
Digital unterstütztes Lernen in MINT in der angewandten, hybriden Lehre von Präsenzhochschulen
COV-19 hat bestehende Lehr-/Lernformate an Hochschulen verändert. Die Problematik zeigt sich insbesondere in den MINT-Studiengängen an HAWs, in denen das Lernen, Entwickeln, Verinnerlichen und eigenständige Umsetzen durch praktisches Erfahren im Vordergrund steht. Obwohl die HAW Hof bereits vor der Pandemie bezüglich der IT-Infrastruktur und den digitalen Lernwerkzeuge gut aufgestellt war zeigten Ergebnisse eigener Evaluationen eine Unzufriedenheit bei Studierenden und Lehrenden. Ziel des Projektes ist es daher, im vergangenen Jahr bereits erprobte Elemente der angereicherten Präsenzlehre, sowie der hybriden und virtuellen Formate systematisch zu evaluieren und weiterzuentwickeln, um sie flächendeckend und nachhaltig an der Hochschule Hof mit einer verbesserten und nachhaltig digitalen Lehrqualität einzusetzen. Hierzu erfolgen innovative Ansätze im Bereich der internen Weiterbildungsangebote und Übungsbereiche, der Gestaltung der Arbeitsumgebung in rein virtuellen, hybriden und Präsenzformaten und deren Folgen in der Umsetzung. Ein weiterer Fokus besteht in der Umsetzung möglicher alternativer praktischer Lehrformate in Labor- und Praktika Veranstaltungen und dem studierenden- und systemorientierten Ausbau der MINT-Datenbank.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Flipped Simulation: Interprofessionell im Notfall
In geburtshilflichen Notfällen ist die Teamleistung entscheidend für den Behandlungserfolg. Dennoch verlaufen die Ausbildungen von Hebammen, Pflegefachpersonen und Ärzteschaft bisher getrennt mit Risiken für Schwangere und ihre ungeborenen oder neugeborenen Kinder. Das Projekt adressiert diese Lücke durch ein simulationsbasiertes Lehr- und Trainingskonzept zur interprofessionellen Zusammenarbeit im geburtshilflichen Setting. Ziel ist es, kompetenzorientiertes, teamfokussiertes Lernen im Studium und in der Ausbildung fest zu verankern als Alternative zu hierarchischen Handlungsmustern.Im Simulationszentrum entsteht eine realitätsnahe Lernumgebung, um interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu fördern. Studierende werden auf mehreren Ebenen einbezogen in die Entwicklung, Umsetzung und Reflexion der Lehrformate. Die Kooperation zwischen Technischer Hochschule Nürnberg, Paracelsus Medizinischer Privatuniversität und Klinikum Nürnberg stellt einen direkten Praxisbezug sicher. Langfristig soll das Konzept curricular integriert, auf andere Standorte übertragbar und als Grundlage für eine frauenzentrierte Versorgungskultur dienen. Simulation bietet einen geschützten Raum für Handlungssicherheit, Entscheidungsfähigkeit und Kommunikation zentrale Kompetenzen in Hochrisiko-Situationen. Eine begleitende Evaluation prüft den nachhaltigen Transfer in die Berufspraxis und leistet einen Beitrag zur Qualitätssicherung und Fachkräftesicherung in sensiblen Versorgungsbereichen.
Projekt anzeigen
Einsatz digitaler Mathematikaufgaben
In der Maßnahme wurden digitale Mathematikaufgaben in der Lehre an Hochschulen gewinnbringend eingesetzt, weiterentwickelt und innerhalb eines Aufgabenpools mit anderen geteilt. Dabei sind verschiedene Aspekte wichtig: Ein gemeinsamer Aufgabenpool über verschiedene Hochschulen hinweg begünstigt den Einsatz der Aufgaben, weil durch das Teilen von Aufgaben der Aufwand für den einzelnen Lehrenden verringert werden kann und weil die Grundlagenausbildung in Mathematik an Hochschulen für fachfremde Studiengänge sich thematisch stark ähnelt. Neu- und Weiterentwicklungen, die sich aus den Bedarfen der Hochschullehre ergeben, sind leichter umzusetzen, wenn eine gute Zusammenarbeit mit den Entwicklern des genutzten E-Assessment-Systems besteht. In unserem Fall war dies das System OPAL/ONYX, das die BPS GmbH betreut. So konnte in dieser Maßnahme z.B. die JavaScript Bibliothek JSXGraph als interaktives Werkzeug, das an der Universität Bayreuth entwickelt wird, in ONYX integriert werden.
Maßnahme anzeigen
Debriefing in Virtual Reality Simulations for the Development of Counseling Competences: Human-Led or AI-Guided?
Simulation-based learning has established itself as a powerful instructional method in higher education, especially in domains that require complex interpersonal competencies such as counseling. Debriefing plays a pivotal role in transforming simulation experiences into meaningful learning by fostering critical reflection and integration of knowledge. While expert-facilitated debriefings are considered the gold standard, recent advancements in generative Artificial Intelligence (AI) have made chatbot-guided self-debriefings a scalable alternative. This study examines the effectiveness of moderated versus chatbot-supported debriefing formats following a Virtual Reality (VR)-based counseling simulation. A total of 45 undergraduate students in educational science participated in a controlled experiment. All participants engaged in a VR counseling scenario and were subsequently assigned to either a human-moderated or a chatbot-guided debriefing condition. The study investigated changes in counseling competence, self-efficacy, and learner perceptions across the two debriefing formats. Both self-efficacy and counseling competence increased significantly over time. The largest gains were recorded after the debriefing, even though these gains were independent of the specific debriefing method employed. These findings underscore the importance of debriefing in educational contexts and indicate that a chatbot-based format could serve as an alternative to moderator-led debriefings.
Publikation anzeigen