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PReBi.forum – ein hochschulweiter Arbeits- und Austauschraum zum pädagogischen Reflektieren

Ausgangspunkt für das PReBi.forum an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg war ein niedrigschwelliger, hochschulöffentlicher Auftakt am 13.01.2026. Dabei wurden Projektstruktur und Aktivitäten der Arbeitspakete vorgestellt, erste Kontakte geknüpft sowie Bedarfe und unterschiedliche Verständnisse von Reflexion bei Mitarbeitenden, Lehrenden und Professor:innen erfasst. Auf Wunsch der Teilnehmenden entwickelte sich daraus ein regelmäßig stattfindendes Forum. Im Sommersemester 2026 fand das PReBi.forum an vier Terminen (29. April, 13. Mai, 10. und 24. Juni, jeweils 14 – 16 Uhr) statt. Impulsvorträge boten Einblicke in laufende Seminare, Projekte und reflexive Lehr-Lern-Formate. Die anschließenden Diskussionen dienten der Analyse von Reflexionsmomenten sowie der Weiterentwicklung von Kooperationen und Seminarkonzepten. Ergänzend wurde vom 23. bis 25. Juni 2026 ein „Markt der Möglichkeiten“ im Foyer mit Seminarkonzeptionen, Materialien und Reflexionsübungen angeboten.

Kategorien

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Professionelles Reflektieren
Hochschuldidaktik
fächerübergreifender Austausch
Lehr-Lern-Labore
Community Building
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

PReBi ist als hochschulweites Projekt und als Rahmen für pädagogisches Reflektieren noch nicht in allen Bereichen gleichermaßen bekannt. Zugleich besteht die Herausforderung, fach- und clusterübergreifende Verständigung über Reflexion anzuregen, Vorbehalte gegenüber zusätzlichen Projektformaten abzubauen und Lehrende sowie Studierende trotz unterschiedlicher Zeitstrukturen für freiwilligen Austausch, Kooperation und gemeinsame Konzeptentwicklung zu gewinnen.

Herangehensweise

Konzipiert wurde ein niedrigschwelliges, offenes Forum über das Semester hinweg. Statt einer linearen Vortragsreihe dient es als offener Arbeitsraum: Lehrende und Projektbeteiligte stellen laufende Seminare, Lehr-Lern-Labor-Settings oder Reflexionsfragen kurz vor; anschließend werden reflexive Elemente, Beobachtungen, Materialien, Kooperationsmöglichkeiten und konkrete Weiterentwicklungen gemeinsam diskutiert. Die vier Termine im Sommersemester 2026 wurden thematisch als Auftakt, Vertiefung, Werkstatt und Perspektiven gegliedert. Durch die Möglichkeit, jederzeit einzusteigen, bleibt die Teilnahme flexibel. Persönliche Einladungen, hochschulweite Kommunikation und die Anbindung an bestehende Lehrveranstaltungen erhöhen die Sichtbarkeit. Als Erweiterung wurde ein offener Markt- bzw. Messecharakter mit Clusterständen, Reflexionsimpulsen und informellen Gesprächsräumen erprobt.

Zusammenhang

Die Maßnahme wurde im Projektkontext von PReBi an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg entwickelt und hochschulweit erprobt. Sie verbindet die Cluster MINT, Frühförderung, Sprache/Deutsch sowie Kunst–Musik–Sport und richtet sich fächerübergreifend an Lehrende, wissenschaftliche Mitarbeitende, Lehrbeauftragte und Studierende. Im Sommersemester 2026 fanden vier zweistündige Termine statt.

Voraussetzung

Erforderlich sind ein verlässlich verfügbarer, kommunikationsfreundlicher Raum, eine kleine koordinierende Gruppe und frühzeitig festgelegte Termine. Für den Sommer 2026 wurde der Malersaal, Raum 1.329, für vier Termine reserviert. Zentral sind persönliche Kontakte zu Lehrenden und Projektbeteiligten, die eigene Seminare, Materialien oder offene Fragen einbringen. Das Format benötigt keine umfangreiche technische Ausstattung; hilfreich sind Präsentationsmöglichkeiten, Moderationsmaterialien und Flächen für Ergebnisse. Die hochschulweite Ankündigung sollte zu Semesterbeginn erfolgen; für das Sommersemester 2026 war eine Campus-Kommunikation ab 15. April vorgesehen. Da die Teilnahme freiwillig ist, müssen Nutzen, Offenheit und die Möglichkeit des jederzeitigen Dazukommens deutlich kommuniziert werden. Für die Messevariante sind Clusterstände, ein Infopunkt, informelle Gesprächsbereiche sowie einfache Feedbackmöglichkeiten sinnvoll.

