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Digitalität menschlich gestalten

Das Projekt nimmt den Leitspruch der Universität Siegen „Zukunft menschlich gestalten“ auf und adressiert unter dem Stichwort der Digitalität einen kollaborativ gesteuerten Paradigmenwechsel in der Lehr-Lernkultur der Universität Siegen. Dies umfasst Didaktik, Prozesse und Infrastruktur und insbesondere die Einbindung, Vernetzung, Interaktion und Kooperation von Studierenden, Lehrenden, Serviceeinrichtungen und Hochschulverwaltung auf Basis gemeinschaftlich entwickelter Handlungsprinzipien und Qualitätsmerkmale. Ziel eines solchermaßen ganzheitlichen und dauerhaft gedachten Prozesses ist die Etablierung einer gestaltenden Kultur des gegenseitigen Erkennens von Fachinhalten, -zusammenhängen und entwicklungen sowie der wechselseitigen Bedarfe. Es entsteht so eine kontinuierliche Verbesserung des (digitalen) Lehrens und Lernens unter selbstverständlicher (Mit-)Nutzung von Digitalität in der Breite der gesamten Universität. Als zentrale Qualitätsmerkmale stehen hier die Kompetenzorientierung und Studierendenzentrierung im Vordergrund. Digitale Lehrformate und die digitale Gestaltung von Studiengängen sollten in dieser Hinsicht einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung leisten, der durch analoge Formate nicht erbracht werden kann.

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In vielen Hochschulen sind Labore oft historisch gewachsen. So werden beispielsweise neue Laborausstattungen in bestehenden Aufbewahrungsschränken untergebracht und neue Laborversuche werden an gerade freiwerdenden Flächen aufgebaut. Eine systematische Analyse für die optimale Gestaltung erfolgt aus Kapazitätsgründen oft nicht. Dadurch entsteht eine Ineffizienz, welche meist einen Mehraufwand an Zeit, Geld und Material verursacht. In der Industrie ist daher schon seit vielen Jahren „Lean Management“ ein fester Bestandteil im täglichen Arbeiten. Diese hat das Ziel, Verschwendung in vielfältiger Hinsicht zu minimieren und die Effizienz und Qualität der Produkte zu erhöhen. In der Hochschullandschaft fehlen zur Umsetzung der Lean-Prinzipien maßgeschneiderte Vorgehensweisen. An diesem Problem setzt das Projekt an. Das Ziel des Projektes ist es, einfache Vorgehensweisen und Werkzeuge zu entwickeln, welche Ressourcenverschwendung im Bereich der Lehrlabore reduzieren und somit eine Verbesserung der Arbeitsumgebung herbeiführen sollen. Die Lean-Methoden werden zunächst auf ein Labor angewandt und optimiert. Danach werden diese auf weitere Labore adaptiert und deren Akzeptanz und Wirkung untersucht. Die Studierenden spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie die Kunden in den Laboren sind und von einer höheren Qualität am meisten profitieren. Durch das aktive Einbinden der Studierenden sammeln sie wichtige Erfahrungen im ressourcenschonenden und kollaborativen Arbeiten.

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Das Digital-Humanities-Zertifikat der UA Ruhr

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