Projekt Bühne
MARS-D
Projekt
Zur Suche

Mixed-ReAlity-Selbstreflexion von Unterrichtshandeln – Design eines Trainingsmoduls

Im Forschungsprojekt "Mixed-ReAlity ReflectionS - Design eines Trainingsmoduls" (MARS-D) wurde untersucht, inwieweit volumetrische Videoaufnahmen einen Mehrwert für die Reflexion von Erklärsituationen gegenüber klassischen Videoaufnahmen bieten. Das Forschungsprojekt wurde in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen (Prof. Dr. Viola Deutscher) sowie dem GameLab der Universität Konstanz (Prof. Dr. Beate Ochsner, Prof. Dr. Isabell Otto) durchgeführt. Das dazugehörige Hauptseminar wurde im Wintersemester 2024/2025 und im Sommersemester 2025 für Masterstudierende der Wirtschaftspädagogik angeboten. Im Rahmen eines Experimental-Kontrollgruppen-Designs wurden Erklärsituationen der Studienteilnehmer*innen entweder in einem volumetrischen Setting mittels eines kamerabasierten Aufnahmesystems mit zehn Microsoft Azure Kinect DK oder in einem klassischen Setting mittels einer Standardvideokamera aufgezeichnet. Darüber hinaus bewerteten alle Studienteilnehmenden im Rahmen von Fremdreflexionen sowohl volumetrische als auch klassische Videoaufnahmen von vorab erstellten Erklärsituationen. Die Reflexion der volumetrischen Videoaufnahmen erfolgte in einem virtuellen Klassenzimmer mithilfe von VR-Brillen, während die klassischen Videoaufnahmen am Laptop aus einer festen Perspektive analysiert wurden. Neben der Förderung der Erklär- und Reflexionsfähigkeit stellte auch der didaktisch reflektierte Einsatz innovativer Technologien ein zentrales Ziel des Seminars dar.

Auf einen Blick

Ausführliche Beschreibung

Forschungsfragen:

  1. Welche Potenziale und Grenzen bieten volumetrische Videos für die Reflexion von Unterrichtshandeln?

  2. Inwiefern unterscheidet sich die Qualität der Selbst- und Fremdreflexion in Abhängigkeit von der verwendeten Aufnahmetechnologie (volumetrische Videos vs. klassische Videoaufnahme)?

Zentrale Erhebungsinstrumente:

  1. Qualitätsmerkmale von Unterrichtserklärungen (Findeisen, 2017)

  2. Multimodale Präsenzskala (Makransky et al., 2017)

Ablauf des Seminars:

  1. Auftaktveranstaltung (digital)

  2. Aufnahme der Micro-Teaching-Situationen (volumetrische Videoaufnahmen: GameLab der Universität Konstanz; klassische Videoaufnahmen: Seminarraum am jeweiligen Universitätsstandort)

  3. Blockveranstaltung (zwei Tage am Standort Konstanz)

  4. Reflexion der Micro-Teaching-Situationen (am jeweiligen Universitätsstandort)

  5. Abschlussveranstaltung (digital)

Lernziele des Seminars:

Die Studierenden sind in der Lage, ...

  1. Qualitätsmerkmale und dazugehörige Qualitätskriterien von Erklärsituationen zu benennen und anzuwenden.

  2. den Prozess professioneller Reflexion zu erläutern.

  3. eigene und fremde Erklärsituationen im Rahmen von Micro-Teachings zu reflektieren.

  4. neue immersive Technologien kennenzulernen und deren Einsatzmöglichkeiten zu reflektieren.

Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Ausschnitt Erklärsituation "Marktkonforme Staatseingriffe"DownloadCC-BY 4.0MP49.39 MB
Exemplarische Ansicht der Erklärsituation "Marktkonforme Staatseingriffe" in VR-KlassenzimmerDownloadCC-BY 4.0PNG1.50 MB
Setting der klassischen Videoaufnahme (Seminarraum der Universität Konstanz)DownloadCC-BY 4.0JPEG245.25 kB
Setting der volumetrischen Videoaufnahme (GameLab der Universität Konstanz)DownloadCC-BY 4.0JPG37.94 kB

Kontakt

Projekt Kontakt

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 100993
Projekt

h2d2 - didaktisch und digital kompetent Lehren und Lernen

Die Hochschule Magdeburg-Stendal (h2) strebt eine innovative didaktisch und digital kompetenzorientierte Lehr-Lern-Weiterentwicklung an. Sie implementiert interdisziplinäre Lehr-Lern-Labore, die neue innovative Ideen der Blended-, Hybrid- und Online-Lehre partizipativ konzipieren, erproben und kooperativ durch regelmäßige und systematische Evaluation analysieren. Entstehende Bildungsressourcen werden als Open Educational Ressources zugänglich gemacht. Durch partizipative Formate wie dem Hochschulforum und wissenschaftliche Begleitung wird die Arbeit der Labs a) miteinander verschränkt, b) im Sinne des Leitbilds der Hochschule und der „Leitlinien Lehren Lernen" gesteuert und weiterentwickelt sowie c) der Wissenstransfer in die Hochschule und die deutsche und internationale Wissenschafts- und Hochschullandschaft hinein unterstützt. Ausgehend von den gemachten Erfahrungen werden die bestehenden wie auch die erprobten Lehr, Lern- und Prüfungssettings, -aktivitäten und -konzepte evidenzbasiert innerhalb der Curricula und Studiengänge weiterentwickelt und in neue Kontexte übertragen.

Projekt anzeigen
Maßnahme 101127
Maßnahme

Festival of Digital Connections für Studierende

Anfang Oktober 2022 fand an der Uni Göttingen drei Tage lang das Festival of Digital Connections statt. Etwa 200 überwiegend niedersächsische Studierende nahmen daran für drei Tage teil. Das Programm umfasste rund 40 Workshops, Keynotes, eine Toolmesse und Diskussionen zu Studium und Leben im Kontext der Digitalisierung.

Maßnahme anzeigen
Publikation 100747

Innovative Hochschullehre auf dem digitalen Campus - Konzepte, Methoden und Anwendungen

Im Bereich der digitalen Hochschullehre hat die Universität Hildesheim seit 2020 besondere Innovationskraft bewiesen. Im Drittmittelprojekt „Digital C@MPUS-le@rning“ und in seiner direkten Nachbarschaft wurden hochinnovative digitale Lehr-Lern-Szenarien entwickelt, erprobt und verstetigt. Im Fokus dieses Sammelbands stehen didaktische Konzepte, praxisnahe Einsatzszenarien und empirische Erfahrungen. Die Beiträge bieten somit wertvolle Einblicke in den nachhaltigen Wandel universitärer Lehre im digitalen Zeitalter. Der Band lädt dazu ein, digitale Lehr-Lernformate mit unterschiedlichen Schwerpunkten – individuell, sozial, immersiv, hybrid – kennenzulernen, weiterzuentwickeln und als Inspiration für weitere Lehrinnovationen zu nutzen.

Publikation anzeigen