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Bielefeld Postkolonial

Im Studium beschäftigen sich Studierende der Anglistik kritisch intellektuell mit postkolonialen Literaturen und Kulturen in einer globalisierten Welt. Dass diese Themen, Konstellationen und Konflikte auch ihren eigenen Lebensalltag in Bielefeld jenseits des Seminarraums prägen, bleibt allzu oft unbeachtet, obwohl die Stadt vielfältige Spuren der kolonialen Geschichte und Gegenwart aufweist.Ziel des Projekts ist es, die distanzierte Lektüre und Analyse von Literatur als armchair intellectuals um affektive Praktiken der kritischen Beschäftigung mit dem Gegenstand zu erweitern. So sind Studierende und Lehrende der Anglistik eingeladen, postkoloniale Ansätze im Sinne einer ‚Pädagogik des Unbehagens‘ (vgl. Megan Bolers Konzept der pedagogy of discomfort) neu zu denken und sich über praxisbezogene Herangehensweisen aktiv in der Stadt Bielefeld zu verorten. Verschiedene Formen der (extra)curricularen Beschäftigung mit diesem gesellschaftlich relevanten Themenkomplex werden konzipiert und erprobt. Dies geschieht im Austausch mit einschlägigen Forschungszentren und vor Ort bestehenden außeruniversitären Initiativen.Die Modulstruktur der Bachelor- und Masterstudiengänge in Fachwissenschaft und Lehramt bietet Optionen für solch explorativ-forschendes Lernen. Diesen Freiraum gilt es auszuloten und produktiv zu nutzen – für die Präsenzlehre, das Selbststudium und als third mission für die stärkere Verflechtung der Universität mit der Stadtgesellschaft.

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Janna PerbixGesamtprojektverantwortung

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