
Gemeinsamer Lernort Schule: Diagnose und Förderung in der Schuleingangsphase erfahren und erlernen
Studien zeigen, dass Diagnose- und Förderkompetenzen von (angehenden) Lehrkräften häufig nicht ausreichend sind. Studierende empfinden im Studium erworbenes Wissen häufig als zu theoretisch und in der unterrichtlichen Praxis schwer anwendbar. Sie beklagen zudem zu geringe Praxisanteile im Studium. Die bestehenden Praxisanteile kommen erst spät im Studium (Praxissemester im Master) und fokussieren nur selten explizit auf Diagnose und Förderung (DiF) bzw. bleiben sehr punktuell. Im Projekt soll ein Modulkonzept entwickelt und erprobt werden, das Lehramtsstudierenden kontinuierliche und DiF-bezogene Praxiserfahrungen im gemeinsamen Lernort Schule ermöglicht. Die Studierenden sollen regelmäßig, über ein Semester hinweg und in Zusammenarbeit mit Lehrkräften unterrichtsbegleitende DiF-Einheiten für Schüler:innen mit Schwierigkeiten in Mathematik in der Schuleingangsphase (Frühförderung) planen, durchführen und reflektieren. Dabei können die Studierenden nicht nur ihr theoretisches Wissen in einer realen Unterrichtssituation anwenden und festigen, sondern auch einen Beitrag zur Entschärfung der alarmierenden Situation in den Schulen leisten (vgl. IQB-Bildungstrend 2022). Insbesondere in der Schuleingangsphase benötigen viele Kinder individuelle Unterstützung, die Lehrkräfte auch auf Grund des akuten Lehrkräftemangels kaum leisten können. Durch die enge Zusammenarbeit der Studierenden und Lehrkräfte wird Schule zum gemeinsamen Lernort für Schüler:innen, Studierende und Lehrkräfte.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

AIducator
AIducator ist ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Tutorensystem für kompetenzorientierte Assessments in der konzeptuellen Modellierung. AIducator generiert personalisiertes Feedback in Echtzeit und stimmt es auf individuelle Bedürfnisse der Lernenden ab, wie z. B. Medienpräferenz, Sprache, Lernniveau und Personalität. AIducator erstellt Lernpfade für die Aufgabenbearbeitung unter Berücksichtigung vorgegebener Lernziele und gemessenen Lernfortschritts und ermöglicht skalierbare und effiziente Unterstützung der Lernenden.AIducator adressiert Lernende aller Bildungsschichten, Altersgruppen und Geschlechter, indem er den Lernenden personalisiertes, fachbezogenes und korrektes Feedback in Echtzeit bereitstellt. Das fördert die Motivation, vorgegebene Lernziele zu erreichen, und ein höheres Problemlösungsverständnis.AIducator erlaubt es Lehrkräften erstmalig, alle KursteilnehmerInnen optimal auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt zu betreuen, indem der Aufwand für Einzelbetreuungen reduziert und nachhaltig an AIducator übertragen werden. AIducator steigert die Qualität der Betreuung der Lernenden und ermöglicht effektives selbsttätiges orts- und zeitunabhängiges Lernen.Bildungsstätten profitieren langfristig von AIducator durch gesteigerte Abschlussquoten und institutionelle Reputation und können datengetriebene Analysen von Kompetenzdefiziten und Anpassungen der Lernmaterialien und Betreuung vornehmen.
Projekt anzeigen
Mediale Unterstützung und interaktive Elemente
Wir haben unsere Materialien um anschauliche Visualisierungen, eingebettete Videos und interaktive Code-Beispiele ergänzt, um einerseits Aufmerksamkeit sinnvoll zu bündeln und andererseits die bestehende Komplexität moderner Bildungsherausforderungen medial angemessen abzubilden. Diese mediale Vielfalt erleichtert die individuelle Erschließung des Lernstoffs und fördert aktives, selbstgesteuertes Lernen. Eingesetzt wurden diese Elemente besonders im Kontext eines Online-Tutorials zur Erstellung von Open Educational Resources (OER) für die Hochschullehre und Kursen zu Digital Literacy und Python for Psychologists.
Maßnahme anzeigen
Die Living Library
Diese Publikation spiegelt den zirkulären Ansatz des Projekts wider. Sie dokumentiert die physische und digitale Living Library und vereint eine Reihe von Essays, die Themen wie die Archivierbarkeit der Erde oder die gartenähnliche Kultivierung digitaler Plattformen untersuchen. Diese Essays laden die Lesenden dazu ein, neu darüber nachzudenken, wie Wissen angebaut, geteilt und schließlich wieder in den Boden zurückgeführt werden kann, aus dem es entstanden ist. (CC BY-NC 4.0) Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und die Autor:innen
Publikation anzeigen