Eignung

Geeignet ist das Format, wenn Teilnehmende wiederholt oder fachübergreifend teilnehmen, eigene Lehrsituationen und Reflexionsfragen einbringen, Materialien oder Seminarkonzepte austauschen und neue Kontakte entstehen. Weitere Hinweise sind konkrete Verabredungen zur Zusammenarbeit, die Einbindung ganzer Seminare oder Studierendengruppen sowie die Weiterentwicklung einzelner Ideen in Lehrveranstaltungen, Lehr-Lern-Laboren oder Projektaktivitäten. Rückmeldungen sollten zeigen, ob der offene Charakter als entlastend und inspirierend erlebt wird und ob Termine, Dauer und Moderationsgrad die Teilnahme ermöglichen. Die Resonanz ist nicht allein an Teilnehmendenzahlen zu messen, sondern auch an Qualität und Nachhaltigkeit der entstandenen Gespräche, Kooperationen und Folgeaktivitäten.

Vorgehen/Schritte

1. Ziel und Funktion klären

Das Forum als offenen Arbeits- und Austauschraum definieren, nicht nur als Vortragsreihe. Zielgruppen, Cluster und erwarteten Mehrwert – etwa Materialaustausch, Reflexion von Seminaren, Kooperationen oder gemeinsame Konzeptentwicklung – präzisieren.

2. Semesterplanung frühzeitig abstimmen

Termine und Uhrzeiten so wählen, dass unterschiedliche Institute und Lehrveranstaltungen berücksichtigt werden. Im Sommersemester 2026 wurden vier zweistündige Termine als Auftakt, Vertiefung, Werkstatt und Perspektiven geplant.

3. Raum und Grundausstattung sichern

Einen gut erreichbaren, kommunikationsfreundlichen Raum reservieren; Präsentationstechnik, Moderationsmaterial, Arbeitsflächen und bei Bedarf Bereiche für Clusterstände vorsehen.

4. Beiträge gewinnen

Lehrende, wissenschaftliche Mitarbeitende, Lehrbeauftragte und Studierende persönlich ansprechen. Kurze Inputs zu Seminaren, Lehr-Lern-Laboren, Reflexionsfragen, Materialien oder laufenden Projekten vereinbaren.

5. Gemeinsame Ausgangspunkte vorbereiten

Wo entstehen Reflexionsmomente? Welche Beobachtungen irritieren? Welche Unterstützung oder Kooperation wird benötigt?

6. Format offen moderieren

Inputs kurz halten, ausreichend Zeit für Diskussion, kollegiale Rückfragen und gemeinsame Arbeit lassen. Transparenz über Ablauf und Ziele schaffen, den Moderationsgrad aber an die Gruppe anpassen.

7. Teilnahme niedrigschwellig gestalten

Kommunizieren, dass ein Einstieg an jedem Termin möglich ist. Persönliche Einladung mit hochschulweiter Ankündigung verbinden und Nutzen sowie Themen vorab sichtbar machen.

8. Ergebnisse sichern

Kontakte, Ideen, Materialien, Kooperationswünsche und nächste Schritte knapp dokumentieren. Feedback mündlich, über Karten, Flipcharts oder QR-gestützt einholen.

9. Iterativ weiterentwickeln

Resonanz, Terminpassung und Beteiligungsformen auswerten. Bei Bedarf das zweistündige Gesprächsformat durch Werkstattanteile, Seminarbeteiligung oder einen offenen Markt der Möglichkeiten mit Clusterständen ergänzen.

Hinweise

Effekte

Die Resonanz war heterogen. Ein Teil der Teilnehmenden erlebte den offenen, fachübergreifenden Austausch als bereichernd und inspirierend; zwischen Lehrenden entstanden neue Kontakte, Kooperationsideen und konkrete Anschlüsse an Seminare. Unerwartet war die Beteiligung ganzer Lehrveranstaltungen beziehungsweise Studierendengruppen, wodurch Perspektiven aus Studium und Lehre unmittelbar zusammenkamen. Zugleich zeigte sich, dass ein zweistündiges freiwilliges Zusatzformat je nach Wochentag, Uhrzeit und Arbeitsbelastung schwer zugänglich sein kann. Unterschiedliche Erwartungen an die Moderation wurden sichtbar: Einige wünschten stärkere Führung, andere schätzten gerade die Offenheit. Daraus entstand die Weiterentwicklung zu Werkstattformaten und einem Markt der Möglichkeiten mit Clusterständen, Reflexionsimpulsen und informellen Gesprächsräumen zu mehreren Zeitpunkten in der Woche, um mehr Personengruppen ansprechen zu können.

