
Virtueller Campus zur Begleitung im Studium
Die Informationssicherheit und Orientierung im Studium leidet häufig an einer fehlenden Verzahnung von Strukturen miteinander. Durch die Gestaltung und den Inhalt des virtuellen Campus sollen durch Befriedigung der Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit von Studierenden eine internalisierte Motivation ermöglicht und darauf aufbauend die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen gefördert werden. Indem alle Informationen und zusätzliche Angebote an einem Ort auffindbar sind und gezielt die Orientierung und Informationssicherheit ansprechen, werden Studierende ins-besondere in kritischen Phasen des Studiums unterstützt, in denen sie Informationen oder Wissen benötigen.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass digitale Lehre möglich und sinnvoll ist, dass aber auch eine spezifische Gestaltung notwendig ist, um insbesondere die sozial-emotionalen Kompetenzen von Studierenden nicht außer Acht zu lassen. Studierende der Sozial-, Gesundheits- und Therapiewissenschaften sehen im Kontext ihrer beruflichen Zukunft fachspezifischen und gesundheitsbezogenen Herausforderungen entgegen.
Herangehensweise
Die Entwicklung eines virtuellen Campus als übersichtliche Plattform mit allen notwendigen Informationen und Angeboten zum eigenen Studium soll Studierende von Beginn ihres Studiums an über den gesamten Student Life Cycle hinweg begleiten und dabei insbesondere die von der Self Determination Theory als zentral beschriebenen psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Verbundenheit fokussieren. Im Sinne der Theorie führt dies zu einer gesteigerten Motivation und ebnet somit den Weg zur Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen, was durch verschiedene Angebote gezielt angesprochen wird.
Zusammenhang
In zwei Mixed Methods-Evaluationen wurde untersucht, wie sich bei Bachelor-Studierenden der Sozial-, Gesundheits- und Therapiewissenschaften der HAWK im ersten Semester die Befriedigung der psychologischen Grundbedürfnisse und die sozial-emotionalen Kompetenzen im ersten Semester entwickeln, ob es einen Zusammenhang mit der Nutzung des virtuellen Campus gibt und wie Studierende ihren Einstieg ins Studium erleben.
Voraussetzung
Die Evaluationen wurden teilweise im Rahmen der Einführungs- oder Lehrveranstaltungen durchgeführt, weshalb hier die Bereitschaft der Fakultäten bzw. Lehrenden notwendig war, uns dort einzubinden.
Eignung
Die Ergebnisse der Evaluation ergeben, dass der Studieneinstieg eine kritische Phase ist, die als Herausforderung und phasenweise auch als Überforderung wahrgenommen wird. Auch wenn der virtuelle Campus noch wenig genutzt wurde, zeigen sich signifikante Interaktionseffekte zwischen der Campusnutzung und der Einschätzung emotionaler Kompetenzen sowie der Selbstwirksamkeitserwartung. Zudem wird insbesondere aus den Interviews deutlich, dass eine übersichtliche Plattform, auf der alles übersichtlich auffindbar ist, was Studierende für ihr Studium benötigen, den Einstieg ins Studium und dadurch möglicherweise auch den weiteren Verlauf des Studiums positiv beeinflussen kann.
Hinweise
Effekte
Die Nutzung des virtuellen Campus war niedriger als erwartet. Das könnte daran liegen, dass die evaluierten Studierenden in der Studieneingangsphase keine weiteren Kapazitäten für eine Plattform haben, die neben den bereits existierenden Plattformen existiert.
Learnings
Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit anderen zentralen Einrichtungen der Hochschule, insbesondere der IT, kann eine strukturelle Verankerung vereinfachen.
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