Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Mit Transfer auf verschiedenen Ebenen nachhaltig

Mit dem an der TH Köln entwickelten Ebenen-Modell begegnen wir der Frage, wie Projektergebnisse in Hochschule und Scientific Community wirksam und nachhaltig transferiert werden können. Ziel ist es, mit Transfermaßnahmen aus dem Projekt REDiEE eine möglichst breite Wirkung zu erreichen. So sollen nicht nur einzelne Lehrende/Personen erreicht werden, sondern bewusst gesteuerte Impulse für die Hochschulentwicklung gesetzt und Erkenntnisse im wissenschaftlichen Diskurs geteilt werden. Dazu strukturieren wir Transfer auf drei Wirkungsebenen: Individuum, Hochschule und Scientific Community. Anhand dieser Ebenen erkennen wir, wen wir mit Impulsen aus dem Projekt erreichen können, welche Kanäle und Formate sich dafür jeweils eignen und wie wir diese füllen möchten. Transfer denken wir dabei als kontinuierlichen Prozess, der projektbegleitend geplant, in Maßnahmen realisiert und regelmäßig reflektiert wird.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Strategischer Transfer
Nachhaltige Wirkung
Ganzheitliche Hochschulentwick
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

  • Projekte mit begrenzten Mitteln und begrenzter Dauer strategisch nachhaltig in der Hochschule verankern, ohne dass sie nach Projektabschluss versanden

  • Den Wirkungskreis von Projekten über die unmittelbar Beteiligten hinaus ausweiten und eine Breitenwirkung des Transfers in der Hochschule erzielen

  • Ergebnisse so teilen, dass sie (innerhalb und außerhalb der eigenen Hochschule) von Anderen (weiter-)genutzt werden können

  • Transfer nicht als “nachgelagert” denken

Herangehensweise

Unser Modell für Transfermaßnahmen basiert auf drei vernetzten Ebenen, die als Grundlage für passgenaue Formate und Maßnahmen dienen. Durch ihre Vernetzung greifen die Maßnahmen schlüssig ineinander:

Ebene Individuum Wie nutzen Lehrende/Hochschuldidaktiker*innen Ergebnisse und Konzepte weiter? Beispiel: Wie erreichen Lehrkonzepte andere Lehrende, sodass diese sie übernehmen oder anpassen können?

Ebene Hochschule Wie wirken Projektimpulse auf die strategische Hochschulentwicklung? Beispiele: Wie verankern wir digitale/hybride Lehre? Welche Räume/Infrastrukturen brauchen wir, um sie hochschulweit im Sinne der Lehrstrategie zu ermöglichen?

Ebene Scientific Community Wie entfalten Erkenntnisse Wirkung im wissenschaftlichen Diskurs? Beispiele: Welche Communities sind relevant? Wie und wo teilen wir Ergebnisse, entwickeln sie weiter und regen Austausch an?

Zusammenhang

Erprobt im Rahmen des Lehrentwicklungsprojekts “REDiEE - Roll-out, Empowerment, Design in Engineering Education”

Voraussetzung

Für die Umsetzung und die nachhaltige Wirkung der Transfermaßnahmen auf allen beschriebenen Ebenen sind die folgenden Bedingungen zentral:

  • Projekte als Initiation für strategische Hochschulentwicklung erkennen

  • Bedeutung und hoher Stellenwert von Lehre und Hochschuldidaktik innerhalb der Hochschule

  • Unterstützung durch die Hochschulleitung, die die Wirkung auf Hochschulebene mitträgt

  • Bereitschaft der Hochschule zur kontinuierlichen Weiterentwicklung

  • Anschlussfähigkeit der Projektthemen an die strategischen (zukünftigen) Ziele der Hochschule

  • Publikation der Ergebnisse durch Projektmitarbeitende und Lehrende

  • Verschiedene Akteursgruppen der Hochschule mit verschiedenen Perspektiven für eine Beteiligung

    gewinnen und einbeziehen, Partizipation und Co-Kreation ermöglichen

  • Entwickelte Lehrpraktiken und -konzepte begleitend beforschen und als Reflexionspotenzial für die

    Hochschule und die Scientific Community bereitstellen

Eignung

  • Basierend auf langjähriger Erfahrung in strategischer Hochschulentwicklung sichern wir die Qualität von Transfergegenständen durch wissenschaftliche Fundierung (z. B. Lehrkonzepte via Scholarship of Teaching and Learning). Eine evaluative Erhebung zeigt: Lehrende tauschen sich vor allem direkt mit Kolleg*innen und Studierenden aus. Beforschung und Publikationen werden als Hürde empfunden – hier braucht es hochschuldidaktische Impulse und Begleitung.

  • An unserer Hochschule besteht großes Engagement für gemeinsame Hochschulentwicklung, was sich in hoher Beteiligung an Transfermaßnahmen widerspiegelt. Um die tatsächliche Wirkung des Modells zu messen, wäre eine Langzeitstudie nötig, die den Wandel kontinuierlich begleitet – dies ist in der Projektlaufzeit jedoch nicht umsetzbar.

  • Handlungsempfehlungen aus dem Expertisezirkel wurden an das Präsidium übergeben und fließen so in die strategische Hochschulentwicklung ein

Vorgehen/Schritte

Transfermaßnahmen eines Projekts auf verschiedenen Handlungs- bzw. Wirkungsebenen strukturieren (bei uns: Individuum, Hochschule und Scientific Community).