Learnings

Entscheidend ist, Intention, Thema und konkreten Mehrwert jedes Termins früh und verständlich zu benennen. Ein offenes Format funktioniert nicht ohne Rahmung: Kurze Inputs und wenige Leitfragen erleichtern den Einstieg, während ausreichend freie Gesprächs- und Arbeitszeit erhalten bleiben muss. Terminlage und Dauer beeinflussen die Teilnahme stark; wechselnde Zeiten oder kompaktere Module können Zugänge erweitern. Persönliche Einladungen sind wirksamer als alleinige allgemeine Ankündigungen. Die Beteiligung von Studierenden verändert die Gespräche produktiv und sollte gezielt ermöglicht werden. Nicht alle Teilnehmenden benötigen denselben Moderationsgrad; deshalb ist eine adaptive Moderation sinnvoll. Ergebnisse und Folgeabsprachen müssen dokumentiert werden, damit aus inspirierenden Gesprächen nachhaltige Kooperationen, Seminarkonzepte oder Lehr-Lern-Labor-Aktivitäten entstehen.

Empfehlung

Rückblickend empfiehlt sich kein vollständig alternatives, sondern ein modulareres Vorgehen. Anstelle ausschließlich zweistündiger Gesprächsrunden können kurze Impulse, thematische Werkstatttische, Mikro-Workshops und offene Gesprächszeiten kombiniert werden. Ein Markt der Möglichkeiten mit Clusterständen erleichtert den unverbindlichen Einstieg, macht Materialien und Projekte sichtbar und spricht auch Studierende gezielter an. Zusätzlich können einzelne Forumsphasen direkt an bestehende Seminare oder Lehr-Lern-Labor-Termine angebunden werden. So bleibt der hochschulweite Austausch erhalten, während Zeitaufwand und Zugangshürden sinken.

Tipps

Frühzeitig planen und persönlich einladen; Thema, Nutzen und Ablauf jedes Termins konkret ankündigen. Unterschiedliche Wochentage oder kompakte Zeitfenster erproben. Inputs konsequent kurz halten und mit offenen Leitfragen verbinden. Einen jederzeitigen Einstieg ermöglichen, ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen. Lehrende und Studierende gemeinsam beteiligen. Ergebnisse, Kontakte und nächste Schritte unmittelbar sichern. Bei geringer Resonanz nicht nur stärker werben, sondern Format, Dauer und Moderationsgrad anpassen. Gesprächsrunden durch Werkstattanteile, Clusterstände oder einen Markt der Möglichkeiten ergänzen.

Sonstiges

Das PReBi.forum ist Kommunikationsraum und Entwicklungsinstrument des Projekts. Sein Wert liegt nicht nur in einzelnen Terminen, sondern in der kontinuierlichen Verbindung von Fachkulturen, Lehrveranstaltungen, Lehr-Lern-Laboren und Studierendenperspektiven. Die offene, iterative Weiterentwicklung ist daher Teil des Konzepts. Terminübersichten, kurze Berichte, Materialien, Ergebnisse und Folgeprojekte sollten zentral dokumentiert und hochschulweit zugänglich gemacht werden.

Kontakt

Bearbeiter:in
Meret DeißStellvertretende Projektleiter:in
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
„Markt der Möglichkeiten“Link aufrufenHochschulnews zum Konzept „Markt der Möglichkeiten“/PReBi.forum mit Clusterständen und KI Feedbackformaten/Link/
Ankündigung und Terminübersicht PReBi.forumLink aufrufenAnkündigung und Terminübersicht PReBi.forum SoSe 2026 (29.04., 13.05., 10.06., 24.06.; jeweils 14–16 Uhr; Raum 1.329 Malersaal)./Link/
Campus-Kommunikation zum PReBi.forum "Perspektiven"Link aufrufen/Link/
E-Mail-AnkündigungenDownloadAuszüge aus den Email-AnkündigungenSonstigePDF214.54 kB
EinführungsfolienDownloadModerationsmaterialienSonstigePDF327.15 kB

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