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digi.peer - digitales Peer-Mentoring

Im digitalen Lehrprojekt „Digitales Peer-Mentoring im Kontext einer Literatur- und Forschungswerkstatt im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit“ (digi.peer), das an ein erprobtes digitales Lehrkonzept anschließt, sollen Studierende im Prozess der Ko-Konstruktion in Peergroups den Umgang mit digitalen Future Skills im Anwendungsbezug beim Verfassen ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten als zentrale Zukunftskompetenzen erlernen. Dabei wird didaktisch eine Kombination vier verschiedener Lehr-Lern-Settings genutzt: 1. Asynchrone Lerneinheiten, 2. Peer-Mentoring-Austausch, 3. Plenum-Mentoring-Treffen, 4. Einzel-Coachings. Durch die Verbindung der verschiedenen Lehr- und Lernmethoden im aktivierenden blended-learning Setting können Studierende anhand von zahlreiche Übungen und Techniken die Modulinhalte in ihr eigenes Schreibprojekt übertragen. Die unterschiedlichen Elemente, Gruppenkontexte, Lernorte, Themen und Aufgaben ermöglichen es neben der strukturierten Begleitung auch, Herausforderungen in den verschiedenen Phasen eines Schreibprozesses aus unterschiedlichen Perspektiven zu erfassen, gemeinsam passende Lösungen zu finden und es ist interdisziplinär nutzbar. Dabei greift digi.peer in vier Maßnahmen folgende Methoden auf: 1. Arbeit mit kollaborativen Tools, 2. wissenschaftliches Arbeiten mit und rechtliche Voraussetzungen für die Arbeit mit KI, 3. virtuelle Kooperationen mit VR-Brillen, 4. digitale Abschlusstagung zu Future Skills und Digitalisierungskompetenz.

Auf einen Blick

Ausführliche Beschreibung

1. Welche zukünftigen Perspektiven sehen Sie über den Projekthorizont hinaus?

Das Projekt digi.peer und der dazugehörige Zertifikatskurs digi.peer+ sind auf langfristige Wirkung ausgerichtet. Bereits jetzt ist das Konzept von digi.peer hochschulweit in den Allgemeinwissenschaftlichen Wahlmodulen „Schreibwerkstatt für Abschlussarbeiten“ (Ba-chelor) sowie „Wissenschaftliches Arbeiten im digitalen Zeitalter“ (Master) an der Technischen Hochschule Rosenheim verankert und für alle Studiengänge zugänglich gemacht worden. Geplant ist, das Angebot interdisziplinär weiter auszubauen. Dabei wird das bereits erfolgreich etablierte Zusammenspiel aus Peer-Mentoring, Coachings und dem Erwerb digitaler Future Skills genutzt, um allen Studierenden zeitgemäße Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien, generativer KI und kollaborativen Tools zu vermitteln.

Über die Hochschule hinaus könnten sich Transfer- und Adaptionsperspektiven ergeben: Die Schreibwerksätten und der Zertifikatskurs sind aufgrund ihrer modu-laren und skalierbaren Struktur auch für andere Akteure in der Erwachsenen- und Weiterbildung attraktiv, zum Beispiel für Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung oder freie Träger in der Sozialen Arbeit. Die praxisnahe Vermittlung digitaler Kompetenzen und der reflektierte Umgang mit KI lassen sich auch in bestehende Weiterbildungsprogramme integrieren, sei es durch Workshops, digitale Schreibwerkstätten oder andere niedrigschwellige Angebote.

Die Inhalte von digi.peer sind sowohl in formellen als auch in informellen Lernkontexten einsetzbar. Damit bietet das Projekt die Grundlage für Multiplikation über Hochschulgrenzen hinweg. Geplant ist, die öffentlichen Ergebnisse – wie didaktische Konzepte, Best Practices und Materialien – über Publikationen, Konferenzen und digitale Plattformen zugänglich zu machen. Diese Dissemination erleichtert anderen Institutionen die Adaption des Konzepts und fördert den langfristigen Wissenstransfer. Auch eine stärkere internationale Vernetzung im deutschsprachigen Raum wird als Zukunftsperspektive gesehen, um das Modell weiterzuentwickeln.

Digi.peer zielt darauf ab, durch digitale und kollaborative Praktiken in der Lernbegleitung neue Impulse zur Lehr- und Lernkultur für Studierende und Lehrende an der TH Rosenheim zu etablieren. So kann es einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Bildungseinrichtungen zukunftsfähig aufzustellen und Lehrende und Lernende auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Wissensgesellschaft vorzubereiten.

2. Welche Learnings auf Projektebene möchten Sie teilen?

Eines der zentralen Learnings betrifft die Wirksamkeit des kombinierten Modells aus Peer-Mentoring, Einzelcoachings, strukturierten Schreibgruppen und dem Erwerb digitaler Future Skills. Die methodische Vielfalt wird von den Teilnehmenden positiv wahrgenommen, da sie unterschiedliche Bedarfe adressiert und eine flexible, selbstgesteuerte Gestaltung des Lernprozesses ermöglicht. Insbesondere die Verbindung von generativer KI mit einem lernendenzentrierten Ansatz hat sich als innovativ und motivierend erwiesen. Studierende schätzen die praxisnahe Erprobung von KI-Tools im wissenschaftlichen Kontext, insbesondere, wenn sie begleitet wird durch kritische Reflexion über ethische, rechtliche und methodische Fragen.

Ein weiteres Learning ist, dass die Rolle der Lehrperson neu gedacht wird: Sie fungiert nicht mehr primär als Wissensvermittlerin, sondern als Prozessbegleiterin, die Impulse gibt, den Reflexionsrahmen schafft und individuelle Unterstützung anbietet. Dies stärkt die Eigenverantwortung der Lernenden und fördert ihre Selbstorganisation. Das Projekt profitiert von seiner modularen Struktur, die es erlaubt, Inhalte und Formate flexibel an verschiedene Zielgruppen anzupassen. Diese Modularität erleichtert auch die Integration in bestehende curriculare Strukturen, wie die Einbindung in Wahlmodule, und unterstützt die nachhaltige Verankerung an der Hochschule.

Durch Beiträge auf nationalen und internationalen Konferenzen, Publikationen, Mitmachaktionen sowie Video- und Podcast-Produktionen konnte die Sichtbarkeit des Projekts deutlich erhöht werden. Diese Öffentlichkeitsarbeit trägt nicht nur dazu bei, das Projekt als innovatives Modell zu positionieren, sondern erleichtert auch den Wissenstransfer zu anderen Einrichtungen. Ein Beispiel für die gelungene Vernetzung ist die Aufnahme des Zertifikatskurses digi.peer+ in eine Studie des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) zum Thema „KI in Studium und Lehre“. Das Projektteam empfiehlt darüber hinaus, didaktische Innovationen mit sozialen und kommunikativen Elementen zu verbinden. Nur so können digitale Transformationsprozesse in der Bildungspraxis nachhaltig wirken.

Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Digi.peer-FlyerLink aufrufen/PDF/
Digi.peer-Flyer mit QR-Code zum PodcastLink aufrufen/PPTX/
Digi.peer-Poster: ConSozial 2024Link aufrufen/PPTX/
Digi.peer-Poster: EAPRIL 2024Link aufrufen/PPTX/
Digi.peer-Poster: Tag der Forschung THRO 2024Link aufrufen/PPTX/

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