
Physik.SMART
Experimente in der Physiklehre zielen auf die Förderung des Verständnisses physikalischer Zusammenhänge und das Erlernen naturwissenschaftlicher Methoden. An Hochschulen werden die theoretische Lehre in Vorlesungen und die praktische Anwendung jedoch aufgrund des logistischen Aufwands physikalischer Praktika zeitlich deutlich getrennt und auf starre Versuchsabläufe beschränkt. Dies soll im Projekt Physik.SMART durch den Einsatz von Smartphone-Sensoren mit der an der RWTH Aachen entwickelten App "phyphox" überwunden werden. Exemplarisch werden dazu an der RWTH Aachen sowie der FH Aachen für verschiedene Zielgruppen die typischen vorlesungsbegleitenden Übungen durch experimentelle Aufgaben ergänzt, bei denen ausgenutzt wird, dass nahezu alle Studierende über Messgeräte in Form der Sensoren ihrer Smartphones verfügen. Hierzu werden offene Arbeitsmaterialien erstellt, einfache und kostengünstige Materialsets mit beispielsweise Maßbändern oder Schnüren zusammengestellt und günstige ergänzende Sensoren für vom Smartphone nicht bereitgestellte Messgrößen entwickelt. Dies erlaubt experimentelle Aufgaben ohne den Aufwand eines traditionellen Praktikums und somit den direkten Bezug zu den Vorlesungsinhalten, wodurch die klassische Physiklehre grundlegend innoviert wird.
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Schnelles Feedback und digitale Übungen - Mathematik in Zeiten des Smartphones
Die Vorlesung Wirtschaftsmathematik ist eine Pflichtveranstaltung in allen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen der Universität Hohenheim und wird im Allgemeinen als herausfordernd empfunden. Es ist zu erwarten, dass durch den ausgefallenen Unterricht aufgrund der COVID-19-Pandemie Wissenslücken in Bezug auf das notwendige Vorwissen noch deutlicher als bisher zutage treten. Dadurch besteht die Gefahr, dass Studierende dem aktuellen Unterrichtsprogramm nicht mehr folgen können. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Projekt die Implementierung verschiedener Selbsttests mit automatisiertem Feedback zum Ziel, um selbst-reguliertes Lernen der Studierenden zu ermöglichen. Dies soll durch den Aufbau eines Online-Übungsangebots als Zusatz zur Präsenzlehre erreicht werden. Zusätzlich werden Digitalisierung und automatisiertes Feedback sowie der Ausbau digitaler Kommunikationskanäle das Projekt abrunden. Das technische Rückgrat bildet die Lernplattform ILIAS, die im Rahmen des Projekts um einen STACK-Server ergänzt wird. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet durch den Antragsteller sowie Kollegen der LEAD Graduate School & Research Network (Learning, Educational Achievement, and Life Course Development) und dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund.
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Fertigung Versuchsaufbau-Komponenten mit 3D-Druck
Durch 3D-Druck konnten spezifische Komponenten bedarfsgerecht konstruiert und gefertigt werden, wodurch sich zeitintensive Entwicklungszyklen (Recherche, Beschaffung, Prüfung, Anpassung) deutlich verkürzten. Ein weiterer Vorteil des 3D-Drucks liegt darin, dass Anpassungen auf Basis bestehender Konstruktionsdaten schnell eingearbeitet oder defekte Teile bei Bedarf schnell ersetzt werden konnten.
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Partizipativ lehren – die Kunst des Scheiterns und Lernens
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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