
Bildung reaktiv, integrativ, dynamisch gestalten
Die Technische Hochschule Deggendorfist geprägt von einem stark steigenden Anteil international Studierender (WS 24/25 bei 48%), was aufgrund kultureller und sprachlicher Barrieren, sowie unterschiedlichen Wissensständen zu spezifischen Problemen wie sehr diversen Lerngruppen, hohen Studienabbruchquoten und sozialen Konflikten führt. Die bisherigen Maßnahmen führten zu keiner zufriedenstellenden Lösung. Mit dem Projekt BRIDGE (Bildung reaktiv, integrativ, dynamisch gestalten) sollen die Lehrstrukturen, Entscheidungsprozesse und begleitenden Studienstrukturen angepasst werden um langfristig eine Verbesserung des Lernerfolgs und der sozialen und beruflichen Integration internationaler Studierender, sowie der Anpassungsfähigkeit der Hochschule zu erreichen. Im Kern stehen dabei die systematische Verbreitung von innovativen Lern- und Lehrformen, die durch Individualisierung, Kompetenzorientierung und sozialen Austausch Lernerfolge, sowie soziale und berufliche Integration fördern. Gleichzeitig soll durch die Etablierung einer partizipativen und datengestützten Hochschulgestaltung die Bedarfsorientierung der Lehre und der Unterstützungsmaßnahmen, und langfristig der Anpassungsfähigkeit der Hochschule sichergestellt werden. Weitere Aspekte umfassen Sozialinnovationen, wie die Erhöhung der interkulturellen Kompetenz von Personal und Studierenden, sowie die Anpassung von technischen Strukturen und den Aufbau von Netzwerken.
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Problembasiertes Lernen und Prüfen sozialer und kommunikativer Kompetenzen mit Situational Judgement im Polizeistudium
Ziel des Projektes ist, das Polizeistudium praxisnäher zu gestalten und dabei polizeiliches Erfahrungswissen und wissenschaftliche Erkenntnisse einzubeziehen. Zudem soll eine durch die Nutzung digitaler Technologien massentaugliche Alternative zur Vermittlung sozio-kommunikativer Kompetenzen erprobt werden. Dazu sollen videobasierte Szenarien mit polizeilichen Standardsituationen aus dem Bereich Schutzpolizei/Streifendienst erstellt werden, die sowohl für die Lehre als auch im Prüfungsbereich genutzt werden können. Grundlage für die Entwicklung der Szenarien soll eine Befragung von berufserfahrenen Polizistinnen und Polizisten bilden. Gesucht werden Situationen, welche von den befragten erfahrenen Polizistinnen und Polizisten erfolgreich bewältigt wurden (Beispiele guter Praxis), jedoch als schwierig für Unerfahrene eingeschätzt werden. Neben der reinen Situationsbeschreibung geht es dabei vor allem auch um eine psychologische Auswertung der Situationen, die mittels der sogenannten "Critical Decision Method" nach Gary A. Klein durchgeführt werden soll. Auf dieser Grundlage sollen für Lehrzwecke an der Hochschule für Polizei geeignete Szenarien erarbeitet, verfilmt und in der Lehre erprobt werden. Dabei soll auf Methoden wie das Problembasierte Lernen als Lehrmethode und Situational Judgment als Prüfungsform zurückgegriffen werden, die bisher im Polizeistudium in Deutschland noch wenig genutzt werden.
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Hochschulinternes Austauschformat für Lehrende
Zur Förderung des fakultäts- bzw. hochschulstandortübergreifenden Wissenstransfers zu Themen der Hochschuldidaktik sowie Good Practices zur Digitalisierung von Lehr-Lern-Angeboten wurde ein Format zur Förderung des kollegialen Austausches für Lehrende entwickelt. Dieses wurde entsprechend des von den Lehrenden artikulierten Bedarfs konzipiert und als regelmäßiges Angebot implementiert.
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Schütze, Judith (2024): Sozialwissenschaftliche Aspekte der Informations- und Wissensgesellschaft erforschen.
Das vorgestellte Angebot zum forschenden Lernen findet im Bachelor Wirtschaftsinformatik statt und thematisiert sozialwissenschaftliche Aspekte der Informations- und Wissensgesellschaft. Dabei durchlaufen studentische Forschungsgruppen die verschiedenen Phasen des forschenden Lernens und reflektieren den Prozess an verschiedenen Stellen. In: Insel der Forschung. Beispiel & Good Practices. Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen.
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