universität Stuttgart das nötige Know-How für die Erklärvideoproduktion vermittelt, und Fachwissenschaftler*innen unterstützen den Prozess, indem sie die Inhalte auf fachliche Korrektheit überprüfen. Veröffentlicht werden die Videos als OER auch auf YouTube, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Eine Wirksamkeitsuntersuchung, in der insbesondere die Theorie der "Threshold Concepts" überprüft wird, rundet das Projekt ab.

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Maßnahme 100658
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Publikation 100174

Be Students not Strangers Fragenset Deutsch

In dieser Serie finden Sie einerseits das Fragenset Be Students Not Strangers für den direkten Einsatz in Veranstaltungen. Andererseits erhalten Sie in der Datei Anleitung weiterführende Informationen zum Hintergrund der Entstehung und weiterführende Literatur zu studentischem Engagement und Gemeinschaftsgefühl. Das Fragenset wurde vom Projekt Co³Learn entwickelt, um Studierenden den Einstieg in Lehrveranstaltungen zu erleichtern und die Bildung von nachhaltigen Learning Communities zu fördern. Kennenlernen und Check-Ins werden durch das Fragenset Be Students Not Strangers begleitet. Die darin enthaltenen Fragen regen den Austausch in Kleingruppen an, gehen über üblichen Smalltalk hinaus und schaffen Raum für Verbindungen zwischen den Teilnehmenden. Die Fragen regen außerdem die Selbstreflexion der Teilnehmenden an. Durch den Einsatz der Fragen entsteht ein Gefühl der Zugehörigkeit, das nicht nur das Arbeitsklima verbessert, sondern auch das Lernen unterstützt und die aktive Teilnahme stärkt. Das Fragenset kann einfach in Lehrveranstaltungen integriert werden und bietet einen Impuls für kollaboratives und unterstützendes Lernen. Weitere Informationen zum Projekt Co³Learn finden sie hier: www.co3learn.de

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