
Digitalbaukasten für kompetenzorientiertes Selbststudium
Ziel des Verbundprojekts DigikoS ist es, Studierende und Lehrende besser auf die gesteigerten Herausforderungen von hybriden Lehr-/Lernszenarien vorzubereiten. Der durch die Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub wird genutzt, um die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit digitalem Lernen und Lehren zu stärken und tragfähige Konzepte für den Studienverlauf zu entwickeln. Dazu werden auf Grundlage umfangreicher Vorarbeiten Unterstützungsangebote für Studierende und Lehrende aus- und aufgebaut. Studierende werden bei der Nutzung digitaler Selbstreflexionsinstrumente zum Aufbau von Selbstlernkompetenz und Digital Skills begleitet. Dabei wird u.a. die Motivation Studierender zum digitalen Selbststudium adressiert. Lehrende werden durch Beratung und methodische Hinweise über eine Toolbox so befähigt, dass sie den besonderen Ansprüchen hybrider Lehrformate gerecht werden können. Die konzeptionelle Brücke zwischen den Angeboten für Studierende und Lehrende bilden Digital Scouts, die Studierende im Selbststudium betreuen und Lehrende beim Einsatz der Toolbox unterstützen.
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Interdisziplinarität in Aktion: Forschendes Lernen als Brücke zwischen Natur- und Geisteswissenschaften
Als größtes Studienprogramm der TU Berlin bietet das Orientierungsstudium MINTgrün jährlich über 600 Studierenden Einblicke in die Vielfalt der Studiengänge an der TU. MINTgrün bringt hierzu Wissen und Erfahrungen aus verschiedenen Fachbereichen des MINT-Bereichs und der Geisteswissenschaften zusammen. Das Projektlabor Interdisziplinarität in Aktion stellt unterschiedliche Fragestellungen, Methoden und Zugänge der Natur- und Geisteswissenschaften vor und verzahnt sie miteinander. Basierend auf dem Konzept des forschenden Lernens erproben Studierende die Möglichkeiten interdisziplinären Arbeitens und reflektieren diese in einem gemeinsamen Projekt. Dabei steht ein gemeinsamer Erkenntnisgegenstand und dessen historische wie zeitgenössische Repräsentation im Mittelpunkt. Studierende untersuchen unterschiedliche Formen der Beobachtung, der experimentellen Erfassung sowie der theoretischen Modellierung in ihrem historischen Wandel und diskutieren die Spezifizität der jeweiligen Repräsentationsformen, deren Möglichkeiten und Grenzen. Ziel des Labors ist es verschiedene, fachspezifische Zugänge kennenzulernen und diese durch fachübergreifende Diskussion zu reflektieren.
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Agile Lehrformate etablieren
Agile Lehrveranstaltungen wurden so gestaltet, dass Studierende in Teams selbstorganisiert arbeiten, ihre Prozesse transparent machen und Lernschritte iterativ reflektieren. Methodisch kamen vor allem Scrum (Sprints, Reviews), Design Thinking (nutzerzentrierte, ergebnisoffene Problemlösung), Kanban Boards (Visualisierung von Arbeit), LEGO Serious Play (kreative Modellbildung) und Retrospektiven (systematische Reflexion) zum Einsatz. Blended-Learning-Formate verzahnten asynchrone Teamphasen mit Präsenzterminen. Die Erfahrungen zeigen eine hohe Anwendbarkeit über Fächer hinweg. Eine individuelle Anpassung an Lernziele, Inhalte und Zielgruppe ist für eine erfolgreiche Umsetzung nötig. Herausforderungen von agilen Formaten waren u.a. ein intensiverer Betreuungs- und Kommunikationsbedarf, die Sicherstellung der curricularen Anschlussfähigkeit, sowie die Akzeptanz für innovative Lehrformate bei Kollegen und Studierenden. Die Ergebnisse wurde in einem OER Methoden-Baukasten gebündelt.
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Handbuch zur Stärkung von Digitalkompetenzen an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)
Das digitale DILELA-Handbuch bündelt Erfahrungen und Erkenntnisse aus vier Jahren Projektlaufzeit zur Förderung digitaler Kompetenzen an der HNE Eberswalde. Es stellt anhand von 12 Erfolgsfaktoren und 10 Handreichungen innovative Formate wie Podcasts und virtuelle Touren, alternative und kompetenzorientierte Prüfungsformate, Medientechnik und interaktiven Lernumgebungen vor, wie Lernen als gemeinschaftlicher (hybrider) Prozess gedacht wird. Es bietet praxisorientierte Handreichungen mit konkreten Anleitungen. Das Handbuch richtet sich an Lehrende und Mitarbeitende, die digitale Lehr- und Lernformate weiterentwickeln oder neu einsetzen möchten.
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