Ebene & Kurzbeschreibung

Mögliche Formate

Intendierte Wirkung

Individuum

Transfermaßnahmen,

die sich direkt an Einzelpersonen wie z.B. Lehrende oder Hochschuldidaktiker*innen richten

• Kollegiale Austauschformate

• Vernetzungstreffen

• Coachings

• Workshopprogramme

• Lehrende / HDler tauschen sich über die eigenen Erfahrungen und Konzepte aus (direkten Kontakt von Transfergebenden und –nehmenden herstellen)

• Entwickelte Lehrkonzepte können von anderen aufgegriffen/übernommen werden

• Kompetenzentwicklung für Einzelne zu (strategisch relevanten) Themen der Lehrentwicklung

Hochschule

Intendierte Wirksamkeit erreich strategische Prozesse im Hochschulgeschehen. Strategische Hochschulentwicklung als Wirkungsfeld

• Thematisch an Projekte anknüpfende Veranstaltungen für alle Hochschulangehörigen

• z.B. Tage für die exzellente Lehre

• Ausschreibung von Lehr-und Studienpreisen

• Formate, die Beteiligungsstrukturen schaffen und vielfältige Perspektiven einbinden

• Hochschulweite Beteiligung an Hochschulentwicklung ermöglichen

• Austausch und Vernetzung auf Hochschulebene schaffen

• Bottom-up Impulse für Hochschulentwicklung erarbeiten

• Lehrinnovation in Studiengängen und Curricula verankern

Scientific Community

Transfermaßnahmen gestalten den wissenschaftlichen Diskurs

mit, reichen über die Hochschule hinaus und können diskutiert und weiterentwickelt werden

•Publikationen aus dem Projektteam

• Vorstellung von Projektergebnissen auf Tagungen

• Scholarship of Teaching

and Learning Publikationen

von Lehrenden (z.B. in der

Schriftenreihe “Forschung

und Innovation in der Hochschulbildung (FIHB))

• Publikation von Patterns

(z.B. auf patternpool.de)

• Übernehmen und Weiterentwickeln z.B. von Lehrkonzepten ermöglichen

• Eigene Ergebnisse wissenschaftlich reflektieren und

zur Diskussion stellen

• Im Diskurs Impulse für die

eigene Arbeit einholen

  • Relevanz verschiedener Ebenen für das Projekt und seine Nachwirkung einschätzen (Wen wollen wir auf welchen Ebenen erreichen?)

  • Anhand der Wirkungsebenen konkrete Transfermaßnahmen planen und umsetzen

  • Transfermaßnahmen zeitlich über die gesamte Projektlaufzeit planen und fortlaufend Impulse setzen

  • Erarbeitete Transfermaßnahmen kontinuierlich im Projektteam reflektieren und z.B. (ungewollte) ungleiche Abdeckung der Transferebenen identifizieren sowie neue Maßnahmen entwickeln

  • Auf ein Zusammenspiel der Transfermaßnahmen achten und die zentrale Zielsetzung / den Fokus im Blick behalten

Hinweise

Learnings

  • Die Umsetzung des Modells gelingt durch das Zusammenspiel von Eigeninitiativen (z. B. Lehrende) und gezielten Transferimpulsen des Projektteams. Transfer wird oft erst nachträglich bedacht – prozessbegleitende Maßnahmen brauchen jedoch einen klaren Fokus auf nachhaltige Wirkung.

    Strategische Themen und Entwicklungen der Hochschule sind bei der Planung zu berücksichtigen. Lehrende sehen zwar hohes Transferpotenzial in ihren Lehrkonzepten, nutzen aber vor allem den direkten Austausch mit Kolleg*innen und Studierenden. Hier sollte das Projektteam weitere Formate aktiv fördern.

    Scholarship of Teaching and Learning-Publikationen sind für Lehrende herausfordernd und benötigen Anstoß, Vorbilder sowie Begleitung. Transfer bleibt oft eine „Black Box“: Wie wirken Aktivitäten, wen erreichen sie – und mit welchem Impact?

Tipps

  • Frühzeitiger Beginn: Bereits vor Projektbeginn ein klares Modell für die Transferebenen konzipieren(d.h. Verortung der einzelnen Maßnahmen auf den Wirkungsebenen) und fest im Projektaufbau verankern. Dabei kritisch reflektieren, welche Wirkungsebenen in welchem Umfang und mit welcher Tiefe gezielt adressiert werden sollen.

  • Regelmäßiger Abgleich: In festgelegten Intervallen das Modell mit dem tatsächlichen Ist-Zustand vergleichen.

  • Flexibilität sicherstellen: Bei Abweichungen oder identifizierten Handlungsbedarfen bei der Abdeckung der Wirkungsebenen das Modell gezielt anpassen (Maßnahmen anpassen oder neu entwickeln)

Methoden

Empfohlen

Formate
Expertisezirkel zur partizipativen Weiterentwicklung lehr- und lernrelevanter Prozesse und Strukturen an Hochschulen • Tage für die exzellente Lehre und andere Formate, die hochschulweiten Austausch initiieren und thematischen Fokus ermöglichen • Publikationen von Scholarship of Teaching and Lear

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
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Hochschuldidaktik als Akteurin der Hochschulentwicklung | Blickpunkt HochschuldidaktikLink aufrufen/Link/
iloten zur gelebten Praxis: Strategischer Transfer von Learning Designs an HochschulenLink aufrufen/PDF/